Alle Kohlsorten (Weiß-, Rot-, Rosen- und Grünkohl) sind kalorien- und fettarm, frei von Cholesterin und anderen Risikostoffen wie zum Beispiel den gichtfördernden Purinen (Harnsäure). Vor allem aber stellen diese preiswerten Wintergemüse vorzügliche Vitamin-C-Quellen dar, weil hier ein Teil des Vitamins erst beim Garen entsteht und nicht wie bei anderen Sorten durch den Garprozess verloren geht. Ebenfalls vorhanden: Beta-Carotin und Calcium. Insbesondere Grünkohl hat viel von dem knochenbildenden Mineral. In allen Kohlsorten sind Ballaststoffe reichlich vorhanden. Durch ihre Zusammensetzung fördern sie eine gesunde Darmflora und damit den im Darm angesiedelten Teil des Immunsystems. Kohl hilft gegen Magengeschwüre, denn er enthält Wirkstoffe, die Magen- und Darmschleimhäute schützen.
Die Forschung zeigt weitere aufregende Vorteile: Alle oben aufgezählten Kohlsorten enthalten Komponenten (Glucosinolate), die vor krebserregenden Substanzen schützen! Und zwar die Sorten am meisten, die am intensivsten nach Kohl riechen und schmecken.
Gut zu wissen
Nach einer kräftigen Kohlmahlzeit blubbert es bei fast jedem ein bisschen im Bauch, denn die reichlich enthaltenen Ballaststoffe werden im Darm durch Bakterien abgebaut. Wichtig für Kinder, Schwangere und Stillende aus küstenfernen südlichen Regionen: Im Kohl stecken Stoffe, die die Aufnahme des dort ohnehin sehr knappen Mineralstoffs Jod behindern.
EatSmarter EMPFEHLUNG:
Möglichst oft Kohl essen!
Kohlgerichte am besten mit jodiertem Kochsalz würzen. Nur bei Kropf und Unterfunktion der Schilddrüse sollten Sie diese Gemüsesorten seltener einplanen oder darauf verzichten, bis der Jodmangel behoben ist.