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Zöliakie: Nur glutenfreie Ernährung hilft

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Viele Menschen leiden unter der Unverträglichkeit von Gluten. Ist die Diagnose sicher gestellt, ist es unbedingt notwendig, sich strikt glutenfrei zu ernähren.

Zöliakie: Nur glutenfreie Ernährung hilft

Viele Menschen leiden unter Zöliakie, der Unverträglichkeit von Gluten. Ist die Diagnose sicher gestellt, ist es unbedingt notwendig, künftig alle glutenhaltigen Produkte zu meiden, sich also strikt glutenfrei zu ernähren. Die Unverträglichkeit wird lebenslang bestehen, Heilungsmöglichkeiten sind derzeit nicht bekannt. Deshalb ist eine Diät unabdingbar.

Betroffene können auf Hilfe zählen

Dr. med. Sigrid Steeb, Fachärztin für Ernährungsmedizin, erklärt: „Unter streng glutenfreier Kost verschwinden die Beschwerden bei Jüngeren prompt; bei Älteren dauert es manchmal einige Wochen.“ In ihrem Ratgeber „Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ rät die Expertin dazu, eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen. Der behandelnde Arzt kann entsprechende Kontakte vermitteln. „Zum Thema Zöliakie gibt es außerdem eine Vielzahl von Ratgebern und Kochbüchern“, informiert die Expertin.

Die Ähre zeichnet glutenfreie Produkte aus

Auf Gluten verzichten zu müssen löst bei vielen Betroffenen zunächst großes Unbehagen aus. Dabei hat sich die Industrie gut auf die Nahrungsmittelunverträglichkeit eingestellt: Viele Produkte tragen das Symbol einer durchgestrichenen Ähre. Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft hat dieses Zeichen als Erkennung für glutenfreie Lebensmittel eingeführt. Die Medizinerin Sigrid Steeb rät, bei allen anderen Produkten aufmerksam das Zutatenverzeichnis zu lesen. „Seit Inkrafttreten der Allergiekennzeichnungsverordnung muss neben häufigen Allergieauslösern auch Gluten auf der Verpackung ausgewiesen sein.“

Glutenfreie Ernährung beginnt im Kopf

Wer einer strengen Diät folgen muss, sollte sich zunächst bewusst machen, dass der Verzicht auf den Stoff das gesamte Wohlbefinden steigern kann. Deshalb ist eine Umstellung der Gewohnheiten so wichtig. Eine glutenfreie Ernährung muss dennoch keinen Verzicht auf Genuss bedeuten - viele Nahrungsmittel sind von Natur aus glutenfrei. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Viele Obst und Gemüsesorten wie Kartoffeln
  • Milch, Naturjogurt, Quark, Butter
  • natürlicher Frischkäse, Mozarella in Salzlake
  • Fleisch
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Zucker, Honig, Konfitüre, Ahornsirup
  • Eier
  • Reis, Mais
  • Hirse, Buchweizen
  • Tofu, Sojamilch
  • Wein, Sekt

Unverarbeitet und ohne Zusätze können diese Nahrungsmittel der Deutschen Zöliakie Gesellschaft zufolge bedenkenlos gegessen werden.

Verbote zwischen Bier und Knödeln

Leider gibt es einige Produkte, die eine glutenfreie Ernährung ausschließt. Dazu gehören Getreide wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Grünkern und Dinkel. Folgende Lebensmittel enthalten Zusätze dieser Getreidearten: Weizenmehl, Grieß, Stärke, Paniermehl, Graupen und viele Teigwaren. Gluten ist meist auch in diesen Produkten enthalten:

  • Pizza, Nudeln, Knödel
  • Kuchen, Torten, Kekse
  • Bier
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