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Ein richtig tougher Hindernislauf

Training für Tough Mudder

Von Oona Mathys
Aktualisiert am 31. Mär. 2021
Electroshocktherapy bei Toughmudder

Der Hindernislauf "Tough Mudder" erfordert neben mentaler und körperlicher Stärke auch ein gezieltes Training und eine gute Vorbereitung. Hier erfahrt ihr alles über meine Erfahrungen und meine jetzige Trainingsvorbereitung für das kommende Event.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Der nächste Tough Mudder steht bevor
  2. Meine Vorbereitung
  3. Workout mit Mutter Natur

Wann seid ihr das letzte Mal an eure Belastungsgrenze gegangen, nicht nur körperlich, sondern auch mental? Wann habt ihr das letzte Mal vor einer Aufgabe gestanden, die ihr nur als Team bewältigen konntet? Und wann habt ihr euch das letzte Mal so richtig dreckig gemacht? Ich kann diese Fragen für mich ziemlich genau beantworten: Vor zwei Jahren beim Outdoor-Hindernislauf Tough Mudder.

Sich auf einer Strecke von fast 18 Kilometern durch den Schlamm und über zahlreiche anspruchsvolle Hindernisse zu kämpfen fordert ein starkes Team, denn einige Hindernisse können ausschließlich mit der Hilfe von anderen bezwungen werden. Aber natürlich muss auch jeder Einzelne fit und belastbar sein, um den toughen Hindernislauf zu meistern. Dabei muss man keineswegs ein Supersportler sein um teilzunehmen, dennoch erfordert die Teilnahme ein gezieltes Training und eine gute Vorbereitung.

Während die meisten Hindernisläufe am Ende einen Sieger küren oder Bestzeiten vergleichen, geht es bei Tough Mudder um den Teamgeist und den Zusammenhalt der Gruppe. Dafür sollte sich jedes Teammitglied so gut wie möglich vorbereiten, damit der Hindernislauf für die ganze Gruppe ein tolles Erlebnis wird.

Der nächste Tough Mudder steht bevor

Dieses Jahr ist es endlich wieder soweit! Im Juli werde ich mit einem Team am Tough Mudder Hindernislauf in Norddeutschland teilnehmen. Bald wird es also ernst und daher ist es für mich wirklich allerhöchste Zeit, endlich mit der Wettkampfvorbereitung zu beginnen!

Die Hindernisse bei Tough Mudder sind eine echte Herausforderung. Egal ob auf der sogenannten Mud Mile, bei der man sich durch meterhohe Schlammhügel kämpft, oder im Eisbecken Artic Enema 2.0, das mit einer LKW-Ladung Eiswürfel garantiert nichts für Warmduscher ist. Zudem kommen jährlich neue Hindernisse hinzu, um auch regelmäßige Teilnehmer immer wieder zu überraschen und zu fordern. 

So findet dieses Jahr auch der "King of Swingers" im deutschen Tough Mudder seinen Platz. Ich finde, das sieht ziemlich aufregend aus!

Um Stationen wie diese ohne Probleme bewältigen zu können, sollte das vorbereitende Training nicht nur verschiedene Muskelpartien ansprechen, sondern auch die Ausdauer optimal steigern. Berücksichtigt man diese beiden Faktoren, kann man im besten Fall verhindern, dass man während des Hindernislaufes auf der Strecke bleibt. 

Meine Vorbereitung

fitmelonie in der Electroshocktherapy

Um das Training optimal zu gestalten, sollte man sich zunächst fragen, was bei den Tough Mudder–Hindernissen gefordert ist. Bei den meisten Stationen geht es vor Allem um Körperspannung, Kraft in den Armen und Händen sowie Beweglichkeit. Zudem sollte man bei einer Laufstrecke von knapp 18 Kilometern zumindest die eine oder andere Joggingrunde absolviert haben. 

Ich setze bei meiner Tough Mudder-Vorbereitung auf ein Ganzkörpertraining, da es der Beanspruchung des Hindernislaufs am nächsten kommt. Welche Übungen ich dafür verwende, erkläre ich euch jetzt!

Natürlich steht vor jedem Training das Aufwärmen. Mein Trainings-Warm-Up besteht normalerweise aus eine Viertelstunde auf dem Crosstrainer oder Laufband. Im Anschluss folgen dann drei Durchgänge Burpees à einer Minute. So werden Körper und Gelenke vor dem Krafttraining nicht nur gut aufgewärmt, auch der Kreislauf kommt in Schwung. Wenn mein Workout danach beginnt, sind Klimmzüge, zur Stärkung der Griffkraft und Rückenmuskulatur, ein absolutes Muss in meinem Trainingsplan. Diese Übungen habe ich in der letzten Vorbereitung für den Lauf kaum berücksichtigt und bin bei Hindernissen, die Hangeln oder Hochziehen erforderten, relativ schnell im Schlamm unter mir gelandet. Auch Eigengewichtsübungen, wie der Unterarmstütz oder der Seitstütz zur Verbesserung der Körperspannung, baue ich regelmäßig in mein Training ein. So sind Hindernisse, bei denen gekrochen oder gerobbt werden muss, trainingstechnisch bestmöglich abgedeckt. Schwere Ganzkörperübungen sind ebenfalls ein Teil meines Workouts, da mir diese Übungen helfen meine Kraft in Kombination mit Ausdauer auszubauen. Ich absolviere mein Tough Mudder-Training derzeit dreimal pro Woche. Dabei lege ich das Workout so, dass mein Körper zwischen den Trainingstagen genug Zeit hat sich zu regenerieren. Wie ihr seht, ist schon das Training für Tough Mudder eine ziemlich "toughe" Sache!

Bei einem Outdoor-Hindernislauf darf man nicht vergessen, dass äußere Umstände, wie zum Beispiel Temperatur, Wind und Untergrund einen starken Einfluss auf unsere Leistung haben. Deswegen empfiehlt es sich, probeweise auch mal im größten Fitnessstudio der Welt zu trainieren ;-)

Workout mit Mutter Natur

fitmelonie beim Workout im Wald

Ich merke es immer wieder am eigenen Leib. Das Laufen auf dem Laufband fällt mir meist sehr viel leichter als zum Beispiel das Laufen im Wald. Trotzdem macht mir das Laufen in der Natur um ein Vielfaches mehr Spaß. Aber warum ist das Training draußen so viel härter? Meist reicht bei mir schon der eine oder andere Hügel, um mich ordentlich ins Schwitzen zu bringen. Vielleicht ist die Laufstrecke uneben oder der Boden matschig. Im Gegensatz zum Fitnessstudio gibt es beim Outdoor-Training viele Faktoren, die das Workout erschweren. Statt sich darüber zu ärgern, sollte man es als kleine extra Herausforderungen sehen. Nehmt den Ast der euch im Weg liegt, doch einfach mal als zusätzliches Gewicht, statt um ihn herumzulaufen.

Mein Ausdauertraining besteht derzeit aus zwei Läufen pro Woche. Meistens laufe ich nicht mehr als dreißig Minuten, um meinen Körper zwar zusätzlich zum Krafttraining zu fordern, jedoch nicht zu überfordern. Dabei wähle ich oft Strecken mit viel Steigung und baue auch gerne mal eine zusätzliche Kraftübung ein.

Ihr seht, das Training für Tough Mudder ist schon eine Herausforderung an sich. Aber ich freue mich sehr auf den Hindernislauf und möchte dementsprechend gut vorbereitet sein. Außerdem macht die Vorbereitung, so anstrengend sie auch ist, definitiv eine Menge Spaß! Wie gesagt, es ist meine ganz persönliche Vorbereitung. Es gibt auch keinen festgeschriebenen Trainingsplan und das Wichtigste: Niemand muss so trainieren, wenn es ihm widerspricht.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen sportlichen Start in die neue Woche!

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