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Sophia Thiel

Kann ein Ernährungstagebuch helfen, bewusster zu essen?

Ja, aufschreiben, was man isst, kann ein einfaches und wirksames Mittel sein, sich selbst auf die Schliche zu kommen und sich mit den eigenen Essgewohnheiten objektiv auseinanderzusetzen. Denn kaum jemand nimmt wirklich lückenlos wahr, was er zwischen Aufstehen und Einschlafen so alles in den Mund schiebt.

Ernährungstagebuch
Unsere Neigung zum Selbstbetrug lässt uns die kleinen Snacks zwischendurch oft so gründlich vergessen, dass wir fest daran glauben, "kaum etwas" gegessen zu haben. Schon wenn man eine Woche lang jeden Bissen notiert, den man in den Mund gesteckt, und jeden Schluck, den man heruntergespült hat, zeigt sich, warum man sein Kalorienkonto überzieht. Man erkennt, welche Energiequelle leicht zu verstopfen ist, welche Rolle die Familie spielt und welche äußeren Einflüsse sonst noch im Spiel sind. Als Tagebuch bietet sich ein kleines Notizheft an, das man immer bei sich tragen kann, um alles sofort aufzuschreiben. Wer ohnehin den ganzen Tag am Computer sitzt, benutzt vielleicht lieber die Kalendersoftware. Auch die digitalen Terminplaner von Smartphones und Handys kann man zum Eintragen benutzen. Am besten alles sofort nach dem Essen notieren; wenn das mal nicht gelingt, die Eintragungen abends nachholen. Noch einfacher für Dauersnacker: Stift und Papier nehmen und immer, wenn man etwas in den Mund steckt, einen Strich oder ein Kreuzchen machen. Manchmal führt schon dieser kleine Trick dazu, die Snack-Rate erheblich zu reduzieren.

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