Was sind Ballaststoffe eigentlich? | EAT SMARTER
91
1
Drucken
1
Was sind Ballaststoffe eigentlich?Durchschnittliche Bewertung: 4.21591

Was sind Ballaststoffe eigentlich?

Erfahren Sie was Ballaststoffe sind. Erfahren Sie was Ballaststoffe sind.

Was sind Ballaststoffe? Der Begriff klingt erst einmal nicht besonders positiv - immerhin verstehen wir unter Ballast normalerweise etwas Überflüssiges. Aber lassen Sie sich davon nicht beirren: In diesem Fall ist mit dem Wort das Gegenteil gemeint. Unser Körper braucht Ballaststoffe, um gut zu funktionieren!

Was sind Ballaststoffe? Zugegeben: Als Mediziner diese Substanzen „Ballaststoffe“ tauften, glaubte man, dass sie nutzlos seien. Inzwischen weiß man aber längst, dass das Gegenteil stimmt. Ganz daneben lagen die Namensgeber trotzdem nicht, denn tatsächlich liefern Ballaststoffe dem Körper keine Nahrung. Bei ihnen handelt es sich nämlich um Gerüst- und Stützsubstanzen bzw. unverdauliche Fasern aus pflanzlichen Lebensmitteln (wie zum Beispiel Schalenteile von Getreide oder Obst), die der Körper nicht zur Energiegewinnung nutzen kann. Doch dafür haben diese Stoffe umso mehr andere günstige Effekte für unseren Körper, ohne die er nicht auskommen kann.

Was sind Ballaststoffe: Die Arten im Überblick

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Ballaststoffen: Lösliche Ballaststoffe stecken vor allem in Getreide und Hülsenfrüchten. Sie binden Flüssigkeit, quellen auf und vergrößern so ihr Volumen im Körper – was unter anderem dazu führt, dass wir ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl spüren. Unlösliche Ballaststoffe sind besonders in Obst und Gemüse enthalten (dazu zählen zum Beispiel das Pektin in Äpfeln oder das Inulin aus bestimmten Gemüsen) und wirken sich unter anderem positiv auf die Verdauung aus. Wichtig zu wissen: In tierischen Nahrungsmitteln kommen keine Ballaststoffe vor! Genau das ist ein wesentlicher Grund, warum Experten immer wieder betonen, dass wir möglichst reichlich Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte essen sollten.

Was sind Ballaststoffe: Ihre Wirkung

Weil man sie gut kauen muss und sie im Magen aufquellen, sättigen die Faserstoffe aus Getreide, Hülsenfrüchten und Gemüse gut und besonders nachhaltig. Auch der Verdauung tut eine ballaststoffreiche Ernährung gut: Ballaststoffe sorgen für eine gesunde Darmflora, können Verstopfung vermeiden und sogar vorbeugend gegen Darmkrebs wirken. Gleichzeitig binden Ballaststoffe bei ihrem „Marsch“ durch den Körper Giftstoffe aus der Nahrung, so dass diese keinen Schaden anrichten können.

Was sind Ballaststoffe: die positiven Effekte auf den Blutzuckerspiegel

Figurbewusste schätzen an Lebensmitteln mit hohem Ballaststoffanteil auch, dass sie den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen - das verhindert Heißhungerattacken. Gerade beim gesunden Abnehmen und schlank bleiben spielt noch ein weiterer Effekt von Ballaststoffen eine wichtige Rolle: Da sie auch Gallensäuren „aufsaugen“, sorgt der Körper fleißig für Nachschub im Blut. Dabei verbraucht er vermehrt Cholesterin - Ballaststoffe senken also den Cholesterinspiegel und schützen damit Herz und Gefäße. US-Studien mit 91.058 Männern und 245.186 Frauen ergaben sogar: Bei einer Erhöhung der Ballaststoffzufuhr um 10 Gramm pro Tag sinkt das Risiko eines Herzinfarkts um 16 Prozent. Darüber hinaus helfen Ballaststoffe dem Körper dabei, weniger Fett aufzunehmen und zu speichern, weil sie bestimmte Fett spaltende Enzyme bei der Arbeit ausbremsen. Weiteres Plus: Ballaststoffreiche Lebensmittel enthalten kaum Fett.

Was sind Ballaststoffe: Vorteile für die schlanke Linie

Ob Naturreis, Vollkornbrot oder Getreideflocken: Sie stecken voller Ballaststoffe und je mehr man davon isst, desto niedriger ist der Anteil von Fettgewebe im Körper. Besonders beim Bauchfett lohnt sich der Griff zu Vollkornprodukten. Forscher aus Logan (USA) stellten in einer Studie mit rund 430 Teilnehmern fest, dass Vollkorn-Fans selbst ohne Sport und Diät zu 2,4 Prozent weniger Körperfett und sogar 3,6 Prozent weniger Bauchfett auf die Waage bringen als Vollkornmuffel. Die Forscher vermuten, dass Vollkorngetreide einerseits durch den hohen Ballaststoffgehalt günstig aufs Gewicht wirken und andererseits einen positiven Einfluss auf Insulin- und Hormonspiegel ausüben. Mehr Antworten auf die Frage: "Was sind Ballaststoffe?" finden sie in unserem Ballaststoff-Special.



(Koe)

Schreiben Sie einen Kommentar
 
gut