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Dr. Ingo Froböse
02. Dezember 2017

Schlank und entspannt durch die Adventszeit

Alle Jahre wieder... überfällt uns der Advents-Stress, der die Laune trübt und den Hunger auf Ungesundes, Süßes schürt. Professor Doktor Ingo Froböse gibt Ihnen vier gute Tipps, wie Sie auch im größten Stress bei sich bleiben.

Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt

Der erste Advent steht fast vor der Tür! Und mit ihm viele gesellige Einladungen, wie sie die Vorweihnachtszeit nun einmal prägen. Vor lauter Einladungen, Weihnachtsfeiern und dem unvermeidlichen Hochbetrieb im Job kommt leider eine oft viel zu kurz – die Besinnlichkeit. An ihre Stelle tritt Stress.

Wer meinen Blog bei EAT SMARTER häufiger liest, weiß: Für mich gehören Stress und körperliches Befinden untrennbar zusammen. Gemeint ist nicht punktueller Stress – den kennen wir alle und wissen, dass er uns zu Höchstleistungen anspornen kann – sondern zermürbender Dauerstress. Der sorgt nämlich dafür, dass der Körper permanent "unter Feuer" ist und sich jede Kalorie krallt, die er bekommen kann. Daher führt Dauerstress nicht selten zu einer Gewichtszunahme – und schon haben Sie einen Stressfaktor mehr zu bekämpfen.

In der vorweihnachtlichen Hektik einen kühlen Kopf zu bewahren ist daher Gold wert. Ein paar Tipps und Tricks können Ihnen dabei helfen, schlank und entspannt durch die Weihnachtszeit zu kommen.

1. Schaffen Sie sich bewusst Zeit-Inseln

Das Krippenspiel der Nichte, die Weihnachtsfeier des Fußballvereins, der Adventskaffee bei Tante Traute, Weihnachtsmarkt-Bummel mit Kollegen: An sich alles nette Termine, wäre da nur nicht ihre Häufung! Eine Veranstaltung folgt auf die nächste, und die Pausen zum Durchatmen werden immer kürzer.

Nehmen Sie sich bewusste Auszeiten! Dafür ist immer Zeit, auch wenn der volle Terminkalender eine andere Sprache sprechen mag. Sich bewusst fünf bis zehn Minuten von der Außenwelt abzuschotten, die Gedanken zur Seite zu schieben und einfach nur da zu sitzen, kann bereits entspannend wirken. Konzentrieren Sie sich zum Beispiel allein auf Ihren Atem. Das mag zunächst vielleicht merkwürdig klingen, hilft jedoch wunderbar, von Minute zu Minute ruhiger zu werden.

Dazu gehört übrigens auch, das dauer-präsente Smartphone stumm zu schalten und wegzulegen.

Ich lege Ihnen außerdem ans Herz, sich gerade in der Weihnachtszeit Inseln für kurze, knackige Sport-Einheiten zu schaffen. Bei der Joggingrunde, beim Fußball oder beim Yoga werden die Stresshormone des Tages schneller abgebaut, als wenn Sie sich, zuhause angekommen, direkt auf der Couch erholen.

2. Schlafen Sie ausreichend

Achten Sie auch in der Adventszeit darauf, genügend Schlaf zu bekommen, also zwischen 7 und 8 Stunden. Denn unser Stoffwechsel braucht die ungestörte Nachtruhe, um wichtige Regenerationsprozesse in Gang zu bringen.

Studien zeigen außerdem, dass uns gesunder Schlaf schlank hält. Mein Tipp: Liefern Sie Ihrem Körper zum Abendessen keine üppigen Kalorien, sondern eiweißreiche Kost. So versorgt, unterstützen Sie Ihren Organismus bei sämtlichen regenerativen Prozessen und belasten ihn nicht mit Kalorien, für die er keine Verwendung hat. Advents-Pfunde haben so keine Chance – natürlich immer vorausgesetzt, dass Sie tagsüber nicht die komplette Schale mit Dominosteinen oder Spekulatius plündern. Womit wir bei Punkt 3 wären:

3. Essen Sie gut

Gerade wenn Ihr Tag verspricht, stressig zu werden, sollten Sie sich morgens mit einem ausgewogenen Frühstück stärken. Ein gutes Frühstück besteht aus Kohlenhydraten (50 bis 60 Prozent Ihrer täglichen Kohlenhydrate sollten Sie bereits morgens zu sich nehmen), aus guten Fetten und Eiweiß. Mehr lesen Sie in diesem Blog-Beitrag.

So gestärkt, bleibt Ihr Blutzuckerspiegel stabil und Sie sind weniger geneigt, zu den Süßigkeiten zu greifen, die uns in der Adventszeit permanent unter die Nase gehalten werden. Wobei grundsätzliche Verbote auch keinen Spaß machen und noch dazu recht herausfordernd für das gestresste Gemüt sind: Essen Sie das wenige Süße, das Sie sich gönnen, mit Genuss, und achten Sie auf die Qualität der Süßigkeit, zum Beispiel dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil. Da ist das Genießen sogar gesund!

Der richtige Zeitpunkt ist zudem mindestens ebenso wichtig! In Verbindung mit einem Mittagessen, als krönenden Abschluss sozusagen, fallen die lukullischen Genüsse weit weniger ins Gewicht als in Form einer Zwischenmahlzeit. 

4. Gehen Sie an die frische Luft

Gerade nach der Zeitumstellung kommen viele Menschen nicht recht in Schwung und klagen über den Winter-Blues. Wenn dann noch Stress und Hetze dazukommen, ist schlechte Laune programmiert.

Nehmen Sie sich daher in der Mittagspause, wenn möglich, Zeit für einen Spaziergang. Diese leichte Bewegung sorgt zum einen dafür, dass Sie sich aus Ihrer verkrampften Haltung lösen, und lässt Sie zudem noch nebenbei Sonnenstrahlen „tanken“. Diese geben dem Körper Vitamin D, das im Winter oft Mangelware im Körper ist. 30 Minuten täglich sollten dabei die Mindestdosis sein, um den Organismus ideal zu versorgen.

Eine zusätzliche Portion Tageslicht tanken Sie, wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit nicht das Auto oder die U-Bahn nehmen, sondern auf das Fahrrad umsteigen. Vielleicht können Sie das Auto ja auch etwas weiter von der Arbeit entfernt parken oder eine Station früher aussteigen. So legen Sie das letzte Stück zur Arbeit zu Fuß zurück und genießen das Tageslicht.

Ich hoffe, mit diesen Tipps gehen Sie etwas gelassener und humorvoller in die Adventszeit. Alles Gute!
Ihr Ingo Froböse

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