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Was tun?

Laktoseintoleranz bei Kindern

Laktoseintoleranz bei Kindern Laktoseintoleranz bei Kindern

Viel Kalzium ist gut für die Knochen, sagen Experten. Deshalb geben Eltern ihrem Nachwuchs oft Milchprodukte. Aber wie gehen sie damit um, wenn in ihrer Familie eine Laktoseintoleranz bei Kindern festgestellt wird?

Laktoseintoleranz bei Kindern – ein weit verbreitetes Leiden

Viele Menschen leiden an einer Laktoseunverträglichkeit. Tatsächlich können nur rund zehn Prozent der Weltbevölkerung Milchzucker abbauen. In Nord- und Mitteleuropa allerdings leiden lediglich fünf bis 15 Prozent der Menschen an der Unverträglichkeit.

Meister des Milchzuckers: Babys

Ernährungsmedizinerin Sigrid Steeb schreibt in ihrem Ratgeber „Nahrungsmittelunverträglichkeiten“: „Für den Säugling ist Milchzucker das wichtigste energiespendende Kohlenhydrat.“ Warum vertragen Babys in Südostasien, wo über 90 Prozent der Einwohner an einer Milchzuckerintoleranz leiden, Muttermilch? Sie können Milchzucker abbauen. In den meisten Regionen dieser Welt verlieren sie erst nach dem Abstillen diese Fähigkeit – der Körper produziert dann nicht mehr genug Laktase. Dieses Enzym ist dafür verantwortlich, dass Milchzucker im Darm gespalten und so für den Körper verträglich wird.

Wie zeigt sich die Laktoseintoleranz?

Den Verdacht einer Laktoseintoleranz bei Kindern können folgende Symptome nähren:

  • Bauchschmerzen und Blähungen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Mundgeruch

Ernährungsmedizinerin Sigrid Steeb erklärt: „Eine Alactasie (angeborene Unverträglichkeit) führt schon mit Muttermilchernährung zu Durchfall und Gedeihstörung beim Säugling.“

Bauchweh nach einem Glas Milch

Die Fähigkeit, Laktase zu bilden, nimmt mit dem Alter ab. Deswegen leiden viele Menschen erst als Erwachsene an einer Milchzuckerunverträglichkeit. Aber auch Kinder kennen das Problem:  Klagen sie nach dem Verzehr von Milchprodukten häufig über Bauchweh, sollte ein Arzt einen Test auf Laktoseintoleranz durchführen.

Der Gentest bringt schmerzlos Gewissheit

Geeignet ist dafür ein Gentest. Dabei nimmt ein Arzt lediglich einen Wangenschleimhautabstrich und untersucht die Gene des Kindes. Dieser Laktoseintoleranztest ist völlig schmerzlos. Allerdings kann der Gentest nur eine angeborene Unverträglichkeit feststellen.

Von Geburt an kein Milchfreund

Selten kann eine Laktoseintoleranz angeboren sein. Dann müssen Mütter sogar während der Stillzeit auf Milchprodukte verzichten. Bei der Fläschchennahrung gibt es mittlerweile zum Glück hochwertige laktosefreie Produkte, die das Baby rundum versorgen. Einige Säuglinge leiden nur unter einer vorübergehenden Laktoseunverträglichkeit. Der Grund dafür ist meist eine noch nicht ausgebildete Darmschleimhaut. Das Problem löst sich in diesen Fällen etwa nach dem ersten Geburtstag auf.

Laktoseintoleranz versus Kuhmilchallergie

Die Milchzuckerunverträglichkeit unterscheidet sich ganz klar von einer Kuhmilchallergie. Bei letzterer ist nicht die Laktose das Problem, sondern das Milcheiweiß. Etwa zwei Prozent aller Säuglinge leidet darunter. Bei ihnen ist die Chance aber groß, dass die Allergie nach einer Weile wieder verschwindet. Typische allergische Symptome sind Durchfall, Erbrechen oder Juckreiz. Der Kinderarzt kann mit einem Bluttest Sicherheit bieten.

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