Von Gewichtsverlust bis Müdigkeit: Gluten-Intoleranz | EAT SMARTER
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Von Gewichtsverlust bis Müdigkeit: Gluten-Intoleranz

© Johanna Mühlbauer - Fotolia.com © Johanna Mühlbauer - Fotolia.com

Gluten-Intoleranz macht Betroffenen vor allem durch Erbrechen und Durchfall zu schaffen. Die Lebensmittelunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt, zieht eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut nach sich.

Gluten-Intoleranz führt meist zum Klo

Das nächste Toilettenhäuschen muss immer in Reichweite sein: Gluten-Intoleranz macht Betroffenen vor allem durch Erbrechen und Durchfall zu schaffen. Die Lebensmittelunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt, zieht eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut nach sich. Der Grund der Krankheit ist Klebereiweiß, also Gluten. Die Unverträglichkeit ist eine so genannte Autoimmunerkrankung, bei welcher der Körper Abwehrstoffe gegen das eigene Gewebe bildet.

Ein Leid mit vielen Namen

Wissenschaftlich hat die Gluten-Intoleranz viele Namen. Forscher nennen sie glutensensitive oder gluteninduzierte Enteropathie, intestinaler Infantilismus oder einheimische Sprue. Wie stark das Leiden ausgeprägt ist, hängt individuell von den Betroffenen ab. Fest steht allerdings, dass eine Gluten-Intoleranz nicht heilbar ist. Patienten können ihr nur entgegentreten, indem sie auf Lebensmittel mit dem Wirkstoff verzichten.

Wie entsteht Zöliakie?

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Es ist vor allem in vielen Getreidesorten enthalten. Wenn der Mensch sie zu sich nimmt, entzündet sich die Dünndarmschleimhaut – meist werden dann die Darmepithelzellen zerstört. Dadurch kann der Körper Nährstoffe schlechter aufnehmen. Er verdaut sie nicht mehr, sie verbleiben im Darm. Die Unverträglichkeit ist oft erblich. Kinder, deren Eltern oder Geschwister erkrankt sind, haben ein Risiko von circa zehn Prozent, ebenfalls an Zöliakie zu erkranken.

Von Gewichtsverlust bis Müdigkeit: Symptome von Gluten-Intoleranz

Die Symptome der Zöliakie unterscheiden sich je nach Patient. Deshalb ist eine sichere Diagnose oft schwierig. Bei jüngeren Betroffenen ist sie oft schneller festzustellen als bei älteren. Folgende Anzeichen lassen auf eine Gluten-Intoleranz schließen: Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit und sogar Depressionen.

Die einzige Medizin ist eine Diät

Die Behandlung der Unverträglichkeit ist wichtig, weil sie unbehandelt unter anderem die Gefahr von Lymphknoten-Krebs erhöht. Aber auch das körperliche und geistige Wohlbefinden ist dauerhaft beeinträchtigt, wenn die Erkrankung nicht erkannt und ihr nicht entgegengewirkt wird. Die Behandlung besteht derzeit aus einer glutenfreien Diät. Nur sie verbessert den Gesundheitszustand. Betroffene sollten sich deshalb Hilfe von Ernährungsberatern suchen, die sie in der ersten Zeit der Nahrungsumstellung begleiten.

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