Eine Woche ohne zugesetzten Zucker – mein Bericht | EAT SMARTER
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Eine Woche ohne zugesetzten Zucker – mein BerichtDurchschnittliche Bewertung: 5154

EAT SMARTER Challenge

Eine Woche ohne zugesetzten Zucker – mein Bericht

Eine Woche lang verzichtete EAT SMARTER-Mitarbeiter Viktor vollkommen auf zugesetzten Zucker. Nicht so schwer, sollte man meinen – doch Zucker steckt auch in Lebensmitteln, von denen man es gar nicht erwartet. Ein Erfahrungsbericht.

Liebe Leserinnen und Leser,

als wir vor einigen Wochen nach Freiwilligen für unsere Challenges suchten, habe ich mich relativ schnell dazu entschlossen, bei der zuckerfreien Woche anzutreten. Schließlich bin ich der perfekte Kandidat: Ich trinke fast ausschließlich Wasser, nasche nicht übermäßig und kenne mich auch sonst gut mit dem Thema Ernährung aus. Mein einziges Laster: der abendliche (und morgendliche und mittägliche) Cappuccino mit einem guten Stück Schokolade dazu. Aber darauf kann man ja wohl eine Woche verzichten, oder?

Also ab zum Einkaufen vor der Arbeit: Zucker in Wurst, Zucker in Brot, Zucker in Käse – verdammt, wo ist das Zeug eigentlich nicht drin? Schlussendlich habe ich jeden Tag Naturjoghurt mit verschiedenen Früchten, Nüssen und anderen Knabbereien (ungesüßte Kokosflocken, Mandelsplitter usw.) gelöffelt. Durch die Früchte war das Frühstück angenehm süß und ich habe nichts vermisst. Mittags gab es täglich eine frisch gekochte Suppe von dem guten Suppenladen um die Ecke, abends wurde frisch und ohne Fertigprodukte gekocht – so lässt sich die Woche durchhalten.

Nichtsdestotrotz lauern überall im Alltag kleine, aber fiese Zuckerfallen, in die man aus Gewohnheit gerne tappt: sei es nun der Apfelsaft beim gemeinsamen Frühstück bei der Arbeit oder der frische Salat mit Dressing – der höchstwahrscheinlich auch mit Zucker angemacht ist. Höchste Achtsamkeit ist gefragt! Denn Zucker versteckt sich auch noch unter allem, was den Namen "-ose" oder "-sirup" in der Zutatenliste trägt – achten Sie mal darauf!

Nach einigen Tagen sehne ich mich nach einem Franzbrötchen (Hefe-Zimt-Gebäck, für alle Nicht-Hamburger), doch das fällt logischerweise auch flach – wie das meiste abgepackte Brot aus dem Supermarkt übrigens auch. Frische Backwaren sind dagegen meist in Ordnung. Fragen Sie im Zweifel einfach beim Bäcker nach, man erhält erstaunlich fundierte Anworten. Nachmittagstiefs und Heißhungerattacken auf Süßes lassen sich wunderbar mit Nüssen umschiffen.

Die beiden schwersten Tage erwarten mich zum Ende der Challenge: Erst wird mein Verlangen nach etwas Süßem so groß, dass es sich körperlich als Kopfschmerz manifestiert (vielleicht habe ich mich aber auch nur verlegen), und dann steht auch noch der Samstag an: der Morgen, an dem ich unheimlich gerne ein ausgedehntes Frühstück mit Croissants, Nutella und Marmelade zu mir nehme. Doch wieder nur Joghurt mit Früchten – Tristesse macht sich breit. Sonntag sieht die Stimmung schon wieder ganz anders aus. Ich blicke mit Vorfreude dem Abend des Tages entgegen, denn ich werde mich für meine Willensstärke belohnen. Womit? Natürlich mit einem Cappuccino und einem guten Stück Schokolade dazu!

Over and out,

Viktor

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Nur leider ist in Obst Fruktose, und im Joghurt Laktose. Somit war das Frühstück nicht zuckerfrei.
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Hallo Big, wie Sie dem Titel dieses Berichtes entnehmen können ging es um der Challenge um zugesetzten Zucker (also alles wo Zucker aus Gründen des Geschmacks, der Haltbarkeitmachung usw. zugesetzt wird). Fruktose ist natürlich in Früchten vorhanden und von daher nicht zugesetzt. Man kann das ganze natürlich noch weiter denken und komplett auf Zucker verzichten, aber das war nicht das Ziel dieser Herausforderung. Viele Grüße von EAT SMARTER