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Blutzuckerwert bei Diabetes: Zu hohe Werte sind lebensgefährlichDurchschnittliche Bewertung: 3155

Diabetes

Blutzuckerwert bei Diabetes: Zu hohe Werte sind lebensgefährlich

Blutzuckerwerte bei Diabetes | © Kzenon - Fotolia.com Blutzuckerwerte bei Diabetes | © Kzenon - Fotolia.com

Der Blutzuckerwert entscheidet, ob ein Diabetes vorliegt oder nicht. Um sicher zu gehen, muss die Diagnostik vom Arzt durchgeführt werden.

Warum ist zu viel Zucker im Blut gefährlich?

Beim Typ-2-Diabetes - erworben durch mangelnde Bewegung und falsche, zuckerreiche Ernährung – ist die Bauchspeicheldrüse noch im Stande, das Hormon Insulin zu produzieren. Dieses Hormon dient dazu, den Zucker aus dem Blut (Glukose) in die Zellen einzuschleusen, um sie mit Energie zu versorgen. Die Zellen des Typ-2-Diabetikers reagieren aber kaum noch auf das Hormon, so dass sich dauerhaft zu viel Zucker im Blut befindet und die Blutgefäße schädigt. Mögliche Folgen: Durchblutungsstörungen der Beine, Nervenstörungen, Augenprobleme bis hin zur Erblindung, Nierenversagen, Schlaganfall und Herzinfarkt. Die Blutzuckerwerte bei Diabetes haben also eine immense Bedeutung für die Gesundheit.

Besonders genau: Der orale Glukosetoleranztest

Der Typ-2-Diabetes entwickelt sich über Jahre hinweg und verläuft zunächst meist ohne Symptome. Vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen oder unerklärlicher Gewichtsverlust zählen neben einer allgemein verminderten Leistungsfähigkeit zu den ersten Anzeichen. Besteht der Verdacht auf einen Diabetes, wird der Arzt den Blutglukosespiegel messen. Liegt er bei 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder darüber bzw. nüchtern gemessen bei 125 mg/dl oder mehr, so diagnostiziert der Arzt einen Diabetes. Am genauesten ist der sogenannte orale Glukosetoleranztest, bei dem der Patient eine genau festgelegte Menge Zuckersaft trinken muss. Zwei Stunden später wird dann der Blutzuckerwert gemessen. Liegt der Wert über 199 mg/dl, so liegt ein Diabetes vor.

Blutzuckerwerte bei Diabetes: Typ-1-Diabetiker müssen täglich mehrfach messen

Durch ausreichend Bewegung, Gewichtsabnahme und den Verzicht auf zuckerhaltige Lebensmittel lassen sich beim Typ-2-Diabetiker oft deutliche Besserungen und sogar Heilungen erreichen. Da reicht es meist, den Blutzuckerwert regelmäßig beim Arzt messen zu lassen. Bei Typ-1-Diabetikern aber produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr, sodass sie sich das Hormon spritzen müssen. Zuvor ist es aber stets notwendig, dass sie den Blutzuckerwert exakt bestimmen und sich eine dementsprechende Menge Insulin spritzen. Denn wesentlich ist, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit nicht zu sehr ansteigt (Schäden!) oder absinkt. In letzterem Fall, wenn der Blutzuckerspiegel unter 50 mg/dl sinkt, spricht man von einer Unterzuckerung, die zur Bewusstlosigkeit führen kann.

Gelegentliche Blutzuckermessung kann nicht schaden

Wer regelmäßig den Hausarzt aufsucht und sich durchchecken lässt, muss sich nur Gedanken machen, wenn plötzlich Symptome auftreten. Weniger aktive Arztgänger können in der Apotheke Teststreifen für einen einfachen Urintest kaufen. Weist das Testergebnis auf einen Diabetes hin, wird der Arzt einen Bluttest durchführen. Diese Blutzuckerwerte können den Harntest dann bestätigen, aber auch widerlegen. 

Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes können zu schwerwiegenden Schäden an den Blutgefäßen führen. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, den Blutzuckerwert bei Diabetes im Normalbereich zwischen etwa 60 und 140 mg/dl zu halten. Beim Typ-2-Diabetiker reichen oft Bewegung und zuckerarme Ernährung. Der Typ-1-Diabetiker muss mehrmals am Tag seinen Blutzuckerwert messen und Nahrungsaufnahme und Insulinspritzen sorgsam aufeinander abstimmen.

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