Low Carb – Ernährungsform mit Promi-Faktor | EAT SMARTER
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Kohlenhydrate

Low Carb – Ernährungsform mit Promi-Faktor

Low Carb | © Karen Struthers - Fotolia.com Low Carb | © Karen Struthers - Fotolia.com

Low Carb – Diät oder Modeerscheinung: Nicht nur Hollywoodstars schwören auf diese Methode der Gewichtsabnahme. Low Carb basiert auf einer kohlenhydratarmen, eiweißbetonten Ernährung.

Was bedeutet eigentlich Low Carb?

Schon im 19. Jahrhundert wurde die kohlenhydratarme Ernährungsform von verschiedenen Ärzten als „Fett-Fleisch- Diät“ propagiert. Diese recht eiweißbetonte Ernährung sollte einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben und dazu noch der Gewichtsabnahme dienen. In den 1970er Jahren wurde dann über den amerikanischen Arzt Robert Atkins und seiner Atkins-Diät, die Low Carb Idee immer populärer. Heute gibt es verschiedene Formen der kohlenhydratarmen Ernährung wie z.B. die LOGI-Methode. Die Vertreter der Low-Carb Diäten gehen davon aus, dass eine Kohlenhydratlast in der Ernährung negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Somit soll eine kohlenhydratreiche Kostform eher zu Übergewicht und der Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus führen. In neuster Zeit ist die Low Carb Bewegung besonders bei den Schönen und Reichen sehr beliebt. Gerne rühmen sich Stars mit ihrer „In-Shape-Figur“, die sie unter Mithilfe persönlicher Diät-Coaches pflegen. So könnte man diese Diätform auch als „Lifestyle-Diät“ betiteln.

Low Carb-Idee – wie diese Diät funktioniert

Die theoretische Grundlage dieser Ernährungsform bildet die Annahme, dass ein gestörter Stoffwechsel die Ursache für die Entstehung des Übergewichts sei. Über die eingeschränkte Kohlenhydratzufuhr lassen sich angeblich diese Störungen beheben und überflüssige Fettreserven mobilsieren. Die Diät beinhaltet die Theorie, dass kohlenhydratreiche Lebensmittel auf Dauer eine Belastung für die Bauchspeicheldrüse, somit das insulinbildende Organ, darstellen. Die Aufgabe des Insulins ist, Zucker aus dem Blut in die Zellen, in denen schließlich die Energiegewinnung sowie die Energiespeicherung stattfinden, zu transportieren. Besonders Süßigkeiten, Weißmehlerzeugnisse, Softdrinks sorgen mit einem hohen Glykämischen Index für einem rasanten Blutzuckeranstieg nach der Nahrungsaufnahme. Daraus resultiert eine dementsprechend hohe Insulinauschüttung. Es folgt ein Blutzuckerabfall, der wiederum zu Hungerattacken führt. Ein Kreislauf der auf Dauer die Bauchspeicheldrüse belastet und zu einer erhöhten Nahrungsaufnahme führt.

Außerdem hemmt das Hormon Insulin den Fettabbau. Über den hohen Anteil an sattmachendem Eiweiß in dieser Kostform erlangt man zudem ein recht schnelles Sättigungsgefühl. So isst man nicht mehr als der Körper wirklich benötigt.

Welche Lebensmittel man darf und welche lieber nicht

Das Prinzip ist ganz einfach: Kohlenhydrate möglichst meiden, wenn sie zum Einsatz kommen dann bevorzugt diese mit einem niedrigen Glykämischen Index. Eiweißbetont soll die Kost sein, das bedeutet möglichst mageres Fleisch, fettarme Milchprodukte, Eier und alles in Kombination mit frischen Salaten. Inzwischen ist aus der Low Carb-Bewegung sogar ein ganzer Industriezweig entstanden. Ein breites Angebot an Low Carb-Lebensmittel findet sich in unseren Supermarktregalen wieder. Wie alle Fertiggerichten sollten diese jedoch in Maßen genossen werden. Bereiten Sie Ihre kohlenhydratarmen Gerichte stattdessen lieber selber zu – Inspiration für Low Carb-Rezepte finden Sie auf EAT SMARTER!

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