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Die Getränkeprüferin
30. September 2017

Jahrgang 2017: Welcher Wein kommt in die Flasche?

Mit der Lese der Trauben hat in diesen Wochen das neue Weinjahr begonnen. Wer bei einem Weinhändler oder auch im Supermarkt stöbert, findet eine große Vielfalt. Da ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. Ob Landwein, Qualitätswein oder Prädikat – per Gesetz ist festgelegt, welche Anforderungen erfüllt werden müssen.

Wein

Nach dem Weingesetz werden die deutschen Weine nach verschiedenen Qualitätsstufen unterschieden. Die unterste Stufe ist Deutscher Wein ohne Herkunftsbezeichnung, der vor einigen Jahren noch Tafelwein genannt wurde. Er wird aus heimischen Weintrauben zugelassener Rebsorten gewonnen.

Etwas hochwertiger ist der für eine Region typische Landwein. Er stammt zu mindestens 85 Prozent von Trauben, die in dem genannten Gebiet geerntet worden sind. Beispiele sind „Rheinischer Landwein“ oder „Badischer Landwein“. Qualitätswein ist die größte Gruppe deutscher Weine. Bevor ein Wein diese Bezeichnung tragen darf, muss er eine amtliche Prüfung bestehen. Farbe, Geruch und Geschmack dürfen keine Fehler haben.

Es wird unter anderem kontrolliert, ob die Trauben zu 100 Prozent aus einem der ausgewählten Anbaugebiete in Deutschland stammen. Zudem sind untere Grenzwerte beim natürlichen Alkoholgehalt festgelegt, die sich je nach Rebsorte und Anbaugebiet unterscheiden. Bei positivem Ergebnis erhält der Wein eine amtliche Prüfungsnummer, die der Verbraucher auf dem Etikett nachlesen kann.

Weinverschluss

Kabinett, Spätlese, Auslese – was bedeutet das?

Deutscher Wein, Landwein und Qualitätswein dürfen vor der alkoholischen Gärung mit Zucker angereichert werden, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Zusätzliche Anforderungen gelten für Prädikatswein, bei dem Anreicherungen nicht mehr erlaubt sind. Es gibt sechs verschiedene Prädikate: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein.

Kabinettweine sind feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt, die zu Beginn der Saison gelesen werden. Erst danach wird die Spätlese für einen reifen, eleganten Wein geerntet. Die Trauben der Auslese müssen vollreif oder edelfaul sein.

Für die Beerenauslese keltern die Winzer überreife bis edelfaule Trauben und für die Trockenbeerenauslese die rosinenartig eingeschrumpften Früchte. Ein Eiswein wird aus Trauben hergestellt, die in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gefroren gekeltert worden sind.

Das SGS Institut Fresenius prüft Weine, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Unsere Mitarbeiter bringen aber nicht nur die entsprechenden Laborkenntnisse mit. Wir haben auch echte Weinkenner im Team. Wie etwa die badische Weinkönigin des Jahres 2010. Die Kollegin sitzt nur ein Büro weiter und stammt aus einem der ältesten Winzerdörfer am Kaiserstuhl.


Über die Autorin dieses Beitrags

Nicole Oschwald ist staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin und Leiterin der Kundenbetreuung am Freiburger Standort von SGS Institut Fresenius. Das dortige Labor ist Kompetenzzentrum für die Analyse von alkoholhaltigen und alkoholfreien Getränken, Fleisch- und Wurstwaren und Tierarzneimittelrückständen. Eine weitere Spezialität des Standorts ist die Aromaanalyse, die für die Getränke- und Lebensmittelindustrie eine große Rolle spielt. Mehr über die Dienstleistungen der SGS erfahren Sie auf www.sgsgroup.de und www.sgs-institut-fresenius.de.

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