Helfen fettarme Lebensmittel beim Abnehmen? | EAT SMARTER
9
0
Drucken
0
Helfen fettarme Lebensmittel beim Abnehmen?Durchschnittliche Bewertung: 2.8159

Fett

Helfen fettarme Lebensmittel beim Abnehmen?

Fettarme Lebensmittel | © mythja - Fotolia.com Fettarme Lebensmittel | © mythja - Fotolia.com

Abnehmen fängt schon beim Einkauf an, denn im Supermarkt gibt es viele Dickmacher. So landen nur fettarmen Lebensmittel im Einkaufswagen.


1. Zugreifen beim Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.

Gemüse, Kartoffeln und Salate enthalten weniger als 0,5 % Fett, dafür aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Wasser und sollten daher immer den größten Teil des Einkaufs ausmachen. Auch Getreide wie Dinkel, Weizen, Roggen, Reis, Gerste und Hülsenfrüchte sind mit 2 % Fett figurfreundliche Sattmacher, auch, weil ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen beim Abnehmen hilft. 

2. Etikett studieren an der Kühltheke

Nirgends ist das Angebot an vermeintlich mageren Produkten größer als bei Joghurt, Milch(drinks), Käse oder abgepacktem Brotbelag. Ebenso vielfältig sind die Werbebotschaften und Begriffe. Ganz wichtig zu wissen: Nicht jedes der Diätprodukte ist auch kalorienreduziert. Die Verbraucherzentrale klärt auf: Als „kalorienarm“ darf ein Produkt nur bezeichnet werden, wenn es als festes Lebensmittel nicht mehr als 40 kcal je 100 g oder als flüssiges Lebensmittel nicht mehr als 20 kcal je 100 ml enthält. Seit dem 1. Juli 2007 definiert eine neue EU-Verordnung die Anforderungen an  ,Light Produkte‘. Lebensmittel mit dieser Kennzeichnung müssen 30 Prozent weniger Kalorien, Fett, Zucker oder Alkohol enthalten als das Originalprodukt. Das bedeutet jedoch nicht, das jedes Light-Produk auch zum Abnehmen taugt, denn Light-Chips enthalten immer noch 24 g Fett pro 100 g und die gleiche Menge Light-Salami zahlt mit rund 19 g Fett viel höher auf das Fettkonto ein, als 100 g Kassleraufschnitt. Auch die Kennzeichnung „Diät“ steht also nicht automatisch für „figurfreundlich“,  sondern deklariert eine Produktgruppe für Personen mit besonderen Ernährungsanforderungen bestimmt sind – wie etwa für Menschen, die an Diabetes  oder Fettstoffwechselstörungen leiden. Die Verbraucherzentrale Hamburg untersuchte im April 2008 fünfzehn Produkte mit dem Aufdruck „Diät“. Alle enthielten bis zu 10 Prozent mehr Kalorien und 66 Prozent mehr Fett als vergleichbare normale Produkte. Tipp: Ein Blick auf die Nährstofftabelle des Etikettes verrät wie viele Kalorien, Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate tatsächlich im Lebensmittel stecken. Bei Milchprodukten reduzieren Hersteller zwar oft den Fettgehalt, damit es aber trotzdem schmeckt, wird mehr Zucker eingesetzt und für den sahnigen Geschmack kommen Aromastoffe, Phosphate oder andere Emulgatoren ins Produkt. 
Wer darauf verzichten will, sollte pure Varianten wählen und diese durch frische Früchte selbst aufpeppen. 

3. Geschickt wählen bei Fleisch und Wurst

Hier gilt: Beim naturgewachsenen Stück sieht man das Fett. Weniger als 5 % Fett enthalten die Brust  vom jungen Geflügel (Truthahn, Huhn, Taube, Fasan) sowie Kalbfleisch und Wild (Hase, Reh, Hirsch, Wildschwein). Weniger als 10 % im Filet, Schnitzel und Kassler vom Schwein sowie Rind. Wer statt gemischtem Hackfleisch (aus Schwein und Rind) mageren Tartar bestellt, spart pro Portion (200 g) Fleisch zum Beispiel 18 g Fett. Lammkotelett enthält mehr als dreimal so viel Fett wie das Filet. Auch beim Aufschnitt sind naturgewachsene Sorten wie zum Beispiel Geflügelbrustaufschnitt, Schinken (ohne Fettrand), Kassler oder Roastbeef absolut diättauglich. Wer allerdings nicht auf Leberwurst, Salami oder Mortadella verzichten will, sollte fettreduzierte Varianten wählen, denn hier wurde Fett durch mageres Fleisch ersetzt.

4. Versteckte Fette in Fertiggerichten

Marinierte Garnelen, Backfisch, Pizza, Nudelpfanne: Die Auswahl in den Kühltruhen wird immer größer. Auch hier kommt der figurbewusste Einkäufer nicht um einen Blick auf die Nährstofftabelle des Produktes herum, wenn er fettarme Lebensmittel kaufen will. Faustregel: Je höher der Gesamtkaloriengehalt pro 100 Gramm, desto schlechter für die Figur. Und:
Stehen Sahne, Butter & Co an erste Stelle bei den Zutaten, ist meist auch viel Fett enthalten. 

5. Sparsam sein bei süßem Seelenfutter

Auch bei Süßigkeiten, Knabbereien, Gebäck und Eis gibt es fettarme Lebensmittel. Gummibärchen, Lakritz und Fruchtbonbons enthalten kaum Fett. Ein Schokokuss ist enthält nur 5 g Fett. Fruchteis ist quasi fettfrei. Und zur Sahne-Schokolade ist der Schokokuss die fettarme Alternative. Selbst beim Kauf von Kuchen kann man viele Kalorien sparen, wenn man Buiskitt und Hefegebäck, statt Sahnetorte, Streuselkuchen oder frittierte Backwaren kauft. Was man aber wissen muss: Sämtliche fettarme Naschereien enthalten meist viele einfache Kohlenhydrate und schlagen so, in großen Mengen verzehrt, dennoch auf die Hüfte.

Ähnliche Artikel
Light-Produkte helfen nicht beim langfristigen Abnehmen. Wenn Sie erfolgreich abnehmen wollen, geht das nicht ohne Änderung Ihrer Lebens- und Essgewohnheiten.
Schlank sein fängt schon beim Einkauf an. Denn im Supermarkt liegen jede Menge Dickmacher in den Regalen. Und viele von ihnen sind auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar. EAT SMARTER nimmt Sie mit auf Shoppingtour, stellt die fiesesten Diätfallen vor und präsentiert clevere Einkaufstipps für smarte Genießer.
Kann man durch Light-Produkte abnehmen?
Lässt sich durch Light-Produkte abnehmen? Wir verraten Ihnen die ganze Wahrheit! Hier bei EAT SMARTER.
Schreiben Sie einen Kommentar