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Klebereiweiß löst Symptome für Zöliakie aus

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Zöliakie ist eine Lebensmittelunverträglichkeit gegen Gluten. Durch die Einnahme dieses Stoffs entzündet sich die Dünndarmschleimhaut, die Verdauung wird gestört. Symptome für Zöliakie sind meist unter anderem Durchfall und Erbrechen.

Klebereiweiß löst Symptome für Zöliakie aus

Zöliakie ist eine Lebensmittelunverträglichkeit gegen Gluten. Der Grund der Krankheit ist in fast allen Getreidesorten enthalten: Klebereiweiß. Durch die Einnahme dieses Stoffs entzündet sich die Dünndarmschleimhaut, die Verdauung wird gestört. Symptome für Zöliakie sind meist unter anderem Durchfall und Erbrechen.

Kinder klagen über einen aufgeblähten Bauch

Zöliakie-Symptome sind häufig schwer zu deuten, weil sie sich je nach Patient unterschieden. Oft wird die Krankheit im frühen Kindesalter entdeckt, weil sie in diesem Stadium einfacher zu erkennen ist. In diesen Fällen zeigt sich das klassische Erscheinungsbild: Auffällige Gedeihstörungen alarmieren den Arzt. Betroffene Kinder fallen durch dünne Arme und Beine und einen aufgeblähten Bauch auf. Hinzu kommen meist chronischer Durchfall, klebriger Stuhlgang, Erbrechen, Appetitlosigkeit und darauf folgende Gewichtsabnahme. Dr. med. Sigrid Steeb, Fachärztin für Ernährungsmedizin, erklärt: „Erste Symptome zeigen sich in der Regel, wenn beim Säugling von Milch auf getreidehaltige Nahrung umgestellt wird, was meist etwa ab dem sechsten Lebensmonat der Fall ist.“

Schlechte Zähne sind ein Symptom für Zöliakie

Bei Erwachsenen oder Jugendlichen sind die Symptome für Zöliakie oft weniger deutlich ausgeprägt als bei Kindern. Betroffene müssen daher zum Teil lange auf die richtige Diagnose warten. Zu den typischen Beschwerden gehören chronische Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Nervosität, Zahnschäden, trockene Haut oder Blutarmut. „In etwa 50 Prozent der Fälle kommt es zu Durchfall und nur in etwa 20 Prozent der Fälle entwickelt sich das Vollbild mit Fettstühlen“, berichtet die Ärztin Sigrid Steeb.

Nicht alle Erkrankten leiden gleichermaßen

Seit einiger Zeit ist die Untersuchung der Symptome für Zöliakie einfacher geworden. Ärzte wenden nun eine Diagnostik von spezifischen Antikörpern im Blut an. Einige Menschen weisen bei dieser Methode zwar die Krankheit auf, leiden aber oft nur an schwachen Symptomen der Zöliakie. Diese Erkenntnis ist unter dem Begriff „Eisbergphänomen“ in die Literatur eingegangen. Bei den Betroffenen treten unter anderem Bauchschmerzen, Verstopfung und eine verzögerte Pubertät auf. Bei Frauen kann es sogar zu Unfruchtbarkeit oder häufigen Frühgeburten kommen - auch ohne dass klassische Symptome vorhanden sind.

Eine Krankheit, viele Symptome

Mittlerweile haben Wissenschaftler verschiedene Symptome der Zöliakie in Gruppen eingeteilt. Neben der aktiven Zöliakie gibt es zum Beispiel die silente Zöliakie, bei der Patienten keine oder nur geringe Leiden aufweisen. Der Begriff der latenten Zöliakie wird dann angewandt, wenn sich die Erkrankung durch glutenfreie Diät zurückgezogen hat und unter wieder eingeführter glutenhaltiger Ernährung nicht erneut aufgetreten ist. Schließlich gibt es noch die potentielle Zöliakie. Betroffene dieser Art haben nie an den klassischen Veränderungen der Dünndarmschleimhaut gelitten, aber weisen zöliakietypische immunologische Abweichungen auf.

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