Zöliakie: Der Körper revoltiert gegen Gluten | EAT SMARTER
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Zöliakie: Der Körper revoltiert gegen Gluten

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Zöliakie macht Betroffenen das Leben schwer. Die Lebensmittelunverträglichkeit zieht eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut nach sich. Der Grund der Krankheit schlummert in fast allen Getreidesorten: Klebereiweiß, auch Gluten genannt.

Zöliakie: Der Körper revoltiert gegen Gluten

Der Magen grummelt, Appetit will schon lange nicht mehr aufkommen und das nächste Klo muss immer in Reichweite sein: Zöliakie macht Betroffenen das Leben schwer. Die Lebensmittelunverträglichkeit zieht eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut nach sich. Der Grund der Krankheit schlummert in fast allen Getreidesorten: Klebereiweiß, auch Gluten genannt. „Bei der Zöliakie handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern um eine so genannte Autoimmunerkrankung“, erklärt Dr. med. Sigrid Steeb, Fachärztin für Ernährungsmedizin. Das bedeutet, dass der Körper Abwehrstoffe gegen das eigene Gewebe bildet.

Viele Namen, ein Leiden

Wissenschaftler haben der Zöliakie bereits viele Namen gegeben. Sie tritt auf als glutensensitive oder gluteninduzierte Enteropathie, als intestinaler Infantilismus oder einheimische Sprue. Manch Mediziner nennt sie auch schlicht Glutenunverträglichkeit oder Heubner-Herter-Krankheit, benannt nach dem verstorbenen Mediziner Johann Otto Leonhard Heubner. Er gilt als einer der Väter der Kinderheilkunde in Deutschland und trug zu ihrer Etablierung als akademisches Fach bei.

Der Übeltäter heißt oft Getreide

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut und resultiert aus einer Überempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten. Es ist in vielen Getreidesorten enthalten. Durch die Entzündung der Dünndarmschleimhaut werden in vielen Fällen die Darmepithelzellen zerstört. Dadurch kann der Körper Nährstoffe schlecht aufnehmen – sie werden nicht verdaut und bleiben im Darm. Die Unverträglichkeit ist oft erblich und kann derzeit von Medizinern nicht heilend behandelt werden. Deshalb bleibt sie lebenslang bestehen.

Zöliakie verursacht Durchfall und Erbrechen

Die Symptome der Zöliakie können sich je nach den Betroffenen sehr unterschieden. Deshalb ist eine sichere Diagnose oft schwierig. Folgende Anzeichen lassen auf eine Zöliakie schließen: Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Depressionen.

Therapie durch Diät

Die Behandlung der Unverträglichkeit ist wichtig, denn eine nicht therapierte Zöliakie erhöht die Gefahr von Lymphknoten-Krebs. Zöliakie geht bei bis zu zehn Prozent der Patienten außerdem mit Diabetes einher, berichtet die Medizinerin Sigrid Steeb. Auch eine Entzündung der Schilddrüse tritt häufig in Kombination mit der Unverträglichkeit auf. Die Behandlung besteht derzeit ausschließlich aus einer glutenfreien Diät. Nur diese Glutenvermeidungs-Diät verbessert den Gesundheitszustand.

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