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Die Schilddrüse, das unterschätzte Organ Wenn die Schilddrüse aus dem Rhythmus gerät

Arbeitet die Schilddrüse reibungslos, hilft sie mit der Produktion von Hormonen dem Körper dabei, im Gleichgewicht zu bleiben und auf Umwelteinflüsse schnell und richtig zu reagieren. Doch bei einigen Menschen produziert die Schilddrüse entweder zu viele oder zu wenige Hormone.

Produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, spricht man von einer Überfunktion oder Hyperthyreose. Der Energiestoffwechsel im Körper beschleunigt sich, und es kann kann zu Symptomen wie Zittern, Gewichtsabnahme oder Durchfall kommen. Auch Nervosität, Hyperaktivität und psychische Labilität mit Gereiztheit oder auch Abgeschlagenheit sind nicht selten.

Ursache ist häufig eine Autoimmunerkrankung des Schilddrüsengewebes, die sogenannte "Morbus Basedow". Manchmal ist auch ein gestörter Regelkreis die Ursache: Dann sprechen die Zellen der Schilddrüse nicht auf die Reize an, die von der Hirnanhangsdrüse gesendet werden, welche die Schilddrüsenfunktion kontrolliert.

Macht sich eine Schilddrüsenüberfunktion eher durch innere Unruhe, gereizte Stimmung und Gewichtsabnahme bemerkbar, ist es bei der Unterfunktion genau umgekehrt: Dann klagen Patienten über abgeschlagene Stimmung, Gewichtszunahme, Müdigkeit oder auch Kälteempfindlichkeit. Das Haar kann struppig und rau aussehen, die Stimme leicht heiser klingen.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Sie kann viele Ursachen haben, in unseren Breitengraden beispielsweise Jodmangel. Auch eine chronische Schilddrüsenentzündung, Hashimoto-Thyreoiditis genannt, kann zu einer Unterfunktion führen.

„Heiße“ und „kalte“ Knoten in der Schilddrüse

Bei einer Unterfunktion kann sich die Schilddrüse vergrößern, im Volksmund ist dieses Phänomen auch als Kropf bekannt. Doch auch bei einer Überfunktion kann eine sichtbare Vergrößerung der Schilddrüse vorkommen. Ein Kropf oder medizinisch Struma kann zu einem Druckgefühl im Hals oder zu Schluckbeschwerden, bei stark vergrößerter Schilddrüse auch Atembeschwerden verursachen.

Doch die Schilddrüse kann sich nicht nur im Ganzen vergrößern, sondern auch punktuelle Knoten bilden. Werden im Bereich eines Knotens vermehrt Schilddrüsenhormone gebildet, wird von einem "heißen" Knoten gesprochen; ist die Hormonproduktion im Vergleich zum restlichen Schilddrüsengewebe vermindert, spricht man von einem "kalten" Knoten.

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