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Hilft Gelatine gegen Knochenverschleiß?

Nein, bestimmt nicht. Auch als Mittel gegen brüchige Nägel und Haarprobleme ist Gelatine nicht wirksam. Der klare Eiweiß-Extrakt aus Knochen und Häuten von Rindern und Schweinen gehört in die Küche, nicht ins Apothekenschränkchen. Gelatine bindet Flüssigkeiten und bringt sie zum Gelieren. Nutzen Sie ihre Eigenschaften für Wackelpeter und Sülze, aber erwarten Sie keinen Gesundheitseffekt.

Obwohl Gelatinepulver manchmal mit geschickten Formulierungen als wichtiges Mittel gegen Knochen- und Gelenkleiden angepriesen wird, spricht wissenschaftlich nicht das Geringste für solche Wirkungen.

Die Eiweißbestandteile der Gelatine sind zwar dieselben, die auch in menschlichen Knochen und in Knorpeln stecken, doch finden sich diese in zahllosen Lebensmitteln. Am Glauben einiger Menschen, ein Extrakt aus Tierknochen und -knorpeln könne die eigenen beschädigten Knochen reparieren, verdient der Hersteller viel Geld.

Doch die schmerzhaften Knochenkrankheiten entstehen keineswegs durch einen Mangel an bestimmten Eiweißstoffen, sondern haben andere medizinische Gründe.

Ausgerechnet Gelatine bietet übrigens eine verhältnismäßig schlechte Eiweißqualität und nützt deshalb dem Körper zum Aufbau eigener Eiweißstoffe nur wenig. Vegetarier, die aus ethischen Gründen auf Tierprodukte, also auch auf Gelatine, verzichten, können zum Gelieren genauso gut das Algenprodukt Agar-Agar verwenden.

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