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Der Good-Food-Blog
10. Mai 2017

Essen ist Vertrauen

Wem vertrauen Sie, wenn es um Ihr Essen geht? Sehr wahrscheinlich Ihrer Mutter. Außerdem Ihren Freunden, wenn Sie zum Essen eingeladen sind. Und dem Koch Ihres Lieblingsrestaurants. Vielleicht auch dem Metzger in Ihrem Ort und dem Besitzer des Bioladens. Sie vertrauen diesen Menschen, weil Sie sie persönlich kennen und davon überzeugt sind, dass Sie Ihnen nur Mahlzeiten und Lebensmittel anbieten, die man bedenkenlos essen kann. Alles andere wäre ja auch eine ziemliche Katastrophe.

Intuitiv essen: gesellige Tafel

In der heutigen Zeit vertrauen wir alle in Bezug auf unser Essen aber auch der Industrie. Mancher von uns mehr, mancher weniger. Aber ich fürchte, es gibt niemanden, der nicht ab und zu ein industriell hergestelltes Produkt isst. Und die Politik erzählt uns ja auch mantramäßig immer wieder gerne, dass unsere Lebensmittel sicher seien.

Doch sind sie das wirklich? Mir kommen so langsam Zweifel. In Deutschland teilen sich vier Konzerne (Aldi, Edeka, Rewe und die Schwarz-Gruppe) 85 Prozent des Lebensmittelhandels. Durch ihre Marktmacht können die Konzerne bestimmen, wer was wie und zu welchem Preis produziert und welche Lebensmittel wir Verbraucher überhaupt im Supermarkt angeboten bekommen.

Auch die Vielfalt, die uns durch die vielen verschiedenen Marken in den Regalen suggeriert wird, existiert so gar nicht. So gehören zum Beispiel Kitkat, Maggi, Thomy und Wagner alle zum selben Megakonzern – nämlich Nestlé.

Frau im Supermarkt

Wird in den Produktionsküchen der Großkonzerne so gekocht, wie in den Küchen unserer Mütter? Wohl kaum. Denn weder Mama noch wir selbst würden auf die Idee kommen modifizierte Stärke, Palmfett, Natriumbenzoat, künstliche Aromen, aufgeschlossene Pflanzeneiweiße, Hefeextrakt oder Ähnliches in unser Essen tun. Das alles findet sich jedoch in industriell hergestellten Mahlzeiten. Erlaubtermaßen selbstverständlich.

Doch was erlaubt ist, muss ja noch lange nicht gut sein. Seit einigen Jahren leiden zunehmend mehr Menschen an Lebensmittelallergien, an Unverträglichkeiten, an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, am Reizdarmsyndrom oder an Verdauungsbeschwerden. Und wir sehen Menschen mit starkem Übergewicht, die weder besonders viel essen noch sich besonders wenig bewegen.

Ich finde, da kann man schon mal auf den Gedanken kommen, dass das ganze Industriefutter auf Dauer für uns alle nicht gesund sein kann. Selbst die Milch im Supermarkt, die uns ja immer als ach so natürliches Lebensmittel angepriesen wird, ist heute nicht das, was sie natürlicherweise einmal war.

Durch die Homogenisierung werden die Fettpartikel in ihrer natürlichen Form und Größe zerstört. Es gibt Experten, die dies für gesundheitlich bedenklich halten.   

Wenn Sie also demnächst ein Fertiggericht aus der Supermarkttruhe holen wollen, dann überlegen Sie zweimal: Schenken Sie dem Hersteller tatsächlich so viel Vertrauen, dass Sie davon ausgehen, dass er bei der Produktion nur an Ihr Bestes – nämlich an Ihre Gesundheit – gedacht hat? Oder haben Sie da Zweifel?

In letzterem Fall würde ich die Pizza (oder was immer es ist, das Sie gerade in der Hand halten) besser selbst machen. Oder zumindest den Teig im Bio-Laden kaufen.   

Herzlichst

Dr. Alexa Iwan (Dipl. Ökotrophologin)

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