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Augenkrankheiten: Frühzeitig erkennen, wirkungsvoll behandeln

Von Christin Ilgner
Aktualisiert am 14. Jan. 2021
Augenerkrankungen

Die Augen sind der Spiegel der Seele, so sagt man. Umso wichtiger ist es, dass unser faszinierendes Sehorgan gesund ist und bleibt! So erkennen Sie die häufigsten Augenerkrankungen und beugen vor.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Bindehautentzündung 
    1. Symptome
    2. Behandlung
  2. 2. Makuladegeneration
    1. Symptome
    2. Behandlung
  3. 3. Glaukom/ Grüner Star
    1. Symptome
  4. 4. Grauer Star
    1. Symptome
    2. Behandlung

1. Bindehautentzündung 

Unser Auge leistet jeden Tag Schwerstarbeit, um Krankheitserreger und Umweltreize abzuwehren. Ist die Abwehr des Auges überlastet, reagiert es mit einer Entzündung. Diese kann sehr unterschiedliche Ursachen haben: Häufig sind es Infektionen mit Bakterien und Viren. Sie betreffen vor allem die Lider und die Bindehaut, können aber auch auf tiefere Strukturen wie die Iris oder die Aderhaut übergreifen. Auch Fremdkörper oder Umweltreize wie Sonnenlicht, Zugluft oder Rauch können eine Augenentzündung verursachen. Die am häufigsten auftretende Augenentzündung ist die Bindehautentzündung oder Konjunktivitis.  

Symptome

  • rote, juckende, brennende und tränende Augen
  • Fremdkörpergefühl (beispielsweise Sandkörner, die bei jedem Lidschlag reiben)
  • gerötete Bindehaut
  • eventuell geschwollenes Augenlid
  • verklebte Augen am Morgen
  • kein vermindertes Sehvermögen

Behandlung

Bakterielle Bindehautentzündungen lassen sich mit antibiotikahaltigen Augentropfen oder Augensalben behandeln. Künstliche Tränenflüssigkeit kann die Beschwerden lindern. Die wichtigste Therapie ist aber die Beseitigung der auslösenden Ursache. So heilt beispielsweise eine Brille die durch eine Sehschwäche bedingte Konjunktivitis rasch. Wenn die Bindehautentzündung nicht Symptom einer schweren Grunderkrankung ist, klingt sie in den meisten Fällen folgenlos ab.

Gehen Sie bei Symptomen einer Bindehautentzündung auf jeden Fall zum Augenarzt. Er erkennt oft auf den ersten Blick, unter welcher Augenerkrankung Sie leiden und ob eine Behandlung nötig. So können gravierende Folgeschäden ausgeschlossen werden.

Achtung: Eine durch Viren oder Bakterien verursachte Bindehautentzündung ist sehr ansteckend! Peinliche Hygiene ist hier oberstes Gebot!

Lesen Sie auch: Die besten Tipps für gesunde Augen

2. Makuladegeneration

Sie ist die häufigste Ursache für Erblindung in den westlichen Industriestaaten: die Altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD. Sie tritt meist nach dem 60. Lebensjahr auf. Frühstadien der AMD kommen bei jedem fünften 70-Jährigen und bei 30 bis 40 Prozent aller 85-Jährigen vor.

Bei dieser Augenkrankheit geht die zentrale Sehschärfe eines Auges ganz oder teilweise verloren. Der Grund sind Stoffwechselprodukte, die sich in den Sinneszellen des sogenannten Gelben Flecks (Makula) ablagern und diese zerstören. Die Makula ist auf unserer Netzhaut der Punkt mit der höchsten Sehschärfe und nur wenige Quadratmillimeter groß. Hier wird das Motiv scharf abgebildet, welches das Auge gerade fixiert. Werden die Sinneszellen der Makula zerstört, so können wir zwar noch Licht wahrnehmen und uns räumlich orientieren, jedoch nicht mehr scharf sehen.

Symptome

  • Fixierte Buchstaben, Worte oder Teile eines Fotos erscheinen verschwommen, verzerrt oder verbogen (Metamorphopsien).
  • Worte können wie von einem Schatten überlagert erscheinen, Farben wirken blasser.
  • Mit der Zeit wird dieser zentrale Schatten größer oder der Erkrankte nimmt mittig einen leeren Bereich wahr.

Behandlung

Je nach Art der AMD lässt sie sich z.B. medikamentös, mit einer photodynamischen Therapie oder auch mit Lasertherapie behandeln. Darüber hinaus gibt es weitere Behandlungsformen, deren Wirkung jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen ist.

3. Glaukom/ Grüner Star

Schätzungen zufolge erblinden in Deutschland jährlich rund 1.100 Menschen durch die Augenkrankheit Glaukom oder Grüner Star. Eine häufige Ursache für diese Augenkrankheit, die mit stetiger Verschlechterung des Sehvermögens einhergeht, ist ein erhöhter Augeninnendruck. Er entsteht, wenn im Augenkammer-Winkel gebildetes Kammerwasser nicht mehr ungehindert abfließen kann und sich im Auge staut.

Symptome

Je nach Art des Glaukoms können sehr unterschiedliche Symptome auftreten. Das macht es sehr schwer, generelle Symptome aufzuzählen. Bei Rötung des Auges, Augen- und Kopfschmerzen oder Sehverschlechterung bringt nur die Untersuchung durch den Augenarzt Klarheit.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Früherkennung, wenn folgende Faktoren vorliegen:

  • im Rahmen einer Behandlung werden dauerhaft Steroide (zum Beispiel Kortison) angewandt
  • Veränderungen im vorderen Auge, die den Fluss des Kammerwassers behindern
  • typische Symptome eines Glaukoms wie: eingeschränktes Gesichtsfeld und Sehstörungen
  • Augenschäden durch Diabetes
  • Augenverletzungen, die es erforderlich machen, ein Glaukom auszuschließen
  • eine geplante Augenoperation, bei der zuvor oder danach ein Glaukom ausgeschlossen werden muss
  • Augenhintergrund verändert und/oder erhöhter Augeninnendruck bekannt

Wenn diese besonderen Gründe nicht vorliegen, muss die ärztliche Früherkennungsuntersuchung auf Glaukom in der Regel als "individuelle Gesundheitsleistung“ (IGeL) selbst bezahlt werden. Die Untersuchung kostet zwischen 15 bis 40 Euro.

4. Grauer Star

Der Graue Star oder Katarakt ist eine der weltweit häufigsten Ursachen für Erblindung, vor allem in Entwicklungsländern. Für die Industrieländer gilt das nicht, da die Erkrankung durch eine Operation gut behandelt werden kann. Bei dieser Erkrankung trübt die ursprünglich klare Augenlinse ein, wodurch sich das Sehvermögen verschlechtert. Die Linsentrübung gehört bis zu einem gewissen Grad zum natürlichen Alterungsprozess des Auges, da sich die Zusammensetzung der Linsenflüssigkeit mit dem Alter verändert.

Symptome

  • Zunehmend unscharfe Konturen, wie durch einen Schleier oder Milchglas
  • Kontraste werden unscharf und Farben weniger leuchtend
  • Helles Tageslicht und entgegenkommende Scheinwerfer bei Nacht blenden
  • Doppelbilder

Behandlung

Einzige wirksame Therapie gegen den Grauen Star ist die Operation, bei der die eingetrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt wird. Die Staroperation bei Erwachsenen gehört zu den häufigsten operativen Eingriffen überhaupt und hat eine Erfolgsquote von 90 Prozent, wenn keine anderen Augenerkrankungen gleichzeitig vorliegen. Vielen Betroffenen ist es nach der Operation wieder möglich, Aktivitäten nachzugehen, die sie nicht mehr oder nur noch mit Einschränkungen tun konnten, wie zum Beispiel: Lesen, Auto fahren und am Computerbildschirm arbeiten.

 
Nach meiner im Jahre 2012 durchgeführten OP am linken Auge mit grauem Star und der Austausch gegen eine Kunstlinse, habe heute im Jahre 2016 immer noch Schwierigkeiten mit dem Sehen d.h. während dieser 3 1/2 Jahre befindet sich auf dem linken Auge ein Schleier angeblich hervorgerufen durch eine Glaskörpertrübung. Ich bin seitdem mehrere Male zur Nachuntersuchung in der Augenklinik gewesen, ohne nennenswerte Resultate. Man riet mir, testweise zu einer Hartschalenlinse, von der mir mein Optiker abgeraten hatte, da diese Linse immer als ein Fremdkörper empfunden wird. Wenn dieser VORSCHLAG denn nicht funktionieren sollte, wäre an eine pars-plana Vitrektomie zu denken. Da ich mir unter dieser Bezeichnung absolut nichts vorstellen konnte, habe ich mich unter Zuhilfenahme des Intenets erst einmal schlau gemacht. Eine Aufklärung durch die Fachärztin hat leider nicht stattgefunden.
 
Ich habe seit 5 Jahren trockene AMD. Laut der Augenärzte , gibt es keine Heilung.
 
Ich habe gelesen dass ein englischer Arzt mit den Augentropfen Senecio Cineraria vorbeugend gute Erfolge gegen grauen Star hatte. Stimmt das?
 
Lieber Wagenmann, über einzelne Behandlungsmöglichkeiten sprechen Sie am besten mit ihrem behandelnden Arzt, denn der kennt Ihre Krankheitsgeschichte und die aktuellen Forschungsstand am besten und kann einschätzen, ob das Medikament sich auch für ihren Fall eignet. Viele Grüße, Ihr EAT SMARTER-Team
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