Manganmangel ist in Deutschland selten anzutreffen | EAT SMARTER
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Mineralstoffreiche Ernährung

Manganmangel

Manganmangel Manganmangel

Bei einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung kommt Manganmangel selten vor. Bei manchen Erkrankungen scheint der Manganbedarf erhöht zu sein.

Manganmangel ist hierzulande selten

Auch wenn die Äcker in Deutschland nur wenig Mangan enthalten, ist ein Manganmangel hierzulande selten. Man schätzt die angemessene tägliche Manganzufuhr für Erwachsene auf 2 bis 5 mg am Tag, die bei einer vielseitigen und ausgewogenen Kost von den meisten erreicht wird. Viel Mangan ist in schwarzem Tee, Vollkornprodukten, Nüssen, Lauch, Spinat, Grünkohl und Erdbeeren enthalten. Speziell bei künstlicher (parenteraler) oder sehr einseitiger Ernährung mit viel Weißmehlprodukten, kann der Bedarf manchmal nicht gedeckt werden. Zudem können erhöhter Stress, überhöhter Alkoholknsum und die Einnahme von Psychopharmaka den Manganbedarf des Körpers steigern.

Mehr Infektionen, weniger "gutes" HDL-Cholesterin 

Andauernder Manganmangel kann die Anfälligkeit für Infektionen steigern und zu einem Absinken des "guten" HDL-Cholesterins im Blut führen, das für die Gesundheit der Adern von entscheidender Bedeutung ist. Möglich sind auch Störungen der Fruchtbarkeit, des Haar- und Nagelwachstums, der Knorpel- und Knochenproduktion sowie der Insulinausschüttung (Diabetes). Manganmangel kann darüberhinaus zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust sowie Menstruationsbeschwerden führen.

Manche Krankheiten führen zu Manganmangel

Bei Zuckerkranken (Diabetikern) sind die Mangankonzentrationen in Blut und Haaren deutlich geringer als bei Gesunden. Eine vom Arzt verordnete Nahrungsergänzung kann hier sinnvoll sein. Ähnliches gilt für Asthma, Epilepsie, Osteoporose (Knochenschwund), Immunschwäche, Menstruationsbeschwerden (Stimmunsgsschwankungen beim Prämentruellen Syndrom, PMS), Schizophrenie, Schlafstörungen und Wachstumsstörungen. 

Zu viel Mangan ist giftig

Man weiß, dass Mangan in hohen Dosen giftig wirkt. Ein Schwellenwert konnte aber bisher nicht ermittelt werden. Sicher ist aber, dass bei Kindern, die längerfristig künstlich ernährt werden mussten und die intravenös Mangan erhielten, Nervenstörungen beobachtet wurden.
Auch wenn Manganmangel in Deutschland selten ist, kann der Bedarf durch Stress oder manche Krankheiten erhöht sein. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Vollkorn. 

 

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