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Wildschweinfleisch

Wer Schweinefleisch mag, wird Wildschweinfleisch lieben! Es schmeckt viel herzhafter, ist garantiert rückstandsfrei und ganz unkompliziert in der Zubereitung.

Wildschweinfleisch © Cornerman - Fotolia.com Wildschweinfleisch © Cornerman - Fotolia.com

Das sollten Sie über Wildschweinfleisch wissen

Im Fachjargon von Jägern heißt das Wildschwein eigentlich „Schwarzwild“ – und das aus gutem Grund: Im Gegensatz zum rosafarbenen Hausschwein ist sein entfernter Verwandter rundum mit borstigem schwarzbraunem Fell behaart. Wer Wildschweinfleisch schon mal probiert hat, schwärmt meistens von seinem Geschmack und von der saftigen Konsistenz, die dem relativ hohen Fettgehalt zu verdanken ist. Trotzdem ist Wildschweinfleisch magerer als das von Hausschweinen.

Übrigens empfiehlt sich Wildschweinfleisch auch allen Genießern, die auf Bio stehen. Schließlich ernährt es sich ausschließlich von Früchten des Waldes wie z.B. Eicheln, Pilzen oder Bucheckern und lebt absolut artgerecht! Besonders begehrt ist das sehr zarte Wildschweinfleisch von sogenannten Frischlingen, also Wildschweinen bis zu 1 Jahr. Ab dem 2. Lebensjahr nennt man Wildschweine „Überläufer“; erwachsene Wildschweine ab 3 Jahren unterteilen Fachleute in „Bache“ (weiblich) und “Keiler“ (männlich).

Wildschweinfleisch von älteren Keilern oder Bachen ab 5 Jahren ist weniger zart als das von Frischlingen und jungen Wildschweinen und wird darum in der Regel nicht gebraten, sondern geschmort. Je nach Alter des Tiers variiert die Farbe des Fleischs von hell- bis dunkelrot.

Saison: Die Zeit für frisches Wildschweinfleisch von Keilern und Bachen beginnt bereits im Juni und dauert bis in den Januar. Frischlinge werden das ganze Jahr über gejagt.

Herkunft: Wildschweine leben fast überall in Europa, aber auch in Asien und Nordafrika.

Geschmack: Wildschweinfleisch schmeckt ähnlich wie das Fleisch von Hausschweinen, aber viel würziger und intensiver.

Wie gesund ist eigentlich Wildschweinfleisch?

Auch wenn man rotes Fleisch generell nicht öfter als 1–2 Mal die Woche essen sollte - Wildschweinfleisch darf es nach Ansicht von Experten gern sein, denn als von Natur aus schadstofffreies Fleisch aus artgerechter Haltung ist es grundsätzlich empfehlenswert. Wer auf seine Figur achtet, greift am besten zu Filet vom Wildschwein, das wie beim herkömmlichen Schweinefleisch am wenigsten Fettkalorien bringt.

Nährwerte von wildschweinfleisch pro 100g (im Durchschnitt)  
Kalorien 62
Eiweiß 19,5 g
Fett 9 ,3 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Wildschweinfleisch – gut zu wissen:

Auch wenn Sie sonst Ihr Filet gern rosa mögen – bei Schweinefleisch raten Experten zum Durchgaren, und das gilt genauso für Wildschweinfleisch. Grund ist, dass bei Wildtieren Krankheitserreger nie ganz ausgeschlossen werden können. Roh sollten Sie Wildschweinfleisch grundsätzlich nicht essen.

Einkaufs- und Küchentipps für Wildschweinfleisch

Einkauf: Achten Sie beim Kauf von Wildschweinfleisch auf festes, straffes Fleisch mit mattem, rötlichem Glanz und angenehmem Duft. Vorsicht, wenn Wildschweinfleisch eher unangenehm riecht: In diesem Fall stammt es höchstwahrscheinlich von Tieren, die während der Paarungszeit gejagt wurden und ist ungenießbar.

Wichtig: Wenn Sie Wildschweinfleisch direkt beim Jäger kaufen, lassen Sie sich von ihm unbedingt bestätigen, dass das Wildschweinfleisch auf Trichinen geprüft wurde.

Lagerung: Frisches Wildschwein können Sie bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Natürlich können Sie Wildschweinfleisch auch einfrieren. Sie sollten es aber innerhalb von sechs Monaten verbrauchen, weil es durch den relativ hohen Fettgehalt danach ranzig schmeckt.

Vorbereitung: Spülen Sie Wildschweinfleisch immer kurz unter fließendem Wasser ab und tupfen Sie es anschließend mit Küchenpapier gut trocken.

Zubereitungstipps für Wildschweinfleisch

Ob Koteletts, Schnitzel, Filet, Gulasch oder Wildschweinbraten: Grundsätzlich können Sie Wildschweinfleisch für alle Gerichte verwenden, die Sie sonst mit Schweinefleisch zubereiten, und dafür einfach die üblichen Rezepte nehmen. Als besonderer Leckerbissen gilt Wildschweinfleisch – ähnlich wie beim Schwein das Spanferkel – wenn es von Frischlingen stammt: Eine ganze Frischlingskeule gehört zu den kulinarischen Highlights im Herbst.

Rezepte mit Wildschweinfleisch:

Rezepte mit Wildschweinfleisch finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Das wäre alles gut, würden nicht Wildschweine den radioaktiven Fallout von Tschernobyl durch das Fressen von Hirschtrüffel signifikant erhöht in sich tragen. Von "garantiert Rückstandsfrei" kann hier für viele Regionen nicht die Rede sein. Und die Ämter machen auch nur Stichproben. Das eine Schwein kann sauber sein, dass andere nicht. Sorry, aber diese Information fehlt einfach.
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo Sebastian, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Gehalte von Dioxinen und Polychlorierten Biphenylen (PCB) im Muskelfleisch und in der Leber von wildlebenden Wildschweinen untersucht und das gesundheitliche Risiko für die Verbraucher bewertet. Das Ergebnis: Zwei bis zehn Wildmahlzeiten (Muskelfleisch) jährlich sind für den Verbraucher unbedenklich. Eine Gesundheitsgefahr besteht nur, wenn bis zu 90 Mahlzeiten inklusive Innereien verzehrt werden. Den ganzen Bericht dazu gibt es hier: http://www.bfr.bund.de/cm/343/dioxin-und-pcb-gehalte-in-wild-stellen-keine-gesundheitsgefahr-dar.pdf Viele Grüße, dein EAT SMARTER-Team