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Tschüss Süßstoff! Alternative Süßungsmittel

Tag 4. Heute geht es ins Reformhaus, um meinen Bestand an süßen Alternativen zu weißem Haushaltszucker aufzustocken. Als angehende Ernährungswissenschaftlerin achte ich besonders auf die Nährstoffzusammensetzung und den zusätzlichen Mehrwert, den mir Lebensmittel bieten können. So liefert herkömmlicher Zucker ausschließlich "leere Kalorien", während natürliche Süßungsmittel eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten. 

Um nicht den gesamten Laden leer zu kaufen, beschränke ich mich letzen Endes auf fünf Zuckeralternativen.

Apfelsüße 


ApfelsüßeDie sirupartige Apfelsüße wird ausschließlich aus Äpfeln gewonnen und schmeckt süß, aber nicht fruchtig. Ich werde die Apfelsüße zum Kochen, Backen und in meinen Frühstückskreationen verwenden. Dabei entspricht ein Teelöffel Apfelsüße der Süßkraft von einem Teelöffel Zucker. Wegen des hohen Fruchtzuckergehalts, sollte jedoch auch Apfelsüße in Maßen verwendet werden.

 

Datteln 

DattelnDatteln sind nicht nur lecker, sie enthalten auch einen hohen Anteil an Magnesium, Phosphat und Kalzium. Klein geschnitten versüßen die Früchte jedes Müsli und können als Paste auch beim Backen eingesetzt werden. Dazu circa 25 Datteln zwei bis vier Stunden in warmem Wasser einweichen, anschließend entkernen und im Mixer zu einem Brei zerkleinern. Die fertige Dattelpaste hält im Kühlschrank mehrere Tage.

 

Xylit

xylitXylit ist ein natürlicher Zuckerersatz, der aus Maispflanzen- oder Holzfasern gewonnen wird. Er eignet sich zum Süßen von Heiß- und Kaltgetränken sowie zum Backen oder zur Herstellung von Marmelade. Dabei entspricht ein Gramm Xylit der Süßkraft von einem Gramm Zucker, hat aber 40 Prozent weniger Kalorien. Jedoch sollte man Xylit in Maßen einsetzen, da große Mengen eine abführende Wirkung haben können.

 

Kokosblütenzucker

KokoszuckerObwohl Kokosblütenzucker aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt, hat er keinen starken Eigengeschmack, sondern eher eine karamellige Note. Zudem enthält er eine Vielzahl an Nährstoffen wie Kalium oder Zink und lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als Haushaltszucker. Er kann im gleichen Mengenverhältnis wie brauner Zucker beim Backen und Süßen verwendet werden.

Reissirup

ReissirupReissirup besteht aus gemahlenem Vollkornreis, der mit Wasser zu Sirup eingekocht wird. Obwohl er farblich normalem Honig ähnelt, ist der Reissirup weniger süß und schmeckt leicht malzig. Reissirup enthält keinen Fruchtzucker und ist so auch bei Fructoseintoleranz zum Süßen geeignet. Eingesetzt werden kann der Reissirup wie Honig, zum Beispiel bei Dips oder beim Backen.

 

 

 

Mit meinen neuen natürlichen Süßungsmitteln bin ich optimal ausgestattet, um den Süßstoff endgültig aus meinem Leben zu verbannen. Wer die Liste meiner Einkäufe aufmerksam gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass zwei relativ bekannte Zuckeralternativen nicht dabei waren: Stevia und Agavendicksaft.

Stevia gilt im Moment als das neue kalorienfreie Süßungsmittel am Markt. Ich bin jedoch kein Freund des pflanzlichen Süßstoffes. Insbesondere der Geschmack ist für mich persönlich der größte Kritikpunkt. Zudem gibt es noch keine aussagekräftigen Langzeitstudien, welche die Unbedenklichkeit von Stevia beweisen.

Auch Agavendicksaft wird allgemein als eine gesündere Zuckeralternative betitelt. Jedoch besteht der Sirup aus dem Herz der Agavenpflanze hauptsächlich aus Fruchtzucker. Der Unterschied zwischen Apfelsüße und Agavendicksaft ist, dass bei letzterem Fermente dafür benutzt werden, reine Fruktose aus den sonst eher harmlosen Ballaststoffen in der Agavenpflanze herzustellen. Das fällt bei traditionellem Apfelsaft weg. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) steht Fructose im Verdacht, den Stoffwechsel negativ zu beeinflussen, unser Sättigungsgefühl zu verringern und sogar den Appetit zu steigern. Ebenso kann Fruchtzucker einen Einfluss auf die Konzentration von schädlichem Cholesterin und Blutfetten haben.

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