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Blutspende – alles, was Sie wissen sollten

Von Maja Seimer
Aktualisiert am 26. Mär. 2019
© rawpixel
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Durch eine Blutspende können Sie mit einem kleinen Pieks Menschenleben retten. Wer zum ersten Mal Blut spendet, hat jede Menge Fragen. In unserem Live Smarter-Blog haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Wem helfe ich mit meiner Blutspende?
  2. Wer kann Blutspenden?
  3. Welche Bedeutung hat die Blutgruppe beim Blutspenden?
  4. Schadet es meiner Gesundheit Blut zu spenden?
  5. Wo kann ich Blutspenden?
  6. Was sollte ich vor der Blutspende beachten?
  7. Wie läuft eine Blutspende ab?
  8. Wissen zum Mitnehmen

Wem helfe ich mit meiner Blutspende?

Blut ist lebenswichtig. Jeden Tag gibt es Situationen, in denen Menschen die Spende eines anderen zum Überleben brauchen – sei es durch einen Unfall, eine Operation oder eine Krankheit. Für Notfallpatienten sind die Transfusionen von fremden Blutkonserven oft lebensrettend.

Allein in Deutschland werden pro Tag durchschnittlich 15.000 Blutspenden benötigt. Denn trotz aller modernen Entwicklungen gibt es keine künstliche Alternative, die Blut ersetzen kann.

Merke!

Täglich sind Menschen durch Unfälle, Operationen oder Krankheiten auf Blutkonserven angewiesen, eine Spende kann also Leben retten.

Wer kann Blutspenden?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene, der mindestens 50 Kilogramm wiegt und zwischen 18 und 68 Jahre alt ist, Blut spenden. Das Höchstalter für die erste Spende beträgt dabei allerdings 60 Jahre. Damit der Körper genügend Zeit hat, den Blutverlust wieder auszugleichen, dürfen Frauen innerhalb von zwölf Monaten maximal viermal und Männer höchstens sechsmal Blut spenden.

Die Gesundheit der Spender und die Sicherheit der Blutkonserven und damit der Empfänger steht an erster Stelle. Oberstes Gebot ist daher, dass Personen, die ihr Blut zur Verfügung stellen, gesund sind. Unter bestimmten Umständen kann es daher sein, dass Spender, die grundsätzlich geeignet sind, für eine Zeit lang von der Spende ausgeschlossen werden, um jegliches Risiko für die eigene Gesundheit und die des Empfängers auszuschließen.

Die häufigsten Gründe für einen zeitweiligen Ausschluss von der Spende sind:

  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Impfungen
  • Auslandsreisen in Malariagebiete und Gebiete mit erhöhtem Hepatitisrisiko
  • Zeckenbisse
  • Operationen
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • neue Piercings und Tätowierungen
  • Akupunktur (wenn nicht in ärztlicher Praxis durchgeführt)

Erläuterungen zu den häufigsten Gründen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier zusammengefasst.

Merke!

Grundsätzlich darf jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden, sofern keine Kriterien zutreffen, die ihn vorübergehend oder dauerhaft von der Spende ausschließen.

Welche Bedeutung hat die Blutgruppe beim Blutspenden?

Die zwei wichtigsten Merkmale des Blutes sind die Blutgruppe und der Rhesusfaktor. Die Blutgruppe ist eine Beschreibung der individuellen Zusammensetzung der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Der Rhesusfaktor ist eine weitere ihrer vererbbaren Eigenschaften. Bei einer Bluttransfusion muss die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut anhand dieser Merkmale gegeben sein, ansonsten kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen bei der Blutübertragung kommen.

Die Blutgruppen, die am meisten gebraucht werden, sind die, die am häufigsten in der Bevölkerung vorkommen. Das sind die Blutgruppen A Rhesus positiv und Null Rhesus negativ. Besonders bei der Versorgung von Notfallpatienten besteht ein hoher Bedarf an Blutkonserven mit der Blutgruppe Null und dem Rhesusfaktor negativ, da diese mit allen anderen Blutgruppen kompatibel ist und somit in Notfällen bei allen Transfusionen einsetzbar sind. Damit gelten Spender mit der Blutgruppe Null als Universalspender. Notwendig sind jedoch Spenden aller Blutgruppen, da es von den seltenen Gruppen auch weniger Spender gibt.

Merke!

Bei einer Bluttransfusion müssen die wichtigsten Merkmale von Spender- und Empfängerblut übereinstimmen. Daher sollten Sie Ihren Blutspendeausweis immer bei sich tragen.

Schadet es meiner Gesundheit Blut zu spenden?

Nein, eine Blutspende schadet dem Körper nicht. Die entnommene Menge kann ein gesunder Körper schnell wieder ausgleichen. Die für die Krankheitsabwehr wichtigen weißen Blutkörperchen sind innerhalb eines Tages nachgebildet. Bei den roten Blutkörperchen dauert es etwas länger.

Um die schnelle Nachbildung sicherzustellen, testen Krankenschwestern oder Pfleger vor der Spende wie hoch Hämoglobinwert ist. Ist dieser zu niedrig, dürfen Sie im Sinne Ihrer Gesundheit kein Blut spenden. Zudem stellen klare Regeln sicher, dass zu häufige Spenden den Körper nicht überfordern.

Merke!

Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von acht Wochen liegen, genau genommen ist das der Tag der Blutspende plus 56 Tage.

Wo kann ich Blutspenden?

Wer in der Stadt wohnt, braucht in der Regel keine weiten Wege zurücklegen, um das nächste Blutspendezentrum zu erreichen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das die Versorgung mit Blutkonserven hauptsächlich regelt, hat deutschlandweit Zentralen. Insgesamt deckt das DRK etwa 75 Prozent des Bedarfs in Deutschland ab.

Auch andere Hilfsorganisationen wie der Malteser Hilfsdienst und der Arbeiter Samariter Bund (ASB) betreiben eigene Blutspendezentralen. Dazu gibt es zahlreiche staatlich-kommunale Blutspendedienste und universitäre Einrichtungen, in denen Spenden möglich sind. Auch Krankenhäuser organisieren Blutspenden, um ihren eigenen Bedarf an Blutkonserven abzudecken.

Merke!

Sowohl das Deutsche Rote Kreuz (DRK), als auch Hilfsorganisationen und Krankenhäuser bieten bundesweit Blutspendedienste an.

Was sollte ich vor der Blutspende beachten?

Damit Ihr Körper trotz Blutspende über einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt verfügt, sollten Sie am Tag der Spende viel trinken, etwa 2,5 bis 3 Liter. Um Ihren Körper zu schonen, sollten Sie zudem vorher und nachher keinen Sport treiben. Am vorigen und folgenden Tag ist moderate sportliche Aktivität kein Problem.

Zudem sollten Raucher vier Stunden vor der Spende keine Zigaretten mehr rauchen, da dies die Blutkonserve beeinflussen kann.

Merke!

Verzichten Sie am Tag der Blutspende auf anstrengende, körperliche Tätigkeiten, trinken Sie reichlich Wasser und verzichten Sie vier Stunden vorher auf Zigaretten, sowie zwölf Stunden vorher auf Alkohol.

Wie läuft eine Blutspende ab?

Zunächst füllen Sie einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Sie Fragen zu Ihrer Person, vor allem zu Ihrer Gesundheit, beantworten. Dieser dient dazu, mögliche Ausschlusskriterien zu identifizieren und Sie aufzuklären. Mit einem Pieks in den Finger, bei dem ein Blutstropfen entsteht, wird Ihr Hämoglobinwert bestimmt. Ist dieser zu niedrig, heißt das, Sie besitzen zu wenig roten Blutfarbstoff. Somit kann eine ausreichende Neubildung der roten Blutkörperchen nach der Spende problematisch sein, da Ihre Eisenreserven womöglich nicht ausreichen.

Ist der Hämoglobinwert ausreichend, werden Blutdruck, Puls und Körpertemperatur ermittelt. Sind auch diese Kreislauffunktionen stimmig, setzen erfahrene Krankenschwestern oder Pfleger Ihnen eine Nadel im Arm, um etwa 500 Milliliter Blut zu entnehmen.

Vertraulicher Selbstausschluss: Im Anschluss haben Sie noch immer die Möglichkeit, Ihre Spende anonym von der Verwendung auszuschließen. Sie kreuzen dazu nach jeder Spende auf einem Bogen an, ob diese verwendet werden soll oder nicht. Es kann zum Beispiel sein, dass Spender ein bekanntes Infektionsrisiko vor Ärzten oder Freunde, die dabei sind, nicht offenlegen möchten oder die Spende aus Gruppenzwang entstanden ist, eine Nutzung des Blutes aber nicht gewünscht wird.

Merke!

Zum eigenen Schutz führt ein zu niedriger Hämoglobinwert, der auf zu geringe Eisenreserven hinweist, zum vorübergehenden Ausschluss von der Spende.

Wissen zum Mitnehmen

Blutspenden werden überall benötigt und können Menschen, die krank sind, einen Unfall oder eine Operation haben, das Leben retten. Grundsätzlich darf jeder Gesunde zwischen 18 und 68 Jahren sein Blut zur Verfügung stellen.

Einige Kriterien, wie eine Schwangerschaft, bestimmte Infektionen und Infektionsrisiken sowie Krankheiten können dazu führen, dass Sie vorübergehend oder dauerhaft von der Spende ausgeschlossen werden. Hier steht immer der Schutz des Empfängers sowie des Spenders selbst an erster Stelle.

Blut spenden können Sie in Blutspendezentren, zum Beispiel des Deutschen Roten Kreuzes, die es in jeder größeren Stadt gibt. Vor und nach der Spende gilt: Trinken Sie ausreichend. So helfen Sie Ihrem Körper, den Flüssigkeitsverlust schnell wieder auszugleichen. Grundsätzlich gibt es für Spender, die sich in einer professionellen Einrichtung Blut entnehmen lassen, keine Gesundheitsgefahr. Wichtig ist, dass Sie Ihren Blutspendeausweis, in dem Ihre Blutgruppe vermerkt ist, stets bei sich tragen. Diese ist für den Fall einer Transfusion überaus wichtig.

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