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Dr. Ingo Froböse
DKV-Report 2018

Glauben Sie, dass Sie gesund leben?

Von Prof. Dr. Ingo Froböse
Aktualisiert am 06. Sep. 2018
DKV Report 2018

Laut dem DKV-Report 2018 schätzen sich die Deutschen viel gesünder ein, als sie tatsächlich sind. Vor allem langes Sitzen und mangelnde Bewegung sind wahre Gesundheitskiller. Ingo Froböse fasst die Studie zusammen.

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Wie schätzen Sie Ihren Gesundheitszustand ein, liebe EAT SMARTER-Leser: gut oder sogar sehr gut? Dann geht es Ihnen wie der Mehrzahl der Bundesbürger, die für den DKV-Report 2018 befragt wurden: 61 Prozent gaben an, dass bei ihnen gesundheitlich alles im Lot sei.

Wie sehr das subjektive Empfinden von der Realität abweichen kann, zeigen jedoch die weiteren Daten, die für die Studie erhoben wurden: Unter anderem wurden die 2885 Studienteilnehmer zu den Gesundheitsbereichen Bewegung, Ernährung, Rauchen, Alkohol, dem Umgang mit Stress und Sitzzeiten befragt.

DKV-Report 2018: Wirklich gesund leben weniger als 10 Prozent

Das Ergebnis der DKV-Studie 2018: nur neun Prozent der Befragten leben in allen fünf oben genannten Bereichen gesund. Besonders eklatant ist der Bewegungsmangel: 57 Prozent der Menschen sind nicht ausreichend körperlich aktiv und erreichen nicht die ausdauerorientierten Mindestaktivitätsempfehlungen für ihre Altersklasse.

DKV-Report 2018: immer gestresst & müde

Was mich persönlich nachdenklich stimmt, sind die Regenerationslücken, die sich anhand der Studie bei bestimmten Bevölkerungsgruppen offenbaren: 22 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gelingt es fast nie, frisch in den Tag zu starten. Gerade die junge Generation der Azubis, Studenten und Berufsanfänger schafft es offensichtlich nicht, eine gute Balance zwischen Leistung und Pause zu finden. Dabei liegen noch mehr als 30 Jahre Berufs- und Familienleben vor ihnen!

Ich würde mir wünschen, dass wir wieder mehr über Pausen nachdenken. Jeder Mensch braucht regelmäßig Pausen, um sich zu erholen, neue Kraft zu schöpfen und Stress abzubauen. Regelmäßige Pausen müssen wieder ganz bewusst in den Alltag, in den Beruf, in die Freizeit eingeplant werden. Vor allem aktive Pausen wie zum Beispiel ein Spaziergang, ein kleines Workout oder die bewusste Heimfahrt vom Arbeitsplatz mit dem Fahrrad können ein gutes Gegengewicht zu psychischen Stressoren bilden.

Erholung bedeutet allerdings nicht, sich nach Feierabend vor das TV-Gerät zu setzen. Gute, nachhaltige Erholung ist immer aktiv. Daher ist die tägliche Abfolge aus Job, Stress und Inaktivität am Abend ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Denn wer insgesamt nicht ausreichend körperlich aktiv ist, kann unter Umständen seinen Alltagsstress nur unzureichend kompensieren und demnach anfälliger für psychosomatische Leiden sein.

DKV-Report 2018: 120 Stunden TV täglich

Weiterhin offenbart die DKV-Studie: Die Deutschen entwickeln ein immer ausgeprägteres „Sitzfleisch“. Demnach sitzen Erwachsene an einem normalen Werktag im Schnitt 7,5 Stunden – davon alleine zwei Stunden vor dem TV-Gerät. Der sitzende Lebensstil gilt als eigenständiger, gesundheitlicher Risikofaktor neben dem Bewegungsmangel. Lange und ununterbrochene Sitzzeiten können die Entstehung von zahlreichen Zivilisationskrankheiten fördern. Ausgleichen kann man diese negativen Effekte auf die Gesundheit nur durch ein sehr hohes Maß an körperlicher Aktivität.

Meine Bitte an Sie lautet daher: Hinterfragen Sie regelmäßig Ihr Gesundheitsverhalten. Versuchen Sie, so viel Bewegung wie möglich in Ihren Alltag einzubauen. Achten Sie auf Ruhepausen. Und nutzen Sie Ihren Lieblingssport, um den Stress des Alltags wegzupowern.

Bleiben Sie aktiv!

Ihr Ingo Froböse


Den gesamten DKV-Report finden Sie hier

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