Diabetes Typen – eine Krankheit, viele Varianten | EAT SMARTER
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Diabetes

Diabetes Typen – eine Krankheit, viele Varianten

Diabetes Typen | © Daniel Fleck - Fotolia.com Diabetes Typen | © Daniel Fleck - Fotolia.com

Warum entsteht Diabetes und wie ist er zu behandeln? Die Einteilung in Diabetes Typen gibt Auskunft.

Welche Diabetes Typen gibt es überhaupt?

Es gibt Ursachen für Diabetes und es gibt unterschiedliche Arten ihrer Behandlung. Dementsprechend werden die verschiedenen Diabetes Typen auch eingeteilt.

Wie sieht die Einteilung nach Ursachen aus?

Seit 2009 teilt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) die Diabetes Typen in vier große Gruppen nach ihren Ursachen ein:

  • Typ 1: durch eine Autoimmunerkrankung
  • Typ 2: Insulinresitenz
  • Typ 3: fasst verschiedene Diabetesursachen zusammen, die nicht Typ 1 und 2 zuzuordnen sind. Dazu zählen u.a. hormonelle Störungen oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • Typ 4: Gestationsdiabetes, auch als Schwangerschaftsdiabetes bekannt, beruht auf einer Glukoseintoleranzstörung

Wie sieht die Einteilung der Diabetes Typen nach Behandlungsart aus?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat außerdem eine Klassifizierung vorgenommen, die Aussagen zur Art der Behandlung machen – also wie ein Patient behandelt werden muss Ursachen ein:

  • ND:  Non-Diabetic; Nicht-Diabetiker
  • IGT: Impaired glucose tolerance; Gestörte Glucosetoleranz. Die Betroffenen sind nicht auf Tabletten und Insulin angewiesen
  • NIR: Non Insulin requiring; Kein Insulinbedarf. Die Basistherapie (Ernährung und Bewegung) sorgen nicht mehr für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel, Medikamente kommen zum Einsatz.
  • IRC: Insulin requiring for control; Insulinbedarf zur Unterstützung. Körpereigenes Insulin ist zwar noch vorhanden, reicht aber nicht mehr aus. Insulin muss unterstüzende gespritzt werden.
  • IRS: Insulin requiring for survival; Insulinbedarf zum Überleben. Insulin muss zwingend gespritzt werden.

Ist die Zuordnung immer eindeutig?

Leider ist die richtige Zuordnung eines Betroffenen nicht immer richtig. Die Folgen sind nicht selten eine falsche Behandlung. So gibt es z.B. eine Sonderform des bekannten Diabetes Typ 1, den sogenannten LADA („Latent Autoimmune Diabetes of the Adult“), ein latenter Autoimmundiabetes des Erwachsenen. Das Immunsystem bei diesem Diabetes Typen zerstört zwar wie beim bekannten Typ 1 auch die insulinproduzierenden Zellen, nur sehr viel langsamer. Patienten müssen nicht zwangsläufig mit Insulin versorgt werden und gelten deshalb fälschlicherweise als Typ 2. Auch der MODY, Diabetes Typ 3, wird oft falsch eingeteilt. Er tritt im Kindesalter auf, ist aber kein Typ 1 und auch kein verfrühter Typ 2, obwohl er nicht auf Insulin angewiesen ist.

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