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Wels (Waller)

Wels © Andreas F. - Fotolia.com Wels © Andreas F. - Fotolia.com

Wer Wels nicht kennt, hat was verpasst – das meinen jedenfalls erklärte Fans dieses zu Megagröße heranwachsenden Süßwasserfischs. Könnte was dran sein, wie unsere Warenkunde zeigt.

Das sollten Sie über Wels wissen

Ganz schön imposant: Der Wels trägt seinen Titel als größter Süßwasserfisch Europas bei einer möglichen Gesamtlänge von 3 m und einem Gewicht von bis zu 150 kg absolut zu Recht. Zwar erreichen die auch „Waller“ genannten Fische mit dem walzenförmigen Körper nur selten solche Rekordmaße. Doch gibt es alle möglichen Legenden und auch immer wieder gruselige Gerüchte über Welse.

Die Geschichte von „Kuno dem Killerwels“ machte sogar in den USA Schlagzeilen: Im kleinen Mönchengladbacher Volksgarten-Weiher hatte ein Riesen-Wels im Oktober 2001 einen Dackelwelpen unter Wasser gezogen und verspeist. Klingt nach Schauermärchen, ist aber gar nicht so ungewöhnlich: Immerhin gehen sehr große Welse durchaus auch auf die Jagd nach Fröschen, Mäusen, Ratten und sogar Enten.

Normalerweise bevorzugt der Wels aber zumindest in jungem Alter als Nahrung Fisch, Insekten, Würmer, Schnecken und Krebse.

Berühmt wurde übrigens auch der sogenannte „Kiebinger Rekordwels“, den zwei Sportangler im Sommer 2000 aus dem Neckar gezogen haben sollen.

Ob dessen angebliche Länge von 2,49 m und das Gewicht von 89 kg nun wirklich Tatsache sind oder doch nur Anglerlatein, weiß niemand genau. Sowieso steht fest: Welse werden für den Verzehr in aller Regel gefangen, wenn sie noch jung und entsprechend noch eine moderate Größe haben. Das hat seinen ganz simplen Grund darin, dass der Wels dann am besten schmeckt.

Zur Beliebtheit von Wels bzw. Waller trägt sicher bei, dass sein festes weißes Fleisch fast grätenfrei ist. Auch geschuppt werden muss der schwarze Riese, der vorzugsweise in Teichen und Seen lebt, nicht.

Interessant für Kaviar-Fans: In Russland ist es tradition ell üblich, Welsrogen zu Kaviar zu verarbeiten.

Herkunft: Welse sind vor allem in Osteuropa heimisch, leben aber auch in Deutschland und in fast ganz West- und Südeuropa.

Ungarn gilt als Paradies für Welsfans. Dort züchtet man bevorzugt die ursprünglich aus Nordamerika stammende Zwergwelse (dort „catfish“ genannt) zu Riesen heran.

Wie gesund ist eigentlich Wels?

Es stimmt, dass Wels nicht gerade die kalorienärmste Form ist, Fisch zu essen. Immerhin bringt der Süßwasserfisch es auf durchschnittlich 11 g Fett pro 100 g – aber wie bei fettem Seefisch handelt es sich auch hier um durchaus „gutes“ Fett. Es setzt sich nämlich zusammen aus etwa 85 % einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren und nur rund 15 % gesättigten Fettsäuren.

Nährwerte von Wels pro 100 g  
Kalorien 162
Eiweiß 15 g
Fett 11 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Wels

Einkauf: Wer einen ganzen Wels auf den Tisch bringen möchte, muss angeln gehen – oder beim Händler vorbestellen. Frisches Welsfilet hingegen finden Sie mit etwas Glück im Herbst durchaus beim gut sortierten Fischmann. Ebenfalls zu haben und eine Delikatesse: gebeizter oder geräucherter Wels.

Lagerung: Wie alle frischen Fische sollten Sie auch Wels höchstens 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Vorbereitung: Einen ganzen Wels können Sie vom Fischhändler küchenfertig ausnehmen und vorbereiten lassen. Welsfilet brauchen Sie nur kurz abzuspülen und anschließend trockenzutupfen.

Zubereitungstipps für Wels:

Klassische Zubereitungsarten für Wels bzw. Waller sind vor allem in Österreich und Ungarn das Panieren in Bierteig mit anschließendem Ausbacken in heißem Fett.

Wem das zu mächtig ist, der kann aber Wels auch weniger wuchtig genießen: Grundsätzlich können Sie das feste Filet prima zum Braten oder Grillen nehmen und für alle Rezepte verwenden, bei denen sonst Zander zum Einsatz kommt.

Ein perfektes Beispiel dafür, dass man mit Wels besonders raffiniert kochen kann, ist auch unser Rezept für Wels mit Bacon und Feuerbohnen.

Rezepte mit Wels:

Rezepte mit Wels finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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