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Radieschen

Radieschen gelten als typisches Frühlingsgemüse. Das stimmt nicht ganz, denn es gibt sie rund ums Jahr. Zum Glück, denn Radieschen tun sowohl dem Gaumen als auch der Figur und Gesundheit gut.

Die Schärfe von Radieschen hängt von Sorte und Größe ab Die Schärfe von Radieschen hängt von Sorte und Größe ab

Das sollten Sie über Radieschen wissen

Sie meinen, Radieschen seien ein typisch deutsches Gemüse? Das stimmt und stimmt auch wieder nicht: Zwar sind die kleinen Knollen vor allem in Süddeutschland ein beliebtes Schmankerl und wachsen auch in ganz Deutschland. Doch die Heimat der botanisch zu den Kreuzblütlern gehörenden Radieschen liegt eigentlich im Fernen Osten. Von dort, wo sie bereits im Altertum als Zierpflanzen japanische und chinesische Gärten verschönerten, kamen sie erst vor rund 500 Jahren nach Mitteleuropa. Heute werden sie weltweit angebaut, und das keineswegs nur in ihrer allgemein bekannten Farbe. Außer den runden knallroten Radieschen gibt es auch solche mit weißen Spitzen; sogar durch und durch ganz weiße Radieschen kommen vor. Form und Größe können ebenfalls variieren: Zu haben sind Radieschen von haselnussgroß und kugelrund bis pflaumengroß oder langoval. Nur das Innere von Radieschen ist immer gleich, nämlich schneeweiß.

Herkunft & Geschichte: Über die ursprüngliche Heimat von Radieschen sind sich Botaniker nicht ganz einig – fest steht, dass sie in Wildform bereits im Altertum in China und Japan wuchsen. Auch die alten Ägypter und Griechen der Antike kannten die Urform des Radieschens. In Europa wachsen Radieschen erst seit dem 16. Jahrhundert; damals kamen sie zuerst in Frankreich in Mode.

Geschmack: Radieschen ähneln geschmacklich dem Rettich, schmecken aber feiner und dabei angenehm scharf. Die Schärfe hängt von der Sorte und der Größe ab.

Saison: Radieschen können Sie das ganze Jahr über frisch kaufen, da sie auch im Unterglasanbau gut gedeihen. Viele mögen aber Radieschen vom Freiland lieber – dort startet die Erntezeit im Frühjahr und dauert bis in den Herbst.

Wie gesund sind eigentlich Radieschen?

Für die schlanke Linie gibt es wenig, was so günstig und gleichzeitig so lecker ist wie Radieschen: Fett ist hier Fehlanzeige, die Kalorien fallen kaum ins Gewicht. Aber auch sonst tut es dem Körper gut, wenn Sie Radieschen knabbern. Das darin reichlich enthaltene Allylsenföl wirkt sich günstig auf die Verdauung aus und mit 27 mg Vitamin C tragen Radieschen auch beachtliche Mengen zu unserem durchschnittlichen Tagesbedarf von 100 mg bei.

Nährwerte von Radieschen pro 100 Gramm  
Kalorien 15
Eiweiß 1 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 2 g
Ballaststoffe 1,6 g

Einkaufs- und Küchentipps für Radieschen

Einkauf: Wenn Sie die Wahl haben: Bevorzugen Sie kleine Radieschen. Sie schmecken oft besser und sind seltener holzig als große Radieschen. Achten Sie außerdem auf pralles, saftiges Aussehen und auf frisches Grün. Runzelige Radieschen haben den knackigen Biss und obendrein auch die meisten wertvollen Inhaltsstoffe verloren; angewelkte, angegilbte Blätter sind ein Zeichen für Überlagerung.

Lagerung: Vernaschen Sie Radieschen so schnell wie möglich. Länger als 2-3 Tage sollten sie nicht im Kühlschrank warten. Ein kleiner Trick sorgt dafür, dass sie dort knackig und frisch bleiben: Blätter entfernen, die Radieschen waschen und anschließend tropfnass in eine kleine Gefriertüte geben.

Vorbereitung: Je kleiner die Radieschen, desto knackiger und schärfer schmecken sie. Ausnahmen bestätigen die Regel: Die großen Sommersorten sind den kleinen Radieschen oft ebenbürtig und haben den Vorteil, dass das Putzen bei ihnen schneller geht. Und so wird´s gemacht: Radieschen gründlich waschen, trockentupfen und jeweils die Stiele und Wurzelspitzen entfernen. Nun können Sie die Radieschen ganz nach Geschmack oder Rezept in Scheiben oder schneiden, vierteln, hacken oder raspeln.

EAT SMARTER Empfehlung für Radieschen:

Was die meisten nicht wissen: Auch die Blätter von Radieschen kann man prima verwenden, wenn sie jung und zart sind. Einfach gründlich waschen, gut trockentupfen oder trockenschleudern und in Streifen schneiden oder hacken. So vorbereitet, geben sie roh übers Essen gestreut noch mehr Geschmack und Vitamine. Auch Kräuterbutter und –quark profitieren geschmacklich von Radieschenblättern.

Zubereitungstipps für Radieschen:

Radieschen schmecken natürlich einfach so von der Hand in den Mund, aber auch dünn geschnitten auf Butterbrot oder gehackt in Quark. Mancher schätzt das Mini-Gemüse auch bissfest mit etwas Butter gedünstet als Beilage zu Fisch oder Geflügel. Achtung: Beim Garen verlieren die Radieschen ihre Farbe! Und dass Radieschen auch Salate optisch und geschmacklich aufwerten, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Rezepte mit Radieschen:

Rezepte mit Radieschen finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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