Diabetes und Ernährung: Ein Paar auf Gedeih und Verderb | EAT SMARTER
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Vorbeugen oder heilen

Diabetes und Ernährung: Ein Paar auf Gedeih und Verderb

Diabetes und Ernährung | © Jacek Chabraszewski - Fotolia.com Diabetes und Ernährung | © Jacek Chabraszewski - Fotolia.com

Diabetes und Ernährung haben viel miteinander zu tun. So entsteht Diabetes durch jahrelange falsche Ernährung und kann zu ernsten Spätfolgen führen. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung eignet sich eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung und einer ausgewogenen, gesunden Ernährung.

Falsche Ernährung und Bewegungsmangel führen zu Diabetes

Während der Diabetes Typ 2 früher als „Altersdiabetes“ bezeichnet wurde, tritt die Erkrankung heute zunehmend auch bei Jüngeren auf. Der Grund: Immer mehr Jüngere sind übergewichtig und bewegen sich zu wenig. Was die Ernährungsseite angeht, so machen Fachleute vor allem den zunehmenden Konsum von zuckerhaltigen Getränken, gezuckerter Fertignahrung und Weißmehlprodukten verantwortlich. Man nennt die Erkrankung daher auch „Zuckerkrankheit“ – Diabetes und Ernährung sind also eng miteinander verkoppelt.

Diabetes: die oft unerkannte Krankheit

In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der behandelten Typ-2-Diabetiker nahezu verdoppelt, so dass heute etwa jeder zehnte Deutsche unter der Krankheit leidet. Über Jahre hinweg verläuft ein Diabetes unbemerkt, da die Bauchspeicheldrüse den Blutzuckergehalt durch eine vermehrte Insulinproduktion zunächst noch im normalen Bereich halten kann. Erst wenn ihr dies nicht mehr gelingt, zeigen sich meist Müdigkeit und Leistungsabfall als erste Symptome. 

Die gefährlichen Spätfolgen der Zuckerkrankheit

Auf Dauer erhöhte Blutzuckerspiegel schädigen die kleinen und großen Blutgefäße, deren Wände sich verdicken und ihre Elastizität verlieren. Die Folge davon können Durchblutungsstörungen der Beine sein (sogenannter diabetischer Fuß), Nervenstörungen (z.B. diabetische Polyneuropathie), Augenprobleme bis zur Erblindung, Nierenversagen, Schlaganfall und Herzinfarkt.

Diabetes und Ernährung: Vorbeugung ist einfach

Wer dem Diabetes vorbeugen oder einem bestehenden Diabetes Typ 2 ohne Tabletten zu Leibe rücken möchte, kann dies auf sehr einfache Weise tun. Neben regelmäßiger Bewegung – idealerweise mindestens viermal pro Woche Ausdauersport für jeweils 30 Minuten – ist gesunde Ernährung das Nonplusultra.

Zuckerhaltige Limonaden, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte sollten die Ausnahme sein, nicht die Regel. Essen Sie viel frisches Obst, Gemüse und Vollkornbrot statt Toast und Brötchen. Als gesunde Getränke kommen Fruchtsäfte, Mineralwasser sowie Tee in Frage. 

Grundregeln für die Diabetikerernährung

Im Prinzip sind die Grundregeln einer gesunden Ernährung für Diabetiker und Gesunde damit identisch. Bei Gesunden allerdings rächen sich Ernährungssünden erst Jahre später – z.B. durch die Entwicklung eines Diabetes. Der Diabetiker-Körper dagegen ist weniger fehlertolerant! Für Gesunde wie Diabetiker gilt, dass 50 - 60% des Kalorienbedarfs aus Kohlenhydraten, 25 - 30% aus Fett und 15 - 20% aus Eiweiß gedeckt werden sollten. Für die Energieversorgung sind komplexe Kohlenhydrate ideal, etwa aus Kartoffeln, Vollkornprodukten oder Vollkornreis. Als Fettquellen kommen optimalerweise Seefisch und pflanzliche Öle in Frage, für die Deckung des Eiweißbedarfs ebenfalls Fisch sowie Milchprodukte. Wichtig auch ausreichend Obst und Gemüse, sowohl der Vitamine wegen als auch der Ballaststoffe. Sie suchen einen konkreten Ernährungsplan für Diabetiker? Klicken Sie hier!

Video: Wie kann ich es vermeiden, an Diabetes Typ 2 zu erkranken?

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Softdrink ist nicht gleich Lightprodukt, nicht wahr?! Denke, da liegt eine Verwechslung vor.
 
Entschuldigung, aber man nennt den Diabetes nicht Zuckerkrankheit weil zuviel Zucker verzehrt wurde. Jeder Mensch hat Zucker im Blut, sonst wäre ein Leben nicht möglich. Natürlich steigert eine schlechte Ernährung und Übergewicht das Risiko für einen Typ 2 Diabetes , schlechte Ernährung steigert das Risiko für so einiges. Dieser Artikel trägt leider wieder dazu bei , das es in der Gesellschaft heißt : " Diabetes selber Schuld". Es gibt genügend Menschen mit Diabetes die sich genügend bewegen und sich gesund ernähren, es aber leider durch erbliche Vorbelastung bekommen. In der Überschrift wurde auch nur das Wort Diabetes genannt, ohne Typ Bezeichnung . Es ist für mehrere tausend Typ 1 er , was im übrigen eine genetischbedingte Autoimmunerkrankung ist nicht wirklich toll wenn das nicht dazu geschrieben wird, dadurch müssen sich selbst Kinder ständig in ihrem Umfeld rechtfertigen, warum sie denn Diabetes haben ob sie zuviel Süsses gegessen haben. Find den Artikel sehr unglücklich geschrieben und ehrlich gesagt mit sehr wenig Fachwissen, leider.
 
So wenig Zucker und dazu gehören auch Fruchtzucker, wie möglich. Darum ist die Aussage, viel frisches Obst, für Diabetiker fatal...das meiste Obst hat einen hohen Zuckeranteil, Bananen - orangen usw. gehören dazu, sie haben einen der höchsten Fruchtzuckergehalte in de Obstwelt..... Also so wenig wie möglich davon..Apfel - Kiwi - Melone...eher... Und diese auch nicht als Zwischenmahlzeit sondern entweder als eigene Mahlzeit oder zu einem anderen Essen dazu. Vollkornbrot ist auch oft zuckerhaltiger wie normales Brot...wenngleich sicherlich oft besser für die Verdauung. Schaut mal auf die Produktangaben. Wenig Fett? dafür oft viel Zucker. Viel Fett, oft wenig Zucker....daher schaue ich (habe Diabetes TypII)letztendlich gar nicht mehr so viel auf Fett, sondern immer darauf wieviel Zucker. Letztendlich geht alles in Maßen....auch Kuchen und Süsses, wenn es abundzu zu den Mahlzeiten gegessen wird. Nicht zwischendurch, zumindest für die Diabetiker nicht...der Blutzuckerspiegel muss sich zwischen den Mahlzeiten senken können..was def. nicht geht, wenn zwischendurch, auch gesunde Sachen gegessen werden... Der obige Text hat also einige Unwahrheiten drin...!!
 
Zitat:"Als gesunde Getränke kommen Fruchtsäfte, Mineralwasser sowie Tee in Frage." Fruchsaft als gesundes Getränk, gerade bei Diabetes?! Fruchtsaft enthält mehr oder zumindest genauso viel Zucker wie Softdrinks. Und gerade Diabetiker sollten doch auf schnell lösliche Kohlenhydrate verzichten, da daduch der Blutzuckerspiegel sehr schnell und sehr hoch ansteigt. Ist der Artikel von einem Volantär geschrieben worden? Jedenfalls aber von jemandem, der keine umfassenden medizinischen und/oder ernährungswissenschaftlichen Kenntnisse hat.
 
Auch Sie Nachtigallfan irren sih bezüglich der "Soft-Getränken" Diese geben die Information "jetzt kommt Süsses" an die Bauchspeicheldüse: jetzt Insulin ausschütten". Deshalb werden diese synthetischen Süss-Stoffe auch bei der "Tiermast" eingesetzt, damit die "ARMEN Viecher" rasch zunehmen,dasie dauernd das Bedürfnis verspüren HUNGER, FRESSEN, HUNGER, FRESSEN und damit sind diese Kreaturen schneller auf dem schlachtreifen Gewicht. Genauso verhält es sich bei "der Krönung der Schöpfung" schon im jugendlichen Alter! Weshalb gibt es immer mehr Jugendliche die an Adipositas leiden, obwohl diese meistens zu den sog. Soft-Produkten greifen?

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