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Matsch, Eiswasser und Strom

So hart war Tough Mudder wirklich

Von Oona Mathys
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Beim Hindernislauf Tough Mudder warteten eine Strecke von 19,5 Kilometern, Schlamm und zwanzig Hindernisse auf über 11.000 Teilnehmer. Obwohl das Event auf einem Reitgelände stattfand, ist ein Tough Mudder Lauf bestimmt kein Ponyhof. Hier geht's zum Erfahrungsbericht!

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Seit Oktober 2015 habe ich auf dieses Wochenende gewartet. Jetzt war das Tough Mudder Event in Hermannsburg zum Greifen nah. In den vergangenen Monaten bin ich in meiner Trainingsvorbereitung gehangelt, gerobbt und geklettert. Habe geschwitzt und bin an meine körperlichen und mentalen Grenzen gegangen. Ob es sich gelohnt hat? Ich sollte es an diesem Samstag herausfinden.

Outdoor-Hindernisläufe wie Tough Mudder werden bei Sportlern immer beliebter. Die Tickets sind meist trotz der hohen Preise von bis zu 105 Euro pro Person schnell ausverkauft. Alle, die schon einmal an so einem Outdoor-Hindernislauf teilgenommen haben, werden mindestens einmal von ihren Mitmenschen gefragt: “Warum tust du dir das an?“. Stromschläge, aufgeschürfte Knie und Eiswasser klingen in der Tat eher nach Quälerei als nach einem spaßigen Event, für das man auch noch viel Geld bezahlen soll.

Auch ich musste mich dieser Frage stellen, kann sie jedoch für mich ziemlich eindeutig beantworten. Schon seit ich ein kleines Mädchen bin, hasse ich Wettkämpfe. Alle Sportarten, bei denen es darum geht zu gewinnen, besser oder schneller zu sein als andere Sportler, lösen bei mir bis heute Schweißausbrüche und Angstzustände aus.

Bei Tough Mudder gibt es weder einen Gewinner, noch ein Siegertreppchen oder eine Zeitmessung. Es geht darum die Strecke und die Hindernisse im Team zu bewältigen, sich gegenseitig zu helfen und vor allem Spaß zu haben. Der Lauf ist zwar anspruchsvoll, aber man muss kein Supersportler sein um teilzunehmen. Hindernisse, die als zu schwierig oder zu gefährlich empfunden werden, können ausgelassen werden. Ich hatte jedoch den inneren Ansporn den kompletten Hindernislauf mit meinem Team zu bewältigen.

Pasta la Vista, Baby

Am Abend vor dem Event haben meine Teamkollegen und ich eine große Pasta-Party gefeiert. Her mit den Kohlenhydraten! Denn die füllen die Glykogenspeicher im Körper optimal auf und sichern uns die perfekte Energieversorgung beim Tough Mudder. Nachdem jeder von uns zwei Teller Nudeln verdrückt hatte, sind wir satt und kugelrund ins Bett gefallen, denn am nächsten Tag mussten wir früh hoch.

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