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Der Profi-Coach

Wie Sie den Sinn Ihres Lebens finden

Von Uwe Pettenberg
Aktualisiert am 06. Sep. 2018
Junge Familie sitzt auf einem Steg und hat die Füße im Wasser

Uwe Pettenberg rät: Leben Sie nach Ihren Überzeugungen, nicht nach den Ideen, die andere Ihnen vorgeben! Sechs Fragen helfen Ihnen, herauszufinden, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist.

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Wenn Menschen zu mir ins Coaching oder in meinen 4-Tages-Intensiv-Kurs „Du bist der Held in Deiner Welt ®“ kommen, wünschen sie sich in aller Regel Veränderung. Der Beruf macht unglücklich, die Beziehung droht zu scheitern, die Gesundheit steht auf dem Spiel oder es steht nicht gut um die Finanzen. Im Lauf des Coachings oder des Kurses wird ganz oft deutlich, dass wir alle quasi darauf geeicht sind, immer zuerst das zu tun, was dringend erledigt werden muss und ganz selten, das, was wirklich wichtig und gut für uns selbst ist.

Wenn wir uns dann abseits der täglichen Pflichten Zeit nehmen, in uns zu gehen und nachzuspüren, was wir uns denn wirklich wünschen, stellen wir ganz oft fest, dass wir in vielem, was wir täglich so tun und abarbeiten, keinen echten Sinn sehen. Auf Dauer macht das allerdings nicht nur keinen Spaß, sondern auch krank.

Wissen Sie, was Sie wirklich zutiefst berührt? Kennen Sie Ihre Sehnsüchte und gestatten Sie sich, davon zu träumen, dass Ihre Wünsche wahr werden? Könnten Sie sagen, welche Werte Ihnen wichtig sind – und leben Sie danach?

Natürlich sind wir alle sehr unterschiedlich, dennoch gibt es ein paar Strategien, mit denen jeder von uns seine einzigartigen Ziele erreichen und seinen ganz persönlichen Sinn des Lebens entdecken kann.

Vielleicht haben Sie ja Lust, einmal diesen Fragen nachzugehen:

Welche sind Ihre schönsten Kindheitserinnerungen?

Was haben Sie damals erlebt und getan, das Ihr Herz noch heute höherschlagen lässt? Vielleicht mögen Sie eine Liste all der Dinge machen, die Ihnen als Kind große Freude bereitet haben. Vielleicht haben Sie gerne Fußball gespielt oder im Chor gesungen. Fangen Sie mit kleinen Dingen an, die Sie wiederaufnehmen. Vielleicht könnten Sie die Kinder in Ihrem Ort trainieren oder haben Lust, Gesangsstunden zu nehmen. In jedem Fall ist es äußerst sinnstiftend, wenn Sie Ihre Begabungen und Tätigkeiten mit anderen teilen oder sie weitergeben. Andere glücklich machen, macht uns selbst umso glücklicher.

Wer ist Ihr Vorbild und warum bewundern Sie diesen Menschen?

Das kann eine in der Öffentlichkeit bekannte Person sein, muss es aber natürlich nicht. Vielleicht bewundern Sie eine Kollegin für ihr großzügiges, aufmerksames Wesen, oder jemanden, der ganz in seiner Familie aufgeht. Vielleicht bewundern Sie Nelson Mandela oder Oprah Winfrey.

Möglicherweise sind Ihnen die zuletzt genannten Beispiele zu groß, weil sie uns ein Gefühl des „Das erreiche ich ja sowieso nie!“ geben. Das passiert, wenn wir uns vergleichen, und das tut uns nicht so gut. Wenn wir den Vergleich hingegen außen vorlassen, können wir uns zutiefst inspirieren lassen. Wir können solche „großen“ Persönlichkeiten für ihre Eigenschaften, Visionen und die Fähigkeit, fokussiert zu bleiben bewundern, aber wir müssen nicht wie sie sein oder es ihnen gar gleich tun. Wir können von ihnen lernen und dabei ganz wir selbst bleiben.

Was sind Ihre wichtigsten Werte und Überzeugungen?

Das klingt wie eine einfache Frage, tatsächlich ist sie recht schwierig. Viele Werte akzeptieren wir (ohne das uns das bewusst ist), weil uns beigebracht wurde, dass sie wichtig sind – und doch funktionieren sie einfach ganz oft nicht für uns persönlich. Ganz typisch ist der tolle Posten, vielleicht als Chefredakteur einer großen Zeitung, und dann stellen Sie eines Tages fest, dieses Büro, die täglichen Verpflichtungen, die gefühlte 100 Stunden Woche, die vermeintlich sichere Anstellung, das ist nicht Ihres. Was Sie sich wünschen, ist die Tätigkeit eines freien Journalisten, der in der Welt umherreist und spannende Reportagen schreibt. Ihr wichtigster und kostbarster Wert ist der der Freiheit. Wenn Sie diesen leben können, sind sie glücklich.

Auch hier empfehle ich das Anlegen einer Liste mit den Ihnen wichtigsten Werten. Das kann alles sein, von Freundschaft über Ehrlichkeit, Humor, Spontanität, Freiheit, Sicherheit, Geborgenheit, Liebe ... Listen Sie nicht mehr als zehn Werte und ordnen Sie sie nach Wichtigkeit. Zu verstehen, was uns wirklich wichtig ist im Leben, gibt diesem eine ganz andere Bedeutung.

Was geht Ihnen besonders nahe?

Wenn Sie die Nachrichten verfolgen, was, das auf unserer Welt passiert, geht Ihnen besonders nahe? Kinder in Not, misshandelte Tiere, einsame, alte Menschen, Eltern, die sich zu Tode arbeiten, um ihre Familie durchzukriegen: Die Möglichkeiten, sich karikativ zu betätigen sind unerschöpflich auf unserem Planeten. Vielleicht braucht die Flüchtlingshilfe vor Ort Unterstützung bei der Buchhaltung oder das Tierheim jemanden, der Tiere in Pflegefamilien vermittelt. Und passenderweise sind sie auf diesen Gebieten erfahren, vielleicht weil das ein Teil Ihres Berufes ist. Ehrenamtlich beziehungsweise karikativ tätig zu sein, ist möglicherweise das Sinnvollste überhaupt, was wir tun können. Was könnte mehr Sinn machen und uns mehr Sinn im Leben spüren lassen als völlig uneigennützige Hilfe, die wir denen geben können, denen es nicht so gut geht?

Welche Ziele haben Sie für sich selbst?

Oder anders gefragt, wenn Sie noch keine konkreten Ziele haben: Welche möchten Sie sich setzen? Gehen Sie gedanklich in alle Bereiche Ihres Lebens: Ihre Familie, Beziehung, Arbeit, Freizeit, Gesundheit, Spiritualität. Fragen Sie sich: Wie würde sich mein gesündestes Selbst fühlen und aussehen? Mit welchen Menschen möchte ich am liebsten meine Zeit verbringen? Was möchte ich am dringlichsten verändern? Dann schreiben Sie alle Ziele auf und visualisieren regelmäßig (am besten täglich) wie Sie diese Ziele bereits erreicht haben: zum Beispiel, wie Sie einen Marathon laufen, mit Ihren Lieblingsmenschen zu Abend essen, mit Ihrem Partner auf Mission in einem Dritte-Welt-Land unterwegs sind...

Was wollen Sie hinterlassen?

Das ist die ultimative Frage für jeden, der seinen mehr oder weniger großen Beitrag auf unserer Welt leisten möchte: Wie möchte ich, dass man sich an mich erinnert? Eine relativ einfache Art die Antwort zu finden, ist, den eigenen Nachruf zu verfassen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit zu reflektieren und sich bewusst zu machen, dass Ihre Zeit begrenzt ist. Diese Übung lässt uns klar sehen, wie wir unsere Zeit verbringen, und ob und wann wir sie möglicherweise vergeuden. Für viele Menschen beginnt mit circa Mitte 40 eine Zeit, in der wir uns fragen, was ist jetzt wirklich wichtig in meinem Leben?

Wenn Ihnen das ein wenig morbide erscheint, können Sie sich stattdessen auch Ihren 90. oder 100. Geburtstag vorstellen und überlegen, was Sie am liebsten über sich gesagt bekommen würden.

In welcher Form auch immer, letztendlich wird so eine vorwärtsgedachte Rückbesinnung sicherlich keine Gedanken an mehr Arbeit oder Geld beinhalten, sondern vielmehr die Erinnerung an den Einfluss und den Eindruck, den wir im Leben anderer hinterlassen haben. In dem Buch „ 5 Dinge, die Sterbende am... “ von Bronnie Ware steht an erster Stelle: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.“

In diesem Sinne!

Herzlichst, Ihr Uwe Pettenberg

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