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Wie sinnvoll sind Cheat Days? Was sind Cheat Days?

Der sogenannte Cheat Day, auch als Schummeltag oder Fresstag bekannt, scheint auf den ersten Blick die Lösung für alle Diätprobleme zu sein. An diesem Tag werden die in der Diät bestehenden Verbote für einen Tag aufgehoben. Für unsere Psyche kann der Schummeltag durchaus wertvoll sein, denn er erlaubt uns, während einer strikten Diätwoche unseren Gelüsten nach Süßem und Fettigem nachzugeben und alles zu essen, was uns schmeckt.

Außerdem soll der Körper, der sich in einer Diät an die reduzierte Kalorienaufnahme gewöhnt, aus seinem festgefahrenen Rythmus aufgerüttelt werden. Das Ziel von Cheatdays ist es also, den runtergefahrenen Stoffwechsel „anzukurbeln“ und vor allem die Motivation für weitere Diättage wieder zu heben.

So einfach wie es sich in der Theorie zunächst vielleicht anhört, ist es jedoch in der Praxis leider nicht.

Meine Cheat Day-Erfahrung

Ich habe selbst vor etwa zwei Jahren meine ersten Erfahrungen mit Cheatdays gemacht. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt in einer sehr kohlenhydratarmen Diät und litt unter dem oben beschriebenen Heißhunger auf Brot, Fast Food und Süßigkeiten. Die Schummeltage waren für mich damals die einzige Möglichkeit diesen Heißhunger zu befriedigen.

Die ganze Woche freute ich mich auf den Samstag, der sich in kurzer Zeit zu meinem offiziellen Fresstag entwickelte. Schon am Freitag ging ich so viele Lebensmittel für den Cheatday einkaufen, dass eine vierköpfige Familie davon satt geworden wäre.

Als am nächsten Morgen mein Wecker klingelte, begann mein Freifahrtschein. Den ganzen Tag über aß ich ununterbrochen Gebäck, Schokolade und Nudeln und Brötchen und nahm über 6.000 Kalorien zu mir. Gegen Abend litt ich dann unter starken Bauchschmerzen, Übelkeit und hämmernden Kopfschmerzen.

fitmelonies Pizza am Cheat Day

Mein Körper war diese Mengen an Essen, Fett und Zucker überhaupt nicht gewohnt und rebellierte. In der Nacht schlief ich immer sehr unruhig und der Tag nach dem großen Fressen war vergleichbar mit einem Kater. Mir war durchgehend schlecht, ich hatte Magenkrämpfe und fühlte mich schlapp.

Obwohl ich mir schwor meinem Körper keinen weiteren Schummeltag anzutun, stand ich am nächsten Freitag wieder im Supermarkt, um für meinen nächsten Cheatday einzukaufen, da mein Verlangen nach verbotenen Lebensmitteln enorm groß war.

Auch wenn ich mich während meiner Diättage haargenau an meine reduzierte Kalorienmenge gehalten habe, hatte ich nach drei Wochen etwa zwei Kilo zugenommen. Der Grund dafür waren die Cheat Days. Durch mein exzessives Essen an einem Tag, hatte ich es geschafft, die eingesparten Kalorien während der Woche zu Nichte zu machen und sogar noch mehr zu essen, als es für meinen Körper normal war.

Ich glaube, ich bin eins der besten Beispiele dafür, wie man es nicht machen sollte. Erst nachdem ich die Diät beendet habe, konnte ich mich komplett von den Cheat Days lösen und zu einem intuitiven Essverhalten zurückfinden.


 

Übersicht zu diesem Artikel

 
Sehe ich genauso. Nur frage ich mich, warum ich mich mit Diäten herumschlagen soll, wenn es das gute alte FDH genauso tut. Wenn man sich dabei noch halbwegs vernünftig und bewusst ernährt, dabei noch ein wenig Sport macht, brauch man weder Diäten, noch Cheatdays und kann sich dann auch mal den halben Topf Ben & Jerry's gönnen, ohne dass der Stoffwechsel gleich amok läuft.
 
Hallo Marcel, da hasr du total Recht. Im Endeffekt ist es egal, welche Art von Diät man macht, hauptsache man bleibt im Kaloriendefizit. Ich glaube FDH ist mittlerweile nicht mehr so verbreitet, weil viele Menschen einfach zu undiszipliniert sind um dann auch wirklich nur die Hälfte zu essen :) Ganz liebe Grüße, Oona
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