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Der Good-Food-Blog
06. Juli 2016

Fußballer in der Lebensmittelwerbung

Von Dr. Alexa Iwan

Kennen Sie den? Sagt eine Frau zu ihrem Mann: "Ich war gerade im Supermarkt und habe versucht für das Abendessen nur Produkte zu kaufen, die nicht mit Fußball beworben werden. Es gibt also heute Klopapier mit Olivenöl." Die Fußballeuropameisterschaft zieht uns derzeit alle in ihren Bann ... wir fiebern mit der deutschen Nationalelf, jubeln über ihre Tore und raufen uns die Haare bei verschossenen Elfmetern. Wir mögen "unsere Jungs" und wünschen uns, dass sie ins Endspiel kommen.

Coca Cola Fußball-EM 2016
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Der Hype um die Euro 2016 ist riesig und die Industrie drum herum nutzt das Thema und die prominenten Gesichter in ihren Werbekampagnen. So wirbt Bastian Schweinsteiger für Chips, die einzelnen Konterfeis des gesamten Nationalteams prangen auf Cola-Dosen, von Kinderschokolade gibt es eine "Fußballedition" mit Kinderbildern von Götze, Podolski, Boateng & Co. auf den Packungen. Und die Kinder, die die Spieler beim Einlaufen in die Stadien an der Hand haben, heißen jetzt offiziell "McDonald’s Fußball Eskorte".

Offenes Wort: Ich kann das nicht leiden. Verstehen Sie mich dabei bitte nicht falsch: Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass Menschen ihr Geld mit Werbung verdienen oder Verbände ihre Kosten u. a. durch Werbekooperationen decken. Aber ich frage mich: wie viel muss ein Konzern einem Fußballer oder dem DFB wohl zahlen, damit die sagen: "Ungesund? Wir, ein Vorbild? Unser Einfluss auf die Kids? Uns doch egal."

Wir haben Hunderttausende von adipösen Kindern in Deutschland. Zum ersten Mal in der Geschichte sehen wir Typ-II-Diabetes (den Altersdiabetes!) bereits im Kindesalter. Übergewicht wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als globale Epidemie eingestuft, bei deren Entstehung Zucker und kalorienreiches Fastfood eine wesentliche Rolle spielen. Bereits EINE Dose Limo/Cola regelmäßig pro Tag getrunken, erhöht das Risiko für Übergewicht und Diabetes.

Lieber DFB, liebes Nationalteam – wie soll ich meiner Tochter oder meinen Sohn glaubhaft erklären, dass zuckerhaltige Softdrinks Mist sind, wenn ihre Fußballidole ihnen tagtäglich zeigen, wie cool das Zeug ist? Ist es wirklich nötig, dass Sie Ihre Popularität ausgerechnet mit Honoraren aus der Zucker- und Junkfood-Industrie versilbern? Gibt es nicht auch Anfragen von Herstellern vernünftiger Produkte, für die Sie werben könnten?

Sie haben so viel Macht und Einfluss, eben weil Sie so viel Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit genießen. Warum nutzen Sie dies nicht im Sinne gesellschaftlicher Verantwortung? Oder anders ausgedrückt: Bitte helfen Sie mit unsere Kinder vor der Pest namens Übergewicht und den damit verbundenen Folgeerkrankungen zu schützen, in dem Sie zeigen, wie cool ein gesunder Lebensstil sein kann.

Herzlichst,

Ihre Alexa Iwan (Dipl. Ökotrophologin)

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