Grüne Beete Gartenblog

Dünger selber machen: 3 nützliche Tipps für den Bio-Garten

Von Annemarie Jungbluth
Aktualisiert am 18. Feb. 2021
Dünger selber machen

Dünger aus dem Gartencenter ist meistens sehr teuer, voll mit Chemie oder im schlimmsten Fall sogar beides. Auf der Suche nach Alternativen und dem besten Dünger für den Gemüsegarten bin ich auf drei sehr gute Düngermethoden gestoßen, die sich ganz einfach selbst herstellen lassen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Wie kann man Dünger selber herstellen?
  2. Brennnesseljauche selber machen
    1. Welche Gemüsepflanzen am besten mit Brennnesseljauche düngen?
    2. Konzentrierter Brennnesseldünger
    3. Brennnesseljauche ansetzen Schritt für Schritt erklärt
  3. Beinwell Dünger selber machen
  4. Dünger aus Unkraut selber machen
  5. Lust auf weitere Garten-Tipps?

Wie kann man Dünger selber herstellen?

Wer Dünger selbst herstellen möchte, braucht dafür gar nicht viel. Geeignete Blätter, etwas Wasser, ein möglichst verschließbares Gefäß und ein paar Wochen Geduld.

Die Zutaten für selbst gemachten Dünger finden sich beinahe an jedem Waldrand oder im Garten selbst. Denn das Praktische am Dünger selber machen ist, dass nahezu jedes Unkraut dafür herhalten kann. Das Unkraut wird vernichtet und entsorgt und liefert gleichzeitig wertvollen Flüssigdünger für Gemüsepflanzen und Blumen.

Besonders für die Herstellung von Dünger eignen sich Brennnesseln und Beinwell. Hier geht’s zu den Anleitungen für den selbst gemachten Bio-Dünger.

Brennnesseljauche selber machen

So wird Brennnesseljauche gemacht: Für die Brennnesseljauche sammelt man 2-3 Armvoll Brennnesseln (dass man hier besser Handschuhe nimmt, brauch ich wohl nicht zu erwähnen). Dafür wird nur das obere Drittel der Brennnessel mit der Gartenschere abgeschnitten, zerkleinert und mit einem Eimer Wasser aufgegossen.

Ich kann nur dazu raten, die Brühe abzudecken und am besten zu einem Eimer mit Deckel (z. B. dieser hier aus Emaille) zu greifen, denn Brennnesseldünger wird nicht umsonst auch Jauche genannt. Das Zeug stinkt bestialisch. Aber wie auch in der Medizin gilt, es soll nicht schmecken bzw. gut riechen, sondern helfen.

Nach 2-3 Wochen wird der Sud mit Wasser verdünnt, bis die Farbe schwarzem Tee gleicht.

Welche Gemüsepflanzen am besten mit Brennnesseljauche düngen?

Dünger aus Brennnesseln ist reich an Stickstoff, welches sich positiv auf das Blattwachstum auswirkt. Daher ist Brennnesseldünger besonders für Gemüsepflanzen geeignet, bei denen die Blätter geerntet werden wie beispielsweise Spinat, Mangold und Salate.

Aber auch für Blumenstauden, die Balkonblumen oder den Rasen ist Brennnesseldünger eine wahre Wellnesskur und sorgt für einen gesunden Wachstumsschub.

Konzentrierter Brennnesseldünger

Wer sich den Gestank von einem Eimer Brennnesseljauche ersparen möchte oder dafür keinen Platz hat, kann auch einen höher konzentrierten Brennnesseldünger auf kleinerem Raum ansetzen.

Dafür braucht man lediglich eine Plastikflasche, ein Schraubglas und einen größeren Stein zum Beschweren.

Der Flaschenboden wird abgeschnitten und die zerkleinerten Brennnesseln hineingestopft. Anschließend wird der Flaschenhals ins geöffnete Schraubglas gestellt. Das war’s. Nach einigen Wochen tropft eine dunkelbraune Flüssigkeit in das Glas, welche verdünnt wieder als Dünger genutzt werden kann.

Brennnesseljauche ansetzen Schritt für Schritt erklärt

Beinwell Dünger selber machen

Tomatenpflanze

Der beste Tomaten-Dünger: Beinwell! Selbst hergestellter Dünger aus Beinwell ist der beste selbst gemachte Flüssigdünger, den man seinen Gartenpflanzen bieten kann. Da Beinwell sehr tief wurzelt, dringt er in sehr tiefe Bodenschichten vor und kann hier wertvolle Nährstoffe aufnehmen, die anderen Pflanzen verwehrt bleiben. So ist Dünger aus Beinwell reich an Kalium.

Der selbst gemachte Flüssigdünger ist ideal zum Düngen von Tomaten, Zucchini und anderen Gemüsepflanzen. Während der frühen Wachstumsphase darf gern mehrmals wöchentlich mit Beinwell-Dünger gedüngt werden.

Eine Beinwellpflanze ist dabei sehr ergiebig und liefert bis zu 10 Kilogramm Blätter, die nach dem gleichen Prinzip wie bei der Brennnesseljauche in einem Eimer mit Wasser über zwei Wochen angesetzt werden.

Dünger aus Unkraut selber machen

Was mit Brennnesseln und Beinwell klappt, gelingt auch mit anderen Gartenunkräutern. Nach dem nächsten Unkrautjäten also am besten das Unkraut nicht wegschmeißen (schon gar nicht auf den Kompost, da es sich hier noch aussamen oder keimen kann und so später wieder auf die Beete gelangt).

Besser ist es, das Gartenunkraut ebenfalls mit Wasser aufzugießen und über mehrere Wochen stehen zu lassen. Das tötet das Unkraut endgültig ab und hinterlässt einen nährstoffreichen Dünger, der wieder verdünnt als Gemüse- und Blumendünger verwendet werden kann.

Habt ihr weitere Tipps für selbst gemachten Bio-Dünger? Dann hinterlasst diese gern als Kommentar unter dem Artikel!

Lust auf weitere Garten-Tipps?

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