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Ist das noch echt?

Instagram vs. Realität

Von Oona Mathys
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Instagrambild von fitmelonie Oatmealschale

Schlank, schön, erfolgreich und natürlich super gesund: Auf Instagram präsentieren sich Fitnessmodels und Lifestyleblogger von ihrer besten Seite. Aber wie viel von der Instagram-Scheinwelt entspricht wirklich der Realität?

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Reality-Check

Kaum öffne ich meine Instagram-Startseite, springen mir langbeinige, braungebrannte Frauen mit flachen, durchtrainierten Bäuchen entgegen. Gekleidet in gesponsorten Sporthosen, trinken sie gesponsorte In-Getränke und sind dabei meistens irgendwo auf den Malediven oder in einer tropischen Lagune.

Beliebte Fitsporation Seite auf InstagramDer Hashtag #fitspo oder #fitnessinspiration deprimiert mich mittlerweile mehr, als dass er mich motiviert. Bei diesen Bildern frage ich mich im Geheimen: Sehen diese Fitnessmodels wirklich so aus? Haben sie diesen makellosen Teint auch morgens nach dem Aufstehen? Geht das überhaupt ohne Filter, Photoshop und Co.? Ich denke nicht. Und ich bin ehrlich, diese Bilder verursachen Selbstzweifel und verunsichern mich. Aber zum Glück kann auch ich mir mithilfe einer App eine (sonst nicht vorhandene) Wespentaille zaubern und ungeliebte Pickel verschwinden lassen. Die Sommerbräune lässt sich durch die Anwendung einiger Filter vortäuschen. Spaß beiseite, natürlich optimiere ich das eine oder andere Bild für Instagram, aber ich versuche auf meinen Bildern immernoch "ich" zu bleiben.

In 5 Sekunden schlanke Beine – ohne Diät oder Sport

fitmelonies Beinvergleich Instagram vs. RealitätNeben der Möglichkeit, die Bilder nachträglich zu bearbeiten, können Beine, Arme und Po durch bestimmte Körperhaltungen ins rechte Licht gerückt werden.Ohne Fitness und Low-Carb in weniger als fünf Sekunden schlanke Beine haben? Geht nicht? Geht doch! Zwar nur fürs Foto, aber immerhin. Dieser gefährliche Instagramtrend des scheinbar perfekten Körpers lässt andere Frauen, wie mich an ihrem Körper zweifeln. Und obwohl ich weiß, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, wünsche ich mir ab und zu trotzdem, 1,77 Meter groß zu sein und von gefragten Sponsoren mit Gratis-Produkten überhäuft zu werden. Werde ich aber nicht, denn meine Reichweite ist mit 12.000 Followern zu gering für "echte" Werbung.

Mitterweile ist der Fitnesswahn nicht nur ein Social Media Trend, sondern auch ein echtes Business. Genau diese Fitnessmodels, die grazil und langbeinig in aufwendig designten Sport-BHs in Highclass Hotelzimmern posieren, verkaufen auf ihren Bildern Pillen und Proteinpülverchen. Und zwar nicht, weil sie selbst damit Erfolg haben, sondern weil große Firmen sie für Werbezwecke bezahlen.

Ist also alles "fake" auf Instagram? Nein. Aber wir sehen nur das, was wir sehen sollen, und ich schließe mich da nicht aus. Natürlich sind hübsch angerichtete Frühstücksschüsseln netter anzusehen als ein Porridge in der Tupperdose. Und mal ehrlich, ich esse auch nicht jeden Tag perfekt gestylte Pancaketürme vor weißen Hintergründen, denn Food Styling ist nur ein Hobby von mir. 

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Toller Blog! LG aus NRW
 
Danke für diesen schönen Artikel! Gerne vieeeeeeel mehr davon!!!!!!! ❤️
 
Danke du Liebes ❤️❤️❤️
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