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So gestalten Sie Ihren Garten oder Balkon bienenfreundlich

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 30. Jun. 2020

Schon mal von Samenbomben gehört? Jahr für Jahr werden die kleinen Pflanzkugeln auch bei uns beliebter. Besonders in Großstädten sorgt das ballförmige Saatgut dafür, dass die Straßen etwas grüner werden.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Kleines Summer-Paradies für Bienen
  2. Samenbomben selber machen
    1. Wie kann man Samenbomben selber machen?
    2. Das braucht man für selbst gemachte Samenbomben
    3. So werden die Seedbombs gemacht
    4. Im Video: Samenbomben ganz einfach selber machen
  3. Wissen zum Mitnehmen

Im Frühjahr kommen die flauschigen, gelb-schwarz geringelten Bienenköniginnen wieder aus ihren Winterverstecken und erfüllen die Luft mit ihrem charakteristischen Brummen. Wenn die Nächte noch kalt sind und es auch tagsüber im Schatten fröstelig ist, finden die Bienen allerdings oft noch nicht genug Nahrung.

Wer auf Balkon oder Terrasse eine entkräftet umher krabbelnde Biene findet, kann ihr schnell und einfach auf die Beine helfen: Platzieren Sie einen Löffel mit Zuckerlösung in der Nähe des Insekts. So können sich Bienen stärken und ein eigenes Bienenvolk aufbauen, das fleißig Obstbäume und Blumen bestäubt.

Kleines Summer-Paradies für Bienen

Die Insekten haben großen Anteil an einer guten Obsternte und doch wird ihnen das Leben immer schwerer gemacht: Pestizide, Bebauung und Monokulturen verdrängen den natürlichen Lebensraum der Tiere. Umso wichtiger sind kleine Oasen für Insekten, die jeder selbst im Garten oder auf dem Balkon schaffen kann: Eine Wildblumenwiese, bepflanzt zum Beispiel mit Katzenminze, Lerchensporn, Beinwell, Akelei, Taubnesseln, Wildrosen oder anderen wilden Gewächsen, bieten Hummeln, Bienen, aber auch bunten Schmetterlingen Nahrung.

Diese Blumen locken Hummeln und Bienen außerdem an und können daher zurecht als bienenfreundliche Pflanzen bezeichnet werden:

  • Bartblum
  • Blaukissen
  • Eisenhut
  • Farne
  • Färberkamille
  • Gänsekresse
  • Glockenblume
  • Johanniskraut
  • Klee
  • Kleines Habichtskraut
  • Lavendel
  • Melisse
  • Sonnenblume
  • Sonnenröschen
  • Thymian
  • Wegwarte
  • Wiesenflockenblume
  • Ysop

Wer auf öffentlichen Brachflächen ein wenig nachhelfen möchte, um Insekten eine „Weide" zu schaffen, kann auch sogenannte Samenbomben aus Blumenerde, Ton und Wildblumensamen basteln. Sie werden einfach an einen Fleck geworfen, der dringend ein wenig frisches Grün nötig hat.

Merke!
Durch Pestizide, Monokulturen und Bebauung wird den Insekten das Leben unnötig erschwert. Wildblumenwiesen, Samenbomben und Co. können hier Abhilfe schaffen und bieten den Tieren Nahrung.

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Samenbomben selber machen

Jahr für Jahr werden die kleinen Pflanzkugeln auch bei uns beliebter. Besonders in Großstädten sorgt das ballförmige Saatgut dafür, dass die Straßen etwas grüner werden.

Wie kann man Samenbomben selber machen?

Das geht wirklich einfacher als gedacht und ist fast schon wie backen! Und mittlerweile dürfte zu jedem durchgedrungen sein, wie ernst die Lage um unseren Hummel- und Bienenbestand steht. Bienenfreundliche Samenbomben zu verschenken oder selbst damit Blumen zu pflanzen, ist daher eine tolle Idee, mit der Sie aktiv zum Erhalt der fleißigen Insekten beitragen können.

Grundsätzlich sind es besonders die Sommermonate, die unseren Helfern zu schaffen machen. Mit speziellen Sommerblumen-Mischungen helfen Sie hier am meisten.

Als Saatgut eignen sich sowohl Blumensamen als auch Kräuter- oder Gemüsesamen. Wer Stadt und Land nicht nur begrünen möchte, kann bei der Wahl der Samen auch auf spezielle Blumensorten zurückgreifen, die insbesondere für Honig- und Wildbienen als Futtergrundlage dienen – bienenfreundliche Pflanzen und Blumen also.

Das braucht man für selbst gemachte Samenbomben:

  • 2 Handvoll Tonpulver (z.B. in der Apotheke erhältlich oder hier bei Amazon)
  • 3 Handvoll torffreie Blumenerde
  • 1 Handvoll Samen (z.B. den Bienenmix von Biobalu oder selbst gesammelte Samen)
  • Wasser

So werden die Seedbombs gemacht

  1. Die Blumenerde und das Tonpulver werden mit den Samen in einer Schüssel durchmischt.
  2. Jetzt langsam Wasser hinzugeben, bis eine Mürbeteig ähnliche Konsistenz entsteht.
  3. Die Erde nun zu kleinen Kugeln formen und zum Trocknen etwa zwei Tage auf die Fensterbank legen.

Tipp: In Eierpappen lassen sich Samenbomben hervorragend trocknen und auch gleich hübsch verpacken.

Wo sollte man die Samenbomben verteilen?

Besonders große Freude bringt es natürlich, wenn man die Samenbomben entlang alltäglicher Routen fallen lässt. So lässt sich zum Beispiel auf dem täglichen Weg zur Arbeit beobachten, wie die Samen zum Frühling austreiben.

Als Standort eignet sich so ziemlich jedes Fleckchen Erde, das am Tag einige Stunden Sonnenlicht erhält. Selbstverständlich lassen sie sich auch einfach in Blumentöpfe und -kübel pflanzen. Der beste Zeitpunkt zum Abwurf der Seedbombs hängt von dem verwendeten Saatgutmix ab. Auf der Rückseite der Samenmischungen sind die Hinweise dafür angebracht.

Merke!
Um Samenbomben selbst zu machen, braucht man nur vier Zutaten. Wer mit den selbstgemachten Seedbombs Hummeln und Bienen etwas Gutes tun möchte, kann Samenmischungen speziell für diese Insekten verwenden.

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Weitere Informationen, wie man aktiv zum Hummel- und Bienenschutz beitragen kann, gibt es auf vielen Internetseiten:

Im Video: So machen Sie Samenbomben ganz einfach selber:

Wissen zum Mitnehmen

Aufgrund der flächendeckenden Bebauung und dem Einsatz von Pestiziden haben es die fleißigen Hummeln und Bienen oft nicht leicht und finden kaum noch Nahrung. Auch die zunächst noch kalten Frühlingsnächte machen den kleinen Tieren zu schaffen.

Geschwächten Insekten kann zum Beispiel mit einer Zuckerlösung geholfen werden. Außerdem ist das Bepflanzen von Gärten, Balkonen und Grünflächen in der Stadt eine gute Möglichkeit, um den für uns Menschen so wichtigen Hummeln und Bienen zu helfen. Sie können auch Samenbomben selbst anfertigen – das macht nicht nur Spaß, sondern hilft zudem den Insekten.

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