Portulak | EAT SMARTER
32
7
Drucken
7
PortulakDurchschnittliche Bewertung: 4.41532

Portulak

Portulak – es lohnt sich das Gemüse zu suchen Portulak – es lohnt sich das Gemüse zu suchen

Glückliches Holland: Dort kennt man Portulak als feines Gemüse und bereitet es durchaus öfter zu. Hierzulande hingegen gilt es, die in Vergessenheit geratene Pflanze wieder neu zu entdecken. Ein lohnendes Unterfangen, wie unsere Warenkunde zeigt!

Das sollten Sie über Portulak wissen

Wie so vieles, was als brandneu gilt, ist Portulak eigentlich ein alter Bekannter. Im Mittelalter und noch zu Goethes Zeiten schätzte man die schnell wachsende einjährige Pflanze auch unter dem Namen Postelein als schmack- und nahrhaftes Frühjahrs- und Sommergemüse. Kein Wunder, denn mit seinen fleischigen, saftigen grünen Blättern lassen sich alle möglichen Leckereien zubereiten. Trotzdem liegt der Portulak bei uns längst in einer Art kulinarischem Dornröschenschlaf – nur in Nordrhein-Westfalen gibt es noch Anhänger, ansonsten kommt er noch in den Niederlanden, in Belgien sowie in Frankreich häufiger auf den Tisch. In Deutschland kennen ihn die meisten höchstens als Pflanze, die verwildert in Gärten oder an sonnigen Plätzen wächst und durch hübsche gelbe bis orangefarbene kleine Blüten angenehm auffällt.

Herkunft: Bereits im alten Ägypten kannte man Portulak als Heil- und Gemüsepflanze. Seine ursprüngliche Heimat liegt in Griechenland und Vorderasien bzw. Indien.

Geschmack: Junger Portulak schmeckt erfrischend, saftig und leicht säuerlich.

Saison: Portulak vom Freiland bekommt man von März bis Oktober; in den restlichen Monaten stammt das Gemüse aus Treibhausanbau.

Wie gesund ist eigentlich Portulak?

Nicht nur aus kulinarischen Gründen lohnt sich die Wiederentdeckung von Portulak unbedingt – auch wer seinen Vitaminbedarf auf leckere Art decken will, sollte hier zugreifen, denn das Gemüse enthält gut 21mg Vitamin C pro 100 g, sowie Vitamin A und Folsäure. Aber auch seine sonstigen Inhaltsstoffe sind nicht zu verachten. Zum Beispiel enthält Portulak mit 494 mg/100 g reichlich Kalium. Zusätzlich liefert das leckere Gemüse auch noch Magnesium und Kalzium.

Allerdings ist zu beachten, dass Portulak mit 910-1700 mg/100 g einen sehr hohen Anteil an Oxalsäure enthält. Menschen mit Krankheiten wie Rheuma, Nierenstein, Arthritis oder Gicht sollten dies beachten und sich bewusst ernähren. 

In der Naturheilkunde hat Portulak einen guten Ruf als wirksames Mittel gegen Sodbrennen, Blasen- und Nierenleiden sowie als natürlich entwässernder „Beschleuniger“ bei Blutreinigungs- und Entschlackungskuren.

Sein sensationell niedriger Fett- und Kaloriengehalt bei relativ hohem Ballaststoffgehalt runden das Angebot ab und machen Portulak zu einem perfekten Schlankgemüse.

Nährwerte von Portulak pro 100 Gramm  
Kalorien 16
Eiweiß 1 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 3 g
Ballaststoffe 2 g

Portulak – gut zu wissen:

Nach der Blüte ist Schluss mit Genuss – die sonst so angenehm salzig-säuerlichen Blätter schmecken dann unangenehm bitter.

Einkaufs- und Küchentipps für Portulak

Einkauf: Nach Portulak muss man noch immer suchen – nur sehr gut sortierte Gemüsegeschäfte haben ihn im Angebot. Auch auf dem Wochenmarkt sind Funde möglich. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die kleinen Blätter saftig glänzen und an den Stängelenden feucht aussehen.

Lagerung: Schon wegen des hohen Wassergehalts gilt bei Portulak: Verbrauchen Sie ihn so frisch wie möglich und lagern Sie ihn maximal 1-2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Vorbereitung: Machen Sie es mit Portulak wie bei anderem Salatgemüse auch: Die Stängelenden abschneiden und dann die Blätter abspülen und trockenschütteln oder in der Salatschleuder trockenschleudern. Kleine Blätter lässt man ganz, große Blätter kann man nach Wunsch bzw. Rezept etwas zerkleinern.

Zubereitungstipps für Portulak:

Am meisten Geschmack und natürlich auch Vitamine enthält Portulak, wenn man ihn roh zubereitet – beispielsweise als Salat. Die saftigen Blätter harmonieren gut mit anderem Salatgemüse, machen aber auch in raffinierten Kreationen wie zum Beispiel dem Lammfilet auf Portulaksalat eine gute Figur. Die Niederländer lieben Portulak besonders gehackt, in Butter gedünstet und dann mit einer weißen Sauce serviert. Eine schlankere Variante: Bereiten Sie Portulak samt Stängeln einfach wie Spinat zu und reichen Sie ihn zu Eiergerichten oder Fisch.

Rezepte mit Portulak:

Rezepte mit Portulak finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

(Aktualisiert Mai 2016)

Ähnliche Artikel
Warenkunde Radicchio: Was man über Radicchio wissen muss und warum er so gesund ist. Hier klicken!
Warenkunde Löwenzahn: Was man über Löwenzahn wissen sollte und warum er so gesund ist. Hier klicken!
Warenkunde Liebstöckel: Was man über Liebstöckel wissen sollte und warum das Kraut so gesund ist. Hier klicken!
Schreiben Sie einen Kommentar
 
Ich vermisse weitere Inhaltsstoffe, gerade bei Portulak ist der Oxalsäuregehalt ziemlich hoch und somit nichts für Rheumatiker. Bitte auch bei anderen Pflanzen zufügen. Sonst finde ich Ihre Beiträge sehr gut
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Guten Tag Frau Marx, danke für die Anregung. Wir werden erneut recherchieren und den Artikel dann ergänzen. Herzliche Grüße EAT SMARTER
 
Da hat ihr wohl den Winterportulak mit dem Sommerportulak verwechselt. Ersteren gibt es in Gärtnereien, den zweiten nur in wärmeren Ländern aber dort wächst er wild als Ackerunkraut, ist aber auch essbar. Rudi
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Lieber Herr Fritzenwenger, danke für Ihre Anmerkung. Wir gehen der Sache nach und modifizieren den Artikel gegebenenfalls. Viele grüße, Ihr EAT SMARTER-Team
 
Das Photo zeigt den so genannten "Winter-Portulak", welcher kein Portulak, sondern "Postelein" oder "Gewöhnliches Tellerkraut" aus Alaska ist. Es kam mit den Goldgräbern als Kuba-Spinat nach Australien und als Australischer Spinat nach Deutschland, wurde dann mit Portulak verglichen und seither Synonym benannt.

Seiten