Glutamat als Geschmacksverstärker – harmlos oder gefährlich? | EAT SMARTER
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Thema Glutamat

Glutamat als Geschmacksverstärker – harmlos oder gefährlich?

In vielen Speisen enthalten: Glutamat als Geschmacksverstärker. © carla9 - Fotolia.com In vielen Speisen enthalten: Glutamat als Geschmacksverstärker. © carla9 - Fotolia.com

Glutamat als Geschmacksverstärker ist für die einen ein tolles Würzmitel, andere halten es für gesundheitsschädlich.

Glutamat als Geschmacksverstärker – wer hat´s erfunden?

Glutamat als Geschmacksverstärker ist bis heute sehr umstritten. Befürworter von Glutamat loben den Zusatzstoff als besondere Würze für ein besseres Geschmackserlebnis, Kritiker halten es für ein Teufelszeug, das Krankheiten hervorrufen kann. Glutamat kommt aber auch auf natürliche Weise im menschlichen Körper vor. Als Aminosäure nimmt Glutamat eine bedeutende Rolle im Stoffwechsel ein und ist für das Gehirn sehr wichtig. Glutamat als Geschmacksverstärker wurde im Jahr 1908 vom Japaner Kikunae Ikeda erfunden. Der Chemiker extrahierte aus Seetang Mononatriumglutamat. Dieses weiße Pulver bot einen besonders würzigen Geschmack, den Ikeda als „umami“ bezeichnete, was übersetzt so viel wie „herzhaft“ bedeutet.

Glutamat als Geschmacksverstärker: Verändert es den Geschmack?

Heutzutage wird Glutamat als Geschmacksverstärker in riesigen Mengen industriell hergestellt. Es wird den Lebensmitteln als weißes Pulver beigemischt, um den Speisen eine würzige Note zu geben und sie schmackhaft zu machen. Glutamat als Geschmacksverstärker findet sich am häufigsten in Fertiggerichten, Suppen, Soßen, Fleischprodukten und Brühwürfeln. Menschen, die sich häufig von solchen Produkten ernähren, empfinden oftmals frisch zubereitete Speisen als „fade“ an und würzen gerne mit Salzigem nach. Glutamat als Geschmackverstärker macht maßlos Glutamat wird vom menschlichen Körper produziert. Es ist eine Aminosäure, die im Stoffwechsel eine wichtige Rolle einnimmt. Als Botenstoff im Gehirn ist Glutamat zudem für die Signalübertragung im Gehirn sehr wichtig. Künstlich hergestelltes Glutamat als Geschmacksverstärker ist jedoch für den Körper nicht notwendig. Im Gegenteil, Kritikern zufolge können ein übermäßiger Verzehr von Glutamat Krankheiten wie Parkinson und Demenz auslösen. Zudem soll Übergewicht eine weitere Folge sein: Die appetitanregende Wirkung verleitet zum übermäßigem essen.

Glutamat als Geschmacksverstärker: Fazit

Lebensmittel mit Glutamat als Geschmacksverstärker sollten möglichst wenig verzehrt werden, da sie den natürlichen Geschmack verändern können. Zudem kann Glutamat als Geschmacksverstärker im Essen Übergewicht fördern. Vor allem Fertiggerichte und Tütensuppen sollten vermieden werden, in denen besonders viel Glutamat steckt. Besser: Lebensmittel selbst zubereiten und mit frischen Kräutern würzen.

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