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Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
14. November 2017

Darf man bei Diabetes Sport machen?

Noch immer ist der Irrglaube verbreitet, für Diabetiker vom Typ 2 sei Sport gefährlich. Doch das Gegenteil ist der Fall – bei Diabetes hat Sport hat viele positive Effekte! Was Diabetiker beachten sollten, lesen Sie im Live Smarter-Blog.

Was soll ich nach dem Training essen_ Frau beim Yoga

Mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes Mellitus – nicht umsonst gilt „Zucker“ als eine der häufigsten Volkskrankheit. Die Mehrzahl der Erkrankten leiden an Diabetes 2, besser bekannt als „Altersdiabetes“. Dieser Begriff ist allerdings irreführend, denn immer mehr junge Leute und auch Kinder entwickeln einen Diabetes vom Typ 2. Bei Diabetes ist der Blutzuckerwert dauerhaft erhöht, da der Körper eine Resistenz gegen das Hormon Insulin entwickelt. Bleibt der Diabetes unentdeckt und wird nicht behandelt, können unter anderem massive Organschäden die Folge sein.

Mehr über Diabetes

Heute, am Weltdiabetestag, soll weltweit auf die vielfältigen Möglichkeiten der Diabetesprävention und -behandlung aufmerksam gemacht werden. Neben Medikamenten eine der wichtigsten Stellschrauben sind Ernährung und Bewegung.

Diabetes hindert Sie nicht daran, Sport zu machen! Ob Pilates oder Marathon, alles ist möglich. Über die Auswirkungen von Sport auf Ihren Blutzuckerspiegel sollten Sie jedoch unbedingt Bescheid wissen – besonders, wenn Sie mit Tabletten oder Insulin behandeln. Am besten besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Diabetesberater, was Sie sportlich planen und ob und wie Sie die Therapie anpassen sollten. Grundsätzlich ist es bei sportlicher Aktivität ratsam, häufiger den Blutzuckerspiegel zu messen. Sammeln Sie Erfahrungen und führen Sie ein Blutzuckertagebuch. Unabhängig davon, wie sicher Sie sich fühlen: Achten Sie beim Sport unbedingt auf Signale Ihres Körpers. Beispielsweise können Schweiß, Herzklopfen und Schwächegefühl Symptome einer Unterzuckerung sein.

8 Gründe, warum Sie bei Diabetes Sport machen sollten

1. Die Insulinempfindlichkeit steigt an

Beim Diabetes Typ 2 liegt überwiegend eine verschlechterte Empfindlichkeit gegen das Hormon Insulin vor. Das heißt, die Körperzellen sprechen schlechter auf Insulin an und weniger Zucker wird aus dem Blut in die Zellen befördert: der Blutzuckerspiegel steigt nach und nach an. Regelmäßiger Sport sorgt dafür, dass sich die Insulinempfindlichkeit des Körpers wieder erhöht und die Zellen auf das Insulin besser reagieren.

2. Sport senkt den Blutzuckerspiegel

Wenn Sie sich regelmäßig bewegen, reagieren Ihre Muskelzellen sensibler auf Insulin und können besser Glukose aufnehmen. Das senkt Ihren Blutzuckerspiegel. Noch zwei Tage nach dem Training können Muskeln Zucker aus dem Blut beziehen, um ihre Speicher zu füllen. Auch das Risiko für Folgeerkrankungen sinkt durch den Sport.

3. Der Bedarf an Medikamenten sinkt

Gelingt es, den Blutzuckerspiegel durch gesunde Ernährung, Abnehmen und Sport zu senken, ist es eventuell nicht mehr nötig, Medikamente zu nehmen – ein sehr motivierendes Ziel!

4. Muskeln werden aufgebaut

Durch regelmäßigen Sport werden die Muskelzellen zum Wachstum angeregt. Muskeln senden wichtige und gesunde Botenstoffe an den Körper – ein weiterer Faktor, um Diabetes-Schäden vorzubeugen. Je mehr Muskelmasse der Körper aufbaut, desto höher ist unser Grundumsatz auch in der Ruhe.

5. Der Blutdruck wird gesenkt

Menschen mit Diabetes leiden häufig auch unter hohem Blutdruck. Zu hohe Blutdruckwerte gehören zu den gefährlichsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und viele andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit einem gut durchdachten Sportprogramm ist bei einem Bluthochdruck eine deutliche Verringerung der Werte zu erwarten.

6. Die Koordination wird gestärkt

Sport vermittelt ein bewussteres Körpergefühl. Hierbei ist besonders die sogenannte Propiorezeption oder Tiefensensibilität von Bedeutung. Dieses Sinnessystem gewährleistet, dass wir Lage, Haltung und Bewegung des Körpers im Raum korrekt wahrnehmen. Die propiorezeptiven Prozesse laufen größtenteils unbewusst ab. Bei länger andauernden Phasen der Inaktivität kann dieser „sechste Sinn“ verkümmern, Sport lässt ihn wieder aufleben.

7. Die Ausdauer wird gestärkt

Ein Mangel an Zucker im Gehirn kann zu Einbußen der Gehirntätigkeit führen – unter anderem zu erkennen an Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder Sehstörungen. ­Sport verbessert die Ausdauer und kann durch die oben beschriebenen Effekte Konzentrationsstörungen vorbeugen.

8. Sport ist gesellig

Diabetes ist ein Dauerjob: Man muss Blutzucker messen, eventuell Medikamente nehmen oder Insulin spritzen. Viele ungesunde Lebensmittel und Getränke sind tabu, und nicht immer ist klar, ob man trotz des gesunden Lebensstils von Folgeschäden verschont bleibt. Beim Sport kommen Sie mit andern Leuten zusammen, vergessen im „Flow“ ihre Sorgen – nicht umsonst senkt Sport nachweislich Stress. Regelmäßiger Sport in der Gruppe ist ein Anlaufpunkt, der aufrichten kann, wenn es einem mal nicht so gut geht.

Dr. Johannes: Warum Sport allen Diabetikern gut tut

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