SOS in der Küche | EAT SMARTER
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SOS-Tipps für die KücheDurchschnittliche Bewertung: 5152

Troubleshooting für das Weihnachtsmenü

SOS-Tipps für die Küche

Sauce zu salzig, Gans zu trocken, Rotkohl angebrannt: Beim Kochen für den Weihnachtsschmaus kann einiges daneben gehen. EAT SMARTER zeigt Ihnen, wie Sie mit einfachen Tricks Ihr Festessen retten können.

Mann mit brennendem Topf

Von wegen besinnliche Weihnachtszeit! Am Tag des Heiligabends herrscht in der Küche Hochbetrieb und Hochspannung – schließlich soll alles perfekt werden. Zumal Sie sicher auch ein halbes Vermögen für Lebensmittel ausgegeben haben. Doch in der weihnachtlichen Hektik ist es schnell passiert, dass die Hand mit dem Salzstreuer ausrutscht oder die Weihnachtsgans ein wenig zu viel Hitze im Ofen bekommt. Was nun?

Die wichtigsten SOS-Tipps für die Küche

1. Die Sauce ist versalzen

Sie sieht gut aus, hat genau die richtige Konsistenz... doch beim Abschmecken erweist sich die Sauce als zu salzig.

Wenn Ihnen der Salzstreuer nur ein bisschen ausgerutscht ist, können Sie versuchen, den Geschmack mit etwas Sahne zu retten. Bei härteren Fällen kann der Kartoffel-Trick helfen: Schälen Sie eine Kartoffel, schneiden Sie sie in grobe Scheiben und lassen Sie diese für 10 Minuten mit der Sauce kochen. Die Kartoffelscheiben binden überschüssiges Salz. Der Trick lässt sich natürlich auch für Suppen anwenden. 

Wenn die Sauce viel, viel zu salzig ist, hilft leider nur, sie wegschütten – oder aber, Sie bereiten die gleiche Menge der Sauce noch einmal zu, und zwar ohne Salz. Miteinander versetzt, sollte das Ergebnis genau die richtige Würzung haben. Diese Variante ist leider nur realistisch, wenn Sie Ihre Sauce nicht aus einem Bratenfond gekocht haben. 

2. Die Sauce ist zu dünn

Wer keinen Saucenbinder verwenden mag, kann folgendes probieren: Kochen Sie etwa zehn Minuten eine Scheibe entrindetes Brot in der Sauce mit, das Sie dann wieder entfernen. So sollte sie etwas mehr Sämigkeit bekommen, ohne dass die Sauce einen bestimmten Geschmack annimmt. 

3. Die Sauce ist zu fettig

Klingt komisch, hilft aber: Wenn Ihre Sauce mehr Fettaugen als Aroma hat, kann ein Eiswürfel helfen. Diesen wickeln Sie in ein Geschirrtuch und halten ihn in die (nicht mehr kochende) Sauce. Die Kälte lässt das Fett erstarren, das praktischerweise direkt am Geschirrtuch hängen bleibt und sich leicht entfernen lässt. 

4. Der Salat ist welk

Schöne Bescherung: Der Feldsalat oder Rucola, der auf dem Markt noch so schön frisch aussah, lässt am Morgen des Heiligabends schlapp die Blätter hängen. Doch verzagen Sie nicht – dem Salat kann wieder neues Leben eingehaucht werden.

Lösen Sie dazu im Spülbecken ordentlich Salz in reichlich kaltem Wasser auf und geben Sie den Salat hinein. Schon nach kurzer Zeit sollten die Blätter wieder deutlich fester sein.

Einem Kopfsalat helfen Sie auf die Sprünge, indem Sie den Strunk anschneiden und für 15 Minuten in Wasser stellen.

5. Beilagen oder Reis sind angebrannt

Schnell ist es passiert: Ein beißender Geruch steigt aus dem Topf auf! Sind Kartoffeln, Rotkohl und Co. im Topf angebrannt, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als einen neuen Topf zu nehmen und den nicht verbrannten Teil darin weiterzugaren. 

Wenn Ihnen Reis angebrannt ist, können Sie den bitteren Geschmack neutralisieren, indem Sie diesen mit etwas Weißwein und einem Spritzer Zitronensaft aufkochen.

6. Der Sekt ist noch nicht kalt 

Der Klassiker: Es klingelt an der Tür, Ihre Gäste sind da, doch Sie haben vergessen, den Sekt kalt zu stellen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder servieren Sie den Sekt mit Eiswürfeln (nicht besonders elegant), oder Sie machen sich einen physikalisch-chemischen Effekte zunutze.

Alles, was Sie hierzu benötigen, ist ein Sektkühlen (oder ein anderes höheres Behältnis), Eiswürfel und Salz. 

Geben Sie Eiswürfel und reichlich Salz in das Gefäß und stellen Sie die Sektflasche hinein. In Nullkommanichts kühlt die Flasche auf die gewünschte Trinktemperatur herunter. Der Grund für diese wundersame Express-Kühlung: Mischt man Eis und Salz, entsteht eine sogenannte Kältemischung. Diese entzieht der Umgebung Wärme – in unserem Fall der Sektflasche.  

7. Das Fleisch ist zu trocken 

Trotz Bratenthermometer kann es passieren: Der Braten ist zu trocken geworden! 

Hier kann es helfen, das Fleisch in Scheiben zu schneiden und in der Soße ziehen zu lassen. Ist der Gänsebraten zu trocken, hilft nur eins: Zum Koch-Missgeschick stehen und den Braten mit einem strahlenden Lächeln servieren...

EAT SMARTER wünscht Ihnen eine pannenfreie Weihnachtszeit! 

(lin)

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