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Darum scheitern gute Vorsätze

Von Oona Mathys
Aktualisiert am 19. Feb. 2021

Die Weihnachtsvöllerei ist endlich vorbei und viele von uns wollen im neuen Jahr so schnell wie möglich gesünder leben, schlanker werden und entspannter sein. Warum jedoch der Großteil der guten Vorsätze spätestens im Februar scheitert und welche Tipps es gibt damit es dieses Jahr klappt, erkläre ich in meinem neuen Blog!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Zu viel auf einmal
    1. Schlechter Vorsatz: Zu viel auf einmal
    2. Besserer Vorsatz: Prioritäten setzen
  2. Zu radikal
    1. Schlechter Vorsatz: Zu radikal
    2. Besserer Vorsatz: Schritt für Schritt
  3. Zu voreilig
    1. Schlechter Vorsatz: Zu voreilig
    2. Besserer Vorsatz: Fehler verzeihen

Alle Jahre wieder schmieden wir nach den Feiertagen unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr. Wir wollen abnehmen, uns mehr bewegen, mit dem Rauchen aufhören und sonstige schlechte Angewohnheiten endlich aus unserem Leben verbannen. Während wir uns im Dezember über sämtliche Weihnachtsmärkte gerollt und dabei keinen Leckerbissen ausgelassen haben, setzt mit dem 01. Januar des neuen Jahres die absolute Askese ein.

Wir machen die heiß angepriesene Detox-Diät, die wir schon ewig vor uns her schieben, schließen einen Mitgliedschaftsvertrag für ein Fitnessstudio und decken uns mit etlichen Büchern über Meditation und Entspannung ein.

Um den Druck, es diesmal auch durchzuhalten, zu erhöhen, erzählen wir möglichst vielen Menschen in unserem Bekanntenkreis davon, dass wir es wirklich schaffen werden.

Leider schwindet die Welle der Neujahrsmotivation meist oft so schnell, wie sie gekommen ist. Während die Fitnessstudios im Januar noch einem Ameisenhaufen gleichen, nimmt die Zahl der Neujahrssportler bis Ende Februar dramatisch ab. Auch die alten Essgewohnheiten, die wir für die erste Woche des neuen Jahres erfolgreich abgelegt haben, schleichen sich langsam wieder ein und für Meditation haben wir zwischen Arbeit, Terminen und Privatleben wirklich keine Zeit.

Zu viel auf einmal

Fitmelonies Mahlzeitenvorbereitung mit Gemüse und Reis

Dieser Kreislauf, den jeder einzelne Jahr für Jahr durchläuft, ist kein Phänomen, sondern ganz normal.

Warum wir es nicht schaffen unsere guten Vorsätze einzuhalten, lässt sich leicht anhand von schlechten und besseren Vorsätzen erklären:

Schlechter Vorsatz: Zu viel auf einmal

Meistens haben wir nicht nur einen guten Vorsatz, sondern möchten am liebsten gleich unser ganzes Leben ändern. Wir wollen schlanker, schöner, ausgeglichener und motivierter sein. Im Endeffekt werden wir nur frustrierter. Denn wir können nicht gleichzeitig an unterschiedlichen Baustellen in unserem Leben arbeiten. Daher machen wir alles ein bisschen, aber nichts richtig. Wir sind mit unseren vielen Vorhaben überfordert und haben Angst den gesellschaftlichen Idealen nicht entsprechen zu können. Dahe flüchten wir uns schnell in alte Verhaltensmuster, denn dort fühlen wir uns sicher und können weniger scheitern.

Besserer Vorsatz: Prioritäten setzen

Vielleicht gibt es einen Wunsch für das neue Jahr, der über allen anderen steht. Wenn ihr gesünder essen wollt, müsst ihr euch nicht zusätzlich noch im Fitnessstudio anmelden, ein Yoga-Seminar belegen und dreimal die Woche mit der Laufgruppe joggen. Konzentriert euch auf das gesunde Essen. Definiert, warum ihr gesund essen wollt, welche Vorteile es euch bietet und welche Möglichkeiten es gibt eurer Vorhaben umzusetzen. Möglicherweise wollt ihr auch einfach ordentlicher werden. Dann sollte das alleine euer guter Vorsatz für das Jahr 2017 werden. Auch hier könnt ihr euch fragen, wo aktuell das Problem liegt und wie Ordnung vielleicht auch euer Inneres verändern kann.  

Zu radikal

Guter Vorsatz Sport machen

Schlechter Vorsatz: Zu radikal

Ihr habt euch vorgenommen im neuen Jahr mehr Sport zu treiben und euch hoch motiviert im Fitnessstudio angemeldet. Von da an plant ihr mindestens fünf Mal pro Woche zu trainieren und an zwei Tagen zusätzlich zu laufen, damit sich die neue Mitgliedschaft auch richtig gelohnt hat.

Leider hilft viel jedoch nicht immer viel, denn schon nach kurzer Zeit steht die Sporttasche in der hintersten Wohnzimmerecke, das neue Laufband dient ausschließlich als Kleiderständer und der Laufgruppe musste schon zweimal aufgrund von akuter Unlust abgesagt werden.

Sport ist anstrengend. Besonders, wenn man sich bislang nicht unbedingt sportlich betätigt hat. Es kann schon eine Überwindung sein überhaupt zum Sport zu gehen, wenn man das Gefühl hat, dass körperliche Betätigung zur Pflicht wird. Außerdem zeigen sich die sportlichen Erfolge meist erst nach ein paar Monaten. Das ist nicht nur ziemlich mühselig, sondern auch demotivierend. Je öfter man sich vornimmt zu trainieren, desto schwieriger wird es.

Besserer Vorsatz: Schritt für Schritt

Euer Ziel für 2017 ist es Muskeln aufzubauen oder an eurer Figur zu arbeiten? Ihr wollt endlich mal 10 Kilometer am Stück laufen ohne völlig aus der Puste zu sein? Der gute Vorsatz lautet: Schritt für Schritt. Nehmt euch einen Tag in der Woche an dem ihr regelmäßig trainiert. Dieser Tag ist eine Verabredung mit euch selbst, tragt sie im Kalender ein, oder lasst euch von eurem Handy daran erinnern. Dieser Termin sollte nicht verschoben werden, damit ihr ihn wirklich in eure Planung der Woche aufnehmen könnt. Sobald der Sporttag ein fester Bestandteil eures Alltags ist, könnt ihr an einem zusätzlichen Tag ebenfalls trainieren.

Wichtig ist nur, dass ihr euch nicht überfordert, sondern lieber kontinuierlich mit einem Trainingstag weitermacht.  

Zu voreilig

Fitmelonie Yogaübung

Schlechter Vorsatz: Zu voreilig

Ihr hattet euch vorgenommen in diesem Jahr weniger gestresst zu sein und bekommt schon am zweiten Tag einen Rumpelstilzchenanfall weil ihr auf dem Weg zur Arbeit im kilometerlangen Stau steckt? Schon sind die guten Vorsätze vergessen, man verfällt in ein altbekanntes Denkmuster, und glaubt dass sich die Atemübungen sowieso nicht lohnen werden und man mit den Entspannungs-CD’s nur sein Geld verschwendet hat.

Dieses Schwarz-Weiß Denken ist einer der Hauptgründe, warum gute Vorsätze scheitern. Statt aus den Fehlern neue Motivation zu schöpfen, stampft man innerlich wie ein trotziges Kind auf und denkt sich: Kann ich sowieso nicht! Statt sich aufzurappeln, lässt man es nach dem ersten Misserfolg direkt entmutigen und gibt lieber auf, bevor es noch zu anstrengend wird.

Besserer Vorsatz: Fehler verzeihen

Niemand hat gesagt, dass es leicht ist sich eine jahrelange schlechte Angewohnheit abzugewöhnen. Bestimmt wird es die eine oder andere Situation geben in der man zweifelt, sich vielleicht doch eine Zigarette anzünden möchte oder mit dem Gedanken spielt den Salat gegen einen Burger zu tauschen. Wie geht man damit um, wenn etwas nicht so klappt wie man es sich vorstellt?

Fehler sind menschlich. Es ist okay, wenn man einen Ausrutscher hat und kurzzeitig in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Wichtig ist nur, dass man sich nicht erneut darin einrichtet und es aus Bequemlichkeit dabei belässt. Wenn nach der Arbeit der Kopf hämmert und man schwach auf den Beinen ist, sollte man das Workout vielleicht besser auf den nächsten Tag verschieben.

Auf keinen Fall darf sich aber die „Jetzt ist es sowieso egal“-Haltung einstellen. Denn dann sind alle guten Vorsätze zum Scheitern verurteilt. Aufstehen, Kopf hoch und weitermachen und sich selbst verzeihen.

Ich wünsche euch für das kommende Jahr, eure Ziele und Wünsche ganz viel Kraft, Durchhaltevermögen und Motivation!

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