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Sternanis

Ein dekoratives Gewürz: Sternanis Ein dekoratives Gewürz: Sternanis

Nach den Sternen greifen? Sollten Sie ruhig öfter tun: Zumindest bei Sternanis ist das ganz einfach und lohnt sich unbedingt, denn das Gewürz hat viele besondere Kennzeichen.

Das sollten Sie über Sternanis wissen

Kein Gewürz sieht weihnachtlicher aus – und tatsächlich gehört Sternanis zu den klassischen Zutaten für Lebkuchen und Co. Auch in Chinagewürz-Mischungen und in Currypulver steckt fast immer gemahlener Sternanis. Trotzdem kennen die meisten von uns das dekorative Gewürz höchstens vom Sehen und verwechseln es sehr häufig mit Anis. Dabei haben sie außer im Namen wenig gemeinsam: Zwar erinnert der Geschmack von Sternanis leicht an den bekannteren Anis, aber sonst unterscheiden sich die beiden Gewürze nicht nur im Aussehen vollkommen. Botanisch gehören sie völlig verschiedenen Familien an: Anis stammt von einem Doldengewächs, Sternanis nennt man die Früchte eines asiatischen immergrünen Magnolienbaums. Die so genannten Balgfrüchte haben acht sternförmig angeordnete Taschen mit jeweils einem Samenkorn; gemahlen und verwendet wird beides.

Herkunft & Geschichte: Nicht ohne Grund heißt das dekorative, tropische Gewürz auch China Anis: Bereits vor rund 3000 Jahren schätzten die Chinesen den Sternanis als Würz- und Heilpflanze. Auch in Japan hat Sternanis seit Jahrtausenden Bedeutung; dort gilt der immergrüne Baum als heilig und steht oft in der Nähe von Tempeln. Nach Europa kam Sternanis viel später. Zwar brachte ihn Marco Polo um 1275 aus dem Reich der Mitte mit, doch bekannt wurde Sternanis dann erst gut weitere 300 Jahre später. Damals soll der Engländer Sir Thomas Cavendish das Gewürz von einer Reise auf die Philippinen mit nach England gebracht haben. Weitere Jahrhunderte vergingen, bis sich Sternanis als Gewürz durchsetzte. Bei uns in Deutschland kennt man ihn erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Geschmack: Sternanis schmeckt wie Anis ein bisschen nach Lakritze, aber dabei süß, würzig und leicht feurig.

Wie gesund ist eigentlich Sternanis?

Dass Sternanis speziell in der weihnachtlichen Festtagsküche und in der Asia-Küche so große Bedeutung hat, trifft sich gut. Denn er enthält wie Anis ein ätherisches Öl namens Anethol, das nachweislich fette, gehaltvolle und sehr scharfe Speisen bekömmlicher macht. Auch bei einem murrenden Magen, Bauchweh oder Übelkeit kann Sternanis helfen. Naturheilkundler setzen das Gewürz außerdem zur Linderung von Husten, Halsschmerzen und Bronchitis ein.

Einkaufs- und Küchentipps für Sternanis

Einkauf: Sternanis gibt es gemahlen zu kaufen, das Pulver verliert aber rasch an Aroma. Ganze Sterne halten sich sehr lange, sind aber etwas kostspieliger.

Lagerung: Damit das tolle Aroma möglichst lange erhalten bleibt, bewahrt man Sternanis möglichst geschützt vor Luft und Licht auf – am besten in einer gut verschließbaren Dose.

Vorbereitung: Ganzen Sternanis können Sie einfach mitgaren oder – zum Beispiel für ein selbst gemachtes Currypulver oder für die Weihnachtsbäckerei – frisch in einem Mörser zerstoßen.

Zubereitungstipps für Sternanis

Abgesehen von der Weihnachtsbäckerei gibt es noch viele andere Einsatzgebiete für dieses optisch wie kulinarisch verlockende Gewürz: Es veredelt beispielsweise Tee, Glühwein, Grog, Früchte-Kompotte, Liköre, Konfitüren und Puddings.

Besonders interessant schmeckt Sternanis jedoch, wenn man wie die Chinesen damit Herzhaftes würzt. Kenner und Experimentierfreudige peppen mit dem würzigen Stern gerne Schweinefleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte auf.

Zum Beispiel so:

Hähnchenfilet mit Sternanis (für 4 Portionen)

Je 2 TL gehackten Ingwer und durchgepresste Knoblauchzehe, 1 fein gehackte rote Chilischote, 3 EL Sojasauce, 3 EL Zitronensaft mit Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker verrühren. Über 4 Hähnchenbrustfilets gießen, 2 Stück Sternanis dazu geben, gut verschließen und vier bis acht Stunden oder länger im Kühlschrank marinieren. Dann Anis entfernen und die Filets in heißem Speiseöl braten.

Aber auch eher klassisch deutsche und europäische Gerichte wie Sauerbraten, Wildgerichte, Fischmarinaden, Rotkohl, Gulasch und dunkle Saucen profitieren von einem Hauch Sternanis.

Rezepte mit Sternanis:

Rezepte mit Sternanis finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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