Zuckeraustauschstoff Sorbit | EAT SMARTER
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Wo steckt er drin?

Zuckeraustauschstoff Sorbit

Sorbit © Zerbor - Fotolia.com Sorbit © Zerbor - Fotolia.com

Sorbit ist als Süssungsmittel insulinunabhängig und gut zu den Zähnen. Hier erfahren Sie mehr!

Sorbit – Was ist es, wie wirkt es und wo steckt es drin?

Der Zuckeraustauschstoff Sorbit ist ein so genannter Zuckeralkohol und zählt zu den Kohlenhydraten, welche der menschliche Stoffwechsel insulinunabhängig verwertet. Das bedeutet: Nach dem Verzehr sorbithaltiger Lebensmittel kommt es nicht wie beim Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel zu enormen Blutzuckerschwankungen. Somit wird Sorbit unter anderem anstelle von Zucker in der Diabetikerdiät verwendet. Natürlicherweise kommt Sorbit in Früchten wie zum Beispiel Pflaumen und Birnen vor. In der Lebensmitteltechnik wird Sorbit mithilfe von Enzymen aus Glukose hergestellt. Sorbit ist als Zuckeraustauschstoff nur für zuckerfreie oder zuckerreduzierte Süßigkeiten, Diabetikerlebensmittel und Backwaren zugelassen. Es gibt für Sorbit keine Höchstmengenbeschränkung.

Wie schmeckt eigentlich Sorbit?

Sorbit zählt zu den Süßungsmitteln und ist insofern süß im Geschmack. Die Süßkraft von Sorbit ist allerdings nur ungefähr halb so stark wie die des gewöhnlichen Haushaltszuckers. Der Energiegehalt liegt mit etwa 2,4 kcal pro Gramm etwa um die Hälfte unter dem des Zuckers. Auf der Zunge hat Sorbit einen leicht kühlenden Effekt. Häufig wird Sorbit in zahnfreundlichen Produkten wie Kaugummis verwendet, da Zuckeraustauschstoffe von den an der Kariesbildung beteiligten Bakterien im Mundraum nicht verwertet werden können.

Sorbit im menschlichen Stoffwechsel:

Der Zuckeralkohol Sorbit wird in der Leber unter dem Einfluss von Enzymen in Fructose umgewandelt und somit wie Fructose abgebaut. Der Abbau der Fructose erfolgt insulinunabhängig und hat somit keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Leider werden Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit vom Dünndarm nicht vollständig aufgenommen und gelangen daher teilweise unverändert in den Dickdarm. Sie binden dort Wasser und können bei erhöhter Aufnahme zu Blähungen und Durchfällen führen. Aus diesem Grund müssen Lebensmittel mit einem Zuckeraustauschstoffgehalt von mehr als 10% mit dem Hinweis „kann bei übermäßigen Verzehr abführend wirken“ versehen sein.

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