Weißdorn | EAT SMARTER
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Weißdorn

Weiße Blüten, rote Beeren im Herbst: Weißdorn sieht nicht nur schön aus, sondern sorgt auch für gesunden Genuss. Schon Pfarrer Kneipp wusste, dass Weißdorn besonders für Herz und Kreislauf Gutes tut. Wissenswertes über Weißdorn und was man daraus alles machen kann, verraten wir Ihnen hier.

Das sollten Sie über Weißdorn wissen

Weißdorn-Früchte mit Blattgrün Den Weißdorn kennt jedes Kind, das je in einem Park gewesen ist und seine schönen, schneeweißen Blütendolden gesehen hat. Trotz des scheinbar eindeutigen Namens ist übrigens die rot blühende Variante – der sogenannte Rotdorn – keine eigene Art; er zählt botanisch ebenfalls zum Weißdorn und damit genauso zur weitverzweigten Familie der Rosengewächse.

Je nach Alter der Pflanze kann so ein Weißdorn ziemlich beachtliche Ausmaße erreichen. Er fängt aber klein als Strauch an und ist besonders beliebt als Heckenpflanze.

Dass man aus den Blüten und Blättern vom Weißdorn Tee zubereiten kann, haben viele noch von ihrer Oma gehört. Dass man die Früchte des Weißdorn gegart essen kann, wissen dagegen nur wenige. Unter der rot leuchtenden Schale verbirgt sich ein weißgelbes, mehliges Fruchtfleisch (daher der alte Zweitname „Mehlbeere“). Darin stecken 2-3 Steine, die man natürlich entfernt – und dann kann man Weißdornfrüchte wunderbar kochen oder dünsten und zu Leckereien verarbeiten.

Geschmack: Die Beeren vom Weißdorn schmecken süßsauer und sehr aromatisch. 

Herkunft: Weißdorn wächst im gesamten Mitteleuropa in Laubwäldern, Parks, Gärten sowie an Straßen und Wegen.

Saison: Von Mai bis Juni kann man die Blüten des Weißdorn pflücken, im Herbst ist dann Erntezeit für die dunkelroten Beeren. 

Wie gesund ist eigentlich Weißdorn?

Nur von wenigen Pflanzen lässt es sich so eindeutig sagen: Weißdorn ist geradezu unverschämt gesund! Und das mit Stumpf, Stiel samt Früchten – alle Pflanzenteile inklusive der Rinde kommen bei Weißdorn schon seit dem frühen Mittelalter in der Naturheilkunde zum Einsatz.

Zu den zahlreichen günstigen Effekten von Weißdorn gehören besonders seine Wirkung bei nervösen Beschwerden, Schlafstörungen, Schwindelgefühlen, Ohrensausen, Krämpfen, Gicht und Fieber. 

Vor allem anderen allerdings loben Heilkundige den Weißdorn als ebenso wirksames wie gut verträgliches Mittel bei Herz- und Kreislaufstörungen. Die Inhaltsstoffe von Weißdorn gleichen einen erhöhten Blutdruck aus, können die Blutgefäße vor Ablagerungen schützen, erweitern die Herzkranzgefäße und stärken die Zellen des Herzmuskels.

Die positiven Effekte für Herz und Kreislauf zeigen sich allerdings erst dann, wenn man regelmäßig Weißdorn zu sich nimmt. Wer bereits an Herz-Kreislauf-Beschwerden leidet, fragt am besten den behandelnden Arzt, ob und wie er Weißdorn einsetzen kann.

Es gibt übrigens auch Leute, die darauf schwören, dass Tee aus Weißdornblüten beim Abnehmen hilft. Erwiesen ist dies nicht, aber ausprobieren kann nicht schaden.

Die Früchte vom Weißdorn bringen alle genannten guten Eigenschaften mit, aber sozusagen on top noch mehr Gutes: Vitamin C, Provitamin A, den löslichen Ballaststoff Pektin sowie jede Menge zellschützender Stoffe mit Anti-Aging-Effekt machen die dunkelroten Beeren zu einem noch gesünderen Genuss.

Weißdorn – gut zu wissen

Das Mus aus frischen Früchten gilt in der Naturheilkunde und Volksmedizin als wirksames Hausmittel bei nervösen Beschwerden und Hitzewallungen in den Wechseljahren; außerdem soll es gegen Durchfall helfen. Ein Rezept dafür finden Sie unten auf dieser Seite.

Einkaufs- und Küchentipps für Weißdorn

Einkauf: Frische Blüten bzw. Früchte vom Weißdorn können Sie im Frühjahr bzw. Herbst einfach selbst von Sträuchern oder Bäumen pflücken. 

Getrocknete Pflanzenteile von Weißdorn wie Blüten, Blätter oder Rinde bekommen Sie in der Apotheke und in Reformhäusern. Fertigen Weißdorntee im Beutel gibt´s dort ebenfalls, man kann ihn aber auch in der Drogerie günstig erstehen.

Lagerung: Selbst gepflückte Blüten von Weißdorn direkt verwenden oder an der Luft trocknen lassen. Anschließend vor Staub und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Frische Weißdornfrüchte am besten ebenfalls möglichst bald verarbeiten.

Für getrocknet gekauften Weißdorn und Weißdorntee können Sie sich einfach nach den Empfehlungen auf der Packung richten.

Zubereitungstipps für Weißdorn

Zwar gilt Weißdorn vor allem als Naturheilmittel, aber aus den Blüten und besonders aus den Früchten kann man natürlich außerdem Leckeres zubereiten. 

Wie andere Früchte sind die Beeren vom Weißdorn z.B. eine perfekte Basis für fruchtige Marmelade, Gelees oder Kompott. Besonders schnell ist ein leckeres Mus aus Weißdorn fertig, das pur oder mit Marmelade gemixt klasse zu Brot und Brötchen passt oder Quark und Joghurt aufpeppt. 

So wird´s gemacht:
Weißdornbeeren gründlich waschen, in einen Topf geben und gut mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze 8 – 10 Minuten weich kochen, abgießen und durch ein Sieb streichen. Evtl. mit Agavensirup, Honig, Süßstoff oder anderer Süße nach Wunsch abschmecken. Abkühlen lassen und genießen!

Wenn Sie Weißdorn flüssig zu sich nehmen möchten, empfiehlt sich übrigens nicht nur der Tee: Ebenfalls einen Versuch wert sind außerdem Sirup oder Wein mit Weißdorn. 

Rezepte mit Weißdorn

Rezepte mit Weißdorn finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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