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Tipps für Betroffene

Histaminarme Ernährung ist individuell

Viele Menschen müssen auf eine histaminarme Ernährung achten.  © Art Allianz - Fotolia.com Viele Menschen müssen auf eine histaminarme Ernährung achten. © Art Allianz - Fotolia.com

Wer unter einer Histaminintoleranz leidet, muss auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten. Da die Betroffenen unterschiedlich stark auf Histamin reagieren, gibt es leider keine allgemeingültigen Empfehlungen. Dennoch sollte man einige Dinge beachten.

Histaminarme Ernährung ist individuell

Menschen mit einer Histaminintoleranz müssen bestimmte Nahrungsmittel meiden. Leider ist es nicht möglich, eine Verträglichkeitsliste zu erstellen, die für alle Betroffenen gültig ist. Je nach individueller Empfindlichkeit muss zunächst die richtige Diät ermittelt werden, wobei ein Ernährungsberater helfen kann.

Moderner Einkauf im Supermarkt

Wer für eine histaminarme Ernährung einkaufen möchte, kann sich anfangs nicht alle zu meidenden Produkte merken. Betroffene können sich eine Verträglichkeitsliste einstecken oder aber auf moderne Medien wie Applikationen zurückgreifen. Folgende App kommt beispielhaft infrage:

  • „Histamin, Fructose und Co.“ von Baliza - „Histaminfrei“ vom Medizinverlag Stuttgart MVS, TRIAS Verlag

Das Verfallsdatum entscheidet

Um eine histaminarme Ernährung zu sichern, müssen Betroffene beim Einkauf unbedingt auf das Verfallsdatum achten. Nur die frischesten Produkte kommen in Frage. Ein Tipp der „Schweizerisch Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz“ (SIGHI): „Frische  Lieferungen werden in der Regel hinten einsortiert, während vorne die älteren liegen. Fragen Sie in den Filialen, in denen Sie gewöhnlich einkaufen, an welchen Wochentagen jeweils die Lieferungen eintreffen.“

Die Kühltasche muss mit

Produkte aus dem Kühlregal, die direkt unter einer wärmestrahlenden Leuchtstoffröhre lagen, sind zu meiden. Vakuumiertes Fleisch ist besser geeignet als solches an der Frischetheke: Die Verpackung verhindert, dass Keime ans Fleisch gelangen. Sauerstoff hingegen beschleunigt den Verderb des Fleisches. Frische Produkte sollte man in einer Kühltasche so schnell wie möglich nach Hause bringen.

Kälte verhindert Keime

In den meisten Kühlschränken ist es an der Rückwand und oberhalb der Gemüseschublade am kältesten. Die verderblichsten Sachen sollten Betroffene einer Histaminintoleranz dort lagern. Der Kühlschrank muss in etwa eine Temperatur von drei bis fünf Grad aufweisen. Wird er wärmer, können sich Keime bilden. Je mehr Keime auf ein Lebensmittel gelangen, desto schneller läuft die Histaminbildung ab.

Kochen für eine histaminarme Ernährung

Folgende Tipps gibt die SIGHI für das Zubereiten: Tiefgekühltes sollte schnell auftauen, rasch erhitzt und verbraucht werden. „Vor allem Fisch darf man keinesfalls langsam im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen. Einmal aufgetaute Speisen nicht wieder einfrieren.“ Beim Kochen müssen Betroffene immer kalkulieren, wie viel sie tatsächlich verbrauchen. Denn das Aufwärmen von Essensresten sollten sie vermeiden. Die SIGHI rät dazu: „Anfällige Essensreste rasch abkühlen lassen und einfrieren oder maximal 12 bis 24 h im Kühlschrank aufbewahren.“

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