Süße Sünden

Alles, was Sie über Eis wissen müssen!

154 Kugeln Eis hat jeder Deutsche 2009 im Durchschnitt geschleckt. Und beim Hitze-Sommer 2010 dürften es in diesem Jahr noch mehr werden. Sorten, Kalorien, Lagerung, neue Trends - wir sagen Ihnen, was Sie über den beliebten Sommersnack wissen müssen.

 

Feine Unterschiede: Was steckt im Eis?

Je nach Sorte stecken im Speiseeis Milch, Sahne, Wasser, Eier, Butter, Zucker und Zutaten für den speziellen Geschmack und die Farbe – zum Beispiel Aromen, Nüsse, Früchte, Schokolade und Farbstoffe. Wichtig sind die unterschiedlichen Bezeichnungen, denn sie sagen einiges über die Inhaltsstoffe aus. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Packung oder die Nachfrage beim Eishändler:

Die Cremigen 

Milcheis

Eis mit einem Milchanteil von mindestens 70 %

Cremeeis / Kremeis

enthält mindestens 50 % Milch 

Sahneeis / Rahmeis

aus Sahne hergestellt, mindestens 18 % Milchfettanteil

Eiskrem

muss mindestens 10 % Milchfett enthalten

Die Fruchtigen

Fruchteis

Mindestens 20 % Fruchtanteil, bei Zitrusfrüchten mindestens 10 %

Fruchteiskrem

muss mindestens 8 % Milchfett und einen deutlichen Fruchtgeschmack aufweisen

Sorbet

mindestens 25 % Fruchtanteil, bei Zitrusfrüchten mindestens 15 Prozent

Wassereis

Fettgehalt unter 3 %, Trockenmassegehalt aus süßenden und/oder anderen Geschmack gebenden Zutaten von mindestens 12 %

Die Schummler

Lediglich mit „Eis“ werden Speiseeisprodukte bezeichnet, die die Anforderungen der anderen Sorten nicht erfüllen! Ein Blick auf die Verpackung lohnt – denn hier werden oft Schummler-Sorten mit vielen künstlichen Geschmacksverstärkern und Milchersatz-Fetten getarnt. Im Supermarkt überwiegen diese schlichten Eis-Sorten inzwischen den normalen Varianten. Zudem ist oft jede Menge Luft und Wasser enthalten – auch das spart noch einmal Herstellungskosten. Übrigens: Der Packungshinweis „Mit Sahne verfeinert“ hört sich zwar gut an, sagt aber nicht wirklich viel aus. Um diesen werbewirksamen Zusatz auf die Eisverpackung setzen zu können, reicht schon ein Klecks Sahne im Eis. 

 

Starke Schwankungen: Kalorien & Fettgehalt

Die Kalorienbomben unter den Eissorten sind Sahneeis und Eis am Stiel mit Kakaohaltiger Fettglasur und durchschnittlich 17 Prozent Fettgehalt. Dahinter folgen normales Speiseeis mit  einem Fettgehalt von circa 8 Prozent und Milcheis mit einem Fettgehalt von ungefähr 3 Prozent. Fettfrei sind Fruchteis und Sorbet. Doch Vorsicht: Sie enthalten trotzdem viel Zucker. 

Kalorienbilanz der süßen Sünden (Kugel á 50 g):
1 Kugel Schokolade: ca. 120 Kalorien
1 Kugel Walnuss: ca. 119 Kalorien
1 Kugel Stracciatella: ca. 114 Kalorien
1 Kugel Vanille: ca. 100 Kalorien
1 Kugel Erdbeere: ca. 98 Kalorien
1 Kugel Zitrone: ca. 60 Kalorien

Wer auf seine schlanke Linie achtet löffelt das Eis aus dem Pappbecher,  statt aus der Waffel – das spart gut 200 Kalorien – und lässt die Sahne weg (Ersparnis: 70 Kalorien). 

Süße Angelegenheit: Der Zuckergehalt

Kaltes schmeckt weniger süß als normal temperiertes oder warme Speisen, deshalb enthält Eis besonders viel Zucker. Milch- und Sahneeis kommen im Schnitt auf circa 20 Gramm Zucker pro 100 Gramm, Wassereis sogar auf bis zu 25 Gramm. 

 

Eisvergnügen ohne Reue: Frozen Joghurt 

In den USA boomt das Geschäft mit Frozen Joghurt schon lange, Stars und Sternchen stehen Schlange vor den Shops und erfrischen sich gesundheitsbewusst mit gefrostetem Magerjoghurt aus dem Becher. Jetzt entdecken auch wir die eiskalte, figurfreundliche Erfindung: Frozen Johurt ist besonders fett- und kalorienarm. 100 Gramm schlagen mit lediglich 50 Kalorien zu Buche. Aufpeppen kann man den leicht säuerlichen Kalt-Kick mit frischen Früchten. Auch in Deutschland eröffnen nun die ersten Shops, unter anderem das Yoli in Berlin. Bis sich der Figurschmeichler-Eisersatz endgültig bei uns durchgesetzt hat, kann man ihn ähnlich auch Zuhause herstellen: Magerjoghurt mit etwas Zucker und je nach Geschmack pürierten Früchten verrühren, ins Eisfach stellen und alle 2 Stunden durchrühren.  

 

In der Diskussion: Kokos- und Palmfett

Steht auf der Packung EIS und nicht EISCREME ist das ein Hinweis dafür, dass Pflanzenfette wie Kokosfett oder Palmfett statt echter Milch, Sahne und Butter zur Herstellung benutzt wurden. Die Verwendung dieser Ersatzfette ist für die Hersteller wesentlich kostengünstiger. Auf der Zutatenliste steht dann meist „pflanzliche Öle und Fette“. Gerade über Palmöl wird momentan heftig diskutiert: Die große Nachfrage hat in den letzten Jahren zu Rodungen riesiger Regenwaldflächen geführt, um, beispielsweise in Indonesien und Malaysia, neue Ölbaumplantagen zu schaffen. 

 

Supermarkt-Eis: Richtig lagern und transportieren

Eis mag keine Temperaturschwankungen und sollte deshalb immer in Kühltaschen nach Hause transportiert und dort bei minus 18 Grad gelagert werden. Ist die Kühlkette erst einmal unterbrochen und das Eis aufgetaut, isst man es besser direkt auf. Erneutes Einfrieren führt zu Geschmacksverlusten. Solches Eis erkennt man am weißem Film, mit dem es überzogen ist. 

 

Eis aus der Eisdiele: Augen auf vorm Kauf

Beim Eiskauf in der Eisdiele kann man an leckere Gaumenfreuden und auch schwarze Schafe geraten. Die Sauberkeit lässt manchmal ziemlich zu wünschen übrig. Ein kurzer Blick über die Theke lohnt: am Eisportionierer kann man sehen, wie genau man es mit der Hygiene nimmt. Steht er in einer trüben Lache und wird nicht unter fließendem Wasser gespült, sollte man die Flucht ergreifen – eine Brutstelle für Keime!  Übrigens: „Aus eigener Herstellung“ muss nicht zwingend heißen, dass das Eis direkt vor Ort zubereitet wurde. Um so ein Schild aufhängen zu dürfen reicht es auch, wenn das Cafe sich von einer Fabrik beliefern lässt, die das Eis selbst herstellt. Am besten fragt man direkt nach, ob das Eis wirklich hausgemacht ist. 

 

EAT SMARTER-Tipp: Selbst gemacht schmeckt es doppelt gut! Probieren Sie unser fruchtiges Joghurteis, das leichte Kokos-Limetten-Eis, ein schnelles Beeren-Eis oder Erdbeer-Sorbet, oder erfrischen Sie sich mit den leichten Sorbet-Varianten aus Pfirsich und Mango

 
###ORIG_NEWS_TITLE###
Ihr Kommentar:
###ORIG_NEWS_TITLE###

Interessante Artikel über gesunde Ernährung und die neuesten Rezepte von EAT SMARTER finden Sie in unseren täglichen Newslettern - hier kostenlos bestellen!

Kommentare

Artikel kommentieren
Keine Kommentare
Alle ansehen

TIPPS FÜR HEUTE

TIPPS FÜR HEUTE
Heute kommt frischer Fisch auf den Tisch! Wir präsentieren unsere 100 beliebtesten Rezept-Ideen.
 

Eat Smarter News

Eat Smarter News
Damit Sie nichts verpassen, senden wir Ihnen auf Wunsch täglich zwei Newsletter: die "Rezept-Ideen des Tages" und unsere "Ernährungs-Tipps".

Eat Smarter Wissen

Unser heutiger Experten-Tipp

Prof. Dr. Joachim Westenhöfer, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
Prof. Dr. Joachim Westenhöfer,
Hochschule für Angewandte
Wissenschaften, Hamburg
Sind Süßigkeiten und salzige Knabbereien erlaubt?
So genannte Extras: nicht verbieten, sonst entsteht ein Heißhungergefühl von den Extras ein bestimmtes Kontingent gönnen - z.B. 7 Handflächen Chips in der Woche. Wenn es Extras sind, kommt es nicht darauf an

Entdecken Sie Eat Smarter

Entdecken Sie Eat Smarter
WERBEPARTNER