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15. Mai 2018

Weniger Plastik in der Küche

Von Iris Lange-Fricke

Käse in Plastikverpackung, Gurke in Frischhaltefolie, Müsli in Kunststofftüten. Plastik hat viele Namen und kommt mittlerweile überall vor. Besonders im normalen Supermarkt kann ich vor diesen Verpackungen keinen Halt mehr machen. Leider sind diese Umhüllungen nach dem Einkauf einfach nur Müll und landen schnell in der Tonne. Da muss sich dringend etwas in meiner Küche ändern! Jedoch ist das gar nicht so einfach, aber schon kleine Dinge können für weniger Plastik sorgen.

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Schon seit einigen Monaten habe ich den Verbrauch von Plastik in meinem Haushalt reduziert. Im Badezimmer tauschte ich Duschgel gegen Seife, die Plastikzahnbürste gegen eine Bürste aus Bambus und suchte nach anderen alternativen Kosmetikutensilien.

Sind Sie neugierig geworden, welche Umstellungen ich in meinem Bad vorgenommen habe? Dann könnte Sie mein Blogbeitrag zum Thema "Weniger Plastik im Badezimmer" interessieren.

Im Bad lief die Umstellung problemlos, doch die Küche ist eine größere Herausforderung für mich. Hier sammelt sich täglich viel Plastikmüll an. Fast jedes Lebensmittel ist umhüllt damit.

Der Kunststoff macht uns das Leben einfacher. Die Produkte werden damit hygienischer verpackt, die Händler und die Lebensmittelindustrie können ihre Ware gut präsentieren und besser transportieren. Soweit so gut. Das Negative daran ist, dass diese Verpackungen nur einmal benutzt und dann weggeworfen werden.

An der Plastikflut muss sich dringend etwas ändern, denn jährlich produzieren und verbrauchen wir bis zu 240 Millionen Tonnen Plastik. Neben den vielen Kosmetikprodukten mit Mikroplastikteilen gibt es kaum Produkte, die nicht in Plastik eingepackt werden. In der Küche landen diese Verpackungen dann täglich in der Tonne.

Ein großer Teil des Abfalls geht entweder in Müllverbrennungsanlagen, wo giftige Gase in die Luft geblasen werden oder das Plastik landet über das Abwasser, die Schifffahrt und unsere Flüsse im Meer.

Zu viel Plastik schwimmt im Meer

Laut dem WWF (World Wide Fund For Nature) Deutschland schwimmen heute schon bis zu 46.000 Teile Plastik im Wasser unserer Ozeane und Meere. Die Folge ist, dass Meeresbewohner wie Fische und Vögel die Plastikteile fressen, daran sterben oder kleinste Teile durch den Fischverzehr oder durch das Wasser wieder in den menschlichen Organismus gelangen.

Auch Gift- und hormonähnliche Stoffe kommen durch das Zerkleinern oder das Brüchigwerden der Plastikteile in die Umgebung. Diese können krebserregend sein und den Hormonhaushalt aller Lebewesen beeinflussen.

Sie können schon mit kleinen, ganz einfachen Schritten den Ballast für unsere Erde verringern. Ich habe meine ersten Schritte gemacht und achte beim Einkaufen darauf, dass ich weniger Plastikverpackungen, Plastiktüten und Wegwerfartikel in den Einkaufswagen lege.

Nachdem ich meine Küche ausgemistet, entrümpelt und von sinnlosem Ballast befreit habe, habe ich einige Veränderungen vorgenommen.

Leben mit weniger Plastik – so geht's schrittweise:

Schritt 1: Mein Leinenbeutel ist immer dabei und gehört beim Einkaufen einfach dazu. Zudem benutze ich Stoffbeutel für loses Gemüse und Brötchen. So erspare ich mir die Plastiktüten und das zusätzliche Geld dafür.

Schritt 2: Trinken ist absolut wichtig! Ich stille meinen Durst mit der einfachsten Möglichkeit: Ich trinke Leitungswasser. Hier in Deutschland ist das Wasser gut kontrolliert und unbedenklich trinkbar. Zudem benutze ich für unterwegs eine Mehrweg-Trinkflasche aus Glas und setze mich entspannt in ein Café anstatt einen to-go-Becher zu verwenden.

Natürlich gibt es auch mal Ausnahmen, aber die kann ich an einer Hand abzählen. Zu Hause besitze ich zudem einen Wassersprudler für etwas mehr Abwechslung. Außerdem peppe ich mein Wasser gerne mit Obst, Ingwer und Kräutern auf.

Schritt 3: Bei mir kommen hauptsächlich Grundnahrungsmittel und selten Fertiggerichte in den Einkaufsbeutel, aus denen ich dann ein frisches Gericht koche. Diese Produkte kommen häufig ganz ohne Verpackungen aus, wodurch automatisch weniger Müll entsteht. Beim Einkauf achte ich darauf, wie bzw. ob Produkte verpackt sind. So landen lose Möhren ohne Verpackung, Mehl in Papiertüten oder Öl in Glasflaschen in den Einkaufskorb.

Schritt 4: Einmal wöchentlich gehe ich für bestimmte Lebensmittel in einen Unverpacktladen. Dort kaufe ich Linsen, Nüsse, Nudeln, Getreide oder Handspülmittel. Mit etwas Planung geht das ganz gut. Ich nehme mir vorher Gläser, Dosen und Beutel mit, damit ich Gefäße zum Abfüllen habe.

Schritt 5: Milch, Sahne und Joghurt kaufe ich gerne in Mehrweggläser und -flaschen und kann diese dann gegen Pfand zurückgeben. Regelmäßig gehe ich auch mit meinen Dosen und Gläsern zum Metzger und in den Käseladen, um frisches Fleisch und Käse einzukaufen. Bisher wurde ich noch nicht schief angeschaut und ich hatte noch keine Probleme mit dieser Einkaufsvariante.

Schritt 6: Frischhalte- und Alufolie habe ich aus meiner Küche komplett verbannt. Diese Produkte kommen nicht mehr in mein Haus. Gekochte Speisen decke ich entweder mit Tellern ab oder sie kommen in verschließbare Dosen oder Gläser. Darüber hinaus, sind wiederverwertbare Bienenwachstücher ganz praktisch und zum Frischhalten und Verpacken super geeignet.

Zudem hat bei mir Küchenpapier seit Jahren keinen Platz in der Küche. Kleckereien wische ich ganz einfach mit einem Lappen weg.

Schritt 7: In konventionellen Putzmitteln und Reinigern stecken meist viele Chemikalien und Giftstoffe. Beispielsweise sind Essig, Natron und Kernseife einfache alternative Reinigungsmittel, die ihren Zweck wunderbar erfüllen. 

Ich verwende Essigwasser und Natron zum Putzen und fülle mir Öko-Handspülmittel in eine Glasflasche im Unverpacktladen ab. Zudem trenne ich seit Jahren meinen Müll und benutze eine Bio-Tonne.

Mehr Infos zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie auf meinem Blog:

zum Blog

Welchen Schritt machen Sie als erstes?

Herzliche Grüße, 
Ihre Iris!

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