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Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
13. Februar 2018

MRSA – So schützen Sie sich vor dem multiresistenten Erreger

Von EAT SMARTER

Einem gesunden Menschen kann MRSA nichts anhaben, doch bei älteren und kranken Menschen kann der multiresistente Erreger tödlich sein. Wie sich der Erreger feststellen lässt und wie schon einfache Hygienemaßnahmen Sie schützen, lesen Sie im Live Smarter-Blog.

mrsa
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MRSA ist die Abkürzung für „Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus“. Beim Staphylococcus Aureus handelt es sich um einen Hautkeim, den circa 15 bis 40 Prozent aller Deutschen mit sich herumtragen. Das ist an sich noch nicht gefährlich. Doch der Keim kann sich verändern und Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika entwickeln.

MRSA kann auf verschiedene Arten in den Körper gelangen, zum Beispiel durch den Kontakt mit infizierten Menschen und Tieren, durch kontaminiertes Trinkwasser oder Lebensmittel. Wie viele Menschen in Deutschland unbemerkt den MRSA-Erreger in sich tragen, ist nicht bekannt. Der Sender WDR hat 2017 einen groß angelegten MRSA-Test mit 410 Probanden durchgeführt. Nur einer der 410 Getesteten war mit MRSA infiziert – ein Ergebnis, das auch die begleitenden Ärzte überraschte.

Die meisten Menschen, die mit dem MRSA-Erreger infiziert sind, merken davon rein gar nichts. Gefährlich wird es dann, wenn der Keim durch die natürliche Hautbarriere hindurch in den Körper gelangt, zum Beispiel infolge einer Verletzung oder einer Operation, und dort eine bakterielle Infektion verursacht. Der aggressive Keim breitet sich im Körper schnell aus, und die konventionellen Antibiotika können ihm nichts mehr anhaben.

Bis die richtigen Medikamente gefunden sind, um die Infektion zu bekämpfen, kann es vor allem für alte oder immungeschwächte Menschen gefährlich werden. Bei der totalen Unempfindlichkeit, einer Multiresistenz gegen alle Antibiotika, gibt es gegen die Infektion schließlich kein Mittel mehr – sie wird lebensbedrohlich. Da im Krankenhaus besonders viele Menschen mit Abwehrschwäche auf engem Raum zusammen, finden Bakterien hier ideale Bedingungen vor.

MRSA: Es gibt Risikogruppen

Der MRSA-Erreger wird durch intensiven Hautkontakt übertragen – und zwar nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch vom Tier zum Menschen. Daher gehören nicht nur medizinisches Fachpersonal, sondern auch in der Landwirtschaft tätige Menschen zur MRSA-Risikogruppe.

Wird eine MRSA-Infektion festgestellt, so lässt sich der Keim durch eine sogenannte Sanierung in 70 Prozent der Fälle eliminieren. Die Maßnahme dauert eine Woche und kann zu Hause durchgeführt werden. Eine MRSA-Sanierung bedeutet unter anderem, alle Gegenstände des täglichen Gebrauchs penibel zu desinfizieren oder zu reinigen – und zwar jeden Tag mehrmals. Kleidung, Bettwäsche und Zahnbürste werden täglich gewechselt, Haut und Haare mit desinfizierenden Spezialprodukten gewaschen. Die Nasenschleimhaut, auf der besonders viele MRSA-Keime siedeln, wird zweimal täglich mit einer speziellen antibiotischen Salbe behandelt.

Diese (Hygiene)regeln schützen vor MRSA

MRSA ist ein gefährlicher Erreger, aber wir sind gegen ihn nicht machtlos. Folgende Alltags-Tipps helfen Ihnen, gesund zu bleiben:

  • Waschen Sie sich regelmäßig mit warmem Wasser und Seife die Hände
  • Wechseln Sie Küchenschwämme und Lappen häufig
  • Waschen Sie Küchenhandtücher bei 60 Grad und wechseln Sie diese am besten täglich
  • Lassen Sie Wasser aus dem Hahn nach längerer Abwesenheit erst ein wenig ablaufen.
  • Verzichten Sie auf Fleisch aus Massentierhaltung; hier werden häufig Antibiotika eingesetzt, als Folge können sich Resistenzen bilden
  • Hinterfragen Sie kritisch die Verschreibung von Antibiotika: bei Erkältungen beispielsweise, die durch Viren hervorgerufen werden, sind diese nutzlos
  • Brechen Sie die Einnahme von Antibiotika nie vorzeitig ab, da ansonsten die starken Bakterien überleben und Resistenzen bilden können.

Hygiene in der Küche

Hygieneregeln für das Krankenhaus

  • Desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände, vor allem vor dem verlassen und Betreten Ihres Zimmers, nach dem Toilettengang und vor dem Essen. Damit die Händedesinfektion auch sicher wirkt, sollten Sie ausreichend Hände-Desinfektionsmittel in die trockene hohle Hand geben. Die Menge sollte ausreichen, um alle Stellen auf der Hand richtig zu befeuchten. Danach das Hände-Desinfektionsmittel sorgfältig über 30 Sekunden in die Hände einreiben und alle Hautpartien erfassen. Achten Sie beim Einreiben gezielt auf die Fingerkuppen und die Daumen! An diesen Stellen halten sich besonders viele Keime auf.
  • Berühren Sie keine Wunden oder entzündete Hautstellen
  • Berühren Sie Katheter und Wundverband nicht mit den bloßen Händen
  • Sprechen Sie Pflegekräfte an, wenn diese sich die Hände nicht desinfizieren.

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