Vitamin-D-Mangel | EAT SMARTER
5
1
Drucken
1
Sechs von zehn Deutschen leiden unter Vitamin-D-MangelDurchschnittliche Bewertung: 3.6155

Vitamine

Sechs von zehn Deutschen leiden unter Vitamin-D-Mangel

Vitamin-D-Mangel | © samott - fotolia.com Vitamin-D-Mangel | © samott - fotolia.com

Da die meisten von uns zu wenige Vitamin D zu sich nehmen und im Winter kaum Sonnenlicht abbekommen, ist ein Vitamin-D-Mangel hierzulande ausgesprochen häufig.

Kaum jemand nimmt ausreichend Vitamin D zu sich

Laut der Nationalen Verzehrsstudie II, für die 20.000 deutschsprachige Personen detailliert nach ihrer Ernährung befragt wurden, nehmen von den Älteren 94 % der Männer und 97 % der Frauen zu wenig Vitamin D mit der Nahrung zu sich. Auch bei den Jüngeren (14 - 24 Jahre) sieht es nicht viel besser aus: mehr als 86 % der Männer und mehr als 96 % der Frauen erreichen die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht. 

Vitamin-D-Mangel durch zu wenig Sonnenlicht

Ganze 80 bis 90 % des Vitamin-D-Bedarfs stellt unser Körper selbst her. Das kann er aber nur dann in ausreichendem Maße tun, wenn unsere Haut oft genug dem Sonnenlicht - speziell den UV-B-Strahlen - ausgesetzt ist. Das aber ist in den Wintermonaten bei vielen nicht der Fall: Man verlässt bei Dunkelheit das Haus, arbeitet tagsüber bei Kunstlicht und fährt abends im Dunkeln wieder nach Hause. Experten schätzen, dass sechs von zehn Deutschen unter Vitamin-D-Mangel leiden.

Kann ich Vitamin-D-Mangel testen lassen?

Ja, ein einfacher Bluttest reicht aus. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen diesen jedoch nur, wenn Vorerkrankungen wie beispielsweise eine Osteoporose vorliegen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 25 Euro. Im Blutserum lassen sich zwei verschiedene Werte bestimmen, 25-Hydroxy-Vitamin D und 1,25-Dihydroxy-Vitamin D. Für ersteren gelten bei Erwachsenen Werte von 30 bis 70 Mikrogramm pro Liter als optimal. Der Normbereich für 1,25-Dihydroxy-Vitamin D liegt zwischen 16 und 70 Nanogramm pro Liter.

Welche Folgen hat ein Vitamin-D-Mangel?

Die klassische Vitamin-D-Mangelkrankheit im Kindesalter nennt man Rachitis, bei Erwachsenen hingegen Osteomalazie. Trotz der unterschiedlichen Namen meinen beide dasselbe: Knochenerweichung und -verformung. Darüberhinaus kann ein dauerhaft erniedrigter Vitamin-D-Spiegel zur sogenannten sekundären Nebenschilddrüsenüberfunktion führen, deren Symptome auch in einer verminderten Knochendichte, einem Knochenschwund oder auch Nierensteinen bestehen.  Es gibt auch Hinweise dafür, dass Vitamin-D-Mangel das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten, Diabetes und einige Krebserkrankungen erhöht. 

Vorbeugung und Behandlung des Vitamin-D-Mangels

Wer wirksam vorbeugen will, sollte so viel Zeit wie möglich bei Tageslicht im Freien verbringen, um die Vitamin-D-Produktion des Körpers anzukurbeln. Darüberhinaus ist eine Vitamin-D-reiche Ernährung mit viel Milch und Milchprodukten, Eiern sowie fettem Seefisch sinnvoll. Bei nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel und bestehender Osteoporose kann der Arzt Vitamin-D plus Kalzium verordnen. Pro Tag gelten 800 bis 2000 Internationale Einheiten (IE) bzw. 20 bis 50 Mikrogramm und 1000 Milligramm Kalzium als ausreichend.
Schätzungen zufolge sind etwa 60 % der Deutschen von Vitamin-D-Mangel betroffen. Als Folge davon kann es zu Knochenerweichung und -verformungen kommen. Zur Vorbeugung ist es sinnvoll, sich oft und lange bei Tageslicht im Freien aufzuhalten und viel Vitamin-D-reiche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Im Bedarfsfall kann der Arzt auch Vitamin-D-Präparate verschreiben.

 

Ähnliche Artikel
Etwa 50 % der Deutschen nehmen zu wenig Vitamin E zu sich. Da Vitamin E uns vor diversen Krankheiten schützt, sollten wir einen Vitamin-E-Mangel vermeiden.
Vitamin D
Symptome erkennen & einem Defizit vorbeugen
Folsäure-Mangel ist in Deutschland weit verbreitet, wird aber wegen seiner unspezifischen Symptome wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche selten erkannt.
Schreiben Sie einen Kommentar
 
Gegen Vitamin D-Mangel hilft nur eins: man muss den Vitamin D-Spiegel regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kann man dann gezielt dagegen vorgehen. Es ist wichtig zu wissen, wie gravierend der Mangel ist, da man so eine mögliche Überdosierung von Vitamin D-Präparaten vermeiden kann. Hat man nur einen leichten Mangel, macht es keinen Sinn hochdosierte Präparate einzunehmen.