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Unterwegs auf dem E-Bike: Die wichtigsten Infos und Tipps

Von Maja Seimer
Aktualisiert am 17. Jun. 2019
© Pexels/ Adrianna Calvo
© Pexels/ Adrianna Calvo

Mit dem E-Bike können Sie auch längere Fahrradtouren ganz entspannt genießen. Der elektronische Hilfsantrieb gibt Ihnen Schwung und erleichtert das Fahren. Wir verraten, worauf es bei den Elektrobikes ankommt und wofür Sie diese nutzen können.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist ein E-Bike?
  2. Für wen sind E-Bikes geeignet?
  3. Wofür können Sie ein E-Bike nutzen?
  4. Wie fördert das E-Bike die Gesundheit?
  5. Was sind Vor- und Nachteile eines E-Bikes?
  6. Was sind die Risiken eines E-Bikes?
  7. Worauf sollten Sie achten, um sicher E-Bike zu fahren?
  8. Wie finden Sie heraus, welches das richtige E-Bike für Sie ist?
  9. Wissen zum Mitnehmen

Was ist ein E-Bike?

Ein E-Bike ist ein Zweirad mit eigenständigem Elektromotor. Die Abkürzung E-Bike stammt vom Wort Elektrobike. Da "echte" E-Bikes nur elektronisch angetrieben werden, ohne dass der Fahrer in die Pedale treten muss, gelten sie als Krafträder. Ihre erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h. E-Bikes ähneln damit eher einem Mofa als einem Fahrrad und sind damit zulassungs- und auch versicherungspflichtig.

Der Begriff Pedelec, „Pedal Electric Cycle“, beschreibt eine weitere Form von motorisierten Bikes. Hier unterstützt der elektrische Motor mit höchstens 250 Watt lediglich die Tretkraft. Bei Geschwindigkeiten von mehr als 25 km/h schaltet sich der Zusatzantrieb des Elektrofahrrads ab. Rechtlich gilt ein Pedelec als Fahrrad und darf auf Radwegen gefahren werden. Diese Variante ist häufiger zu sehen als das "echte" E-Bike und wir umgangssprachlich ebenfalls als „E-Bike“ bezeichnet. Auch in diesem Artikel haben wir beide Varianten unter dem Begriff E-Bikes zusammengefasst.

Merke!

Während Pedelecs einen Motor haben, der die Tretkraft nur unterstützt, werden E-Bikes komplett elektrisch angetrieben, ohne dass Sie treten müssen.

Für wen sind E-Bikes geeignet?

Grundsätzlich sind E-Bikes für jeden geeignet, außer für Kinder. Da sie die Geschwindigkeit und vor allem die Beschleunigungskraft des motorisierten Bikes unter Umständen nicht richtig einschätzen können, ist für sie das klassische Fahrrad besser geeignet. Speziell profitieren von einem E-Bike:

  • ältere Menschen
  • begeisterte Radler, die in Gruppen Schwierigkeiten haben das Tempo zu halten
  • Menschen, die in bergigen Regionen leben
  • Gesundheitlich Beeinträchtigte, denen das Fahren mit dem klassischen Fahrrad schwerfällt
  • Vielfahrer
  • Menschen, die längere Zeit keine Bewegung hatten und nun wieder „reinkommen“ wollen

Merke!

E-Bikes sind für jeden geeignet außer Kinder. Wer ein E-Bike besitzt, sollte es vor allem von Kindern unter 14 Jahren fernhalten.

Wofür können Sie ein E-Bike nutzen?

E-Bikes sind nur etwas für Senioren – diese Meinung ist weit verbreitet. Doch das Fahrrad mit der elektronischen Hilfe kann auch für junge und fitte Menschen eine angenehme Unterstützung sein. Zum Beispiel bei:

  • Strecken mit größeren Höhenunterschieden und Gegenwind
  • längeren Fahrradtouren
  • Fahrten zur Arbeit, ohne dass diese im Schweißbad enden
  • Ziehen von Anhängern für Kinder (Dieser ist übrigens nur bei Pedelecs und nicht beim vollmotorisierten E-Bike erlaubt.)
  • Transporten (Wichtig: Jede Art von Anhänger ist ausschließlich bei Pedelecs erlaubt.)

In den Niederlanden erreichten E-Bikes in 2018 einen Marktanteil von 40 Prozent. Damit sind sie die Nummer eins unter allen Fahrradarten (1).

Merke!

Die motorisierten E-Bikes erleichtern das Vorankommen bei Strecken mit Höhenunterschieden sowie langen Touren und sorgen dafür, dass Sie nicht verschwitzt am Ziel ankommen.

Wie fördert das E-Bike die Gesundheit?

Radfahren ist gesund – das ist bekannt. Auch, wenn das E-Bike im Gegensatz zum Fahrrad elektronisch unterstützt ist, hat es viele Vorteile für die Gesundheit.

E-Bike-Fahren:

  • bringt den Kreislauf in Schwung
  • reguliert den Blutdruck
  • senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
  • hilft, das Gewicht zu halten
  • schont die Kniegelenke
  • stärkt bei richtiger Haltung den Rücken

Merke!

E-Bikes sind nicht nur praktisch, sondern halten außerdem fit und gesund.

Was sind Vor- und Nachteile eines E-Bikes?

Personen, die gesund und körperlich fit sind, können kleine und größere Herausforderungen in der Regel auch mit einem klassischen Fahrrad meistern. Denn einen klaren Vorteil haben auch anstrengende Touren: Sie verbessern die Kondition und trainieren die Muskeln. Wer jedoch kein Fahrrad hat und auch kürzere Strecken mit dem Auto zurücklegt, sollte über die Alternative E-Bike nachdenken. Gerade für Menschen, die durch physische Einschränkungen wie einer Asthma-Erkrankung oder anderen körperlichen Leiden nicht Fahrradfahren können, bietet das E-Bike eine gute Möglichkeit.

Im Vergleich zum Auto hat das E-Bike zahlreiche Vorteile:

  1. Mit dem E-Bike kommen Sie einfacher durch Staus und haben keine Probleme einen Parkplatz zu finden.
  2. Das E-Bike ist leise.
  3. Trotz Hilfsmotor haben Sie zumindest beim Pedelec Bewegung, die Sie fit hält.
  4. Ein Elektrofahrrad ist in Anschaffung und Haltung deutlich günstiger als ein Auto.
  5. Der Motor vom E-Bike ist umweltfreundlicher als der vom Auto, da er keine direkten Emissionen verursacht. 

Im Vergleich zum klassischen Fahrrad hat das E-Bike auch Nachteile:

  1. Das E-Bike braucht Strom und der Akku muss immer geladen sein. Das bedeutet: höhere Energiekosten.
  2. Hat das E-Bike keine elektronische Energie mehr, ist die Pedale schwerer zu treten als bei einem klassischen Fahrrad.
  3. Das E-Bike ist schwerer – wer es mit in die Wohnung nehmen oder im Keller unterbringen möchte, muss starke Arme haben.
  4. Die Anschaffungskosten sind deutlich höher als bei einem Fahrrad. Rechnen Sie beim E-Bike mit 1000 Euro aufwärts, auch Reparaturen können teuer werden.

Tipp: Bei einem klassischen Fahrrad lohnt es sich meistens, ein gebrauchtes Fahrrad zu kaufen. Beim E-Bike ist das anders, denn der Akku hält nur etwa 500 bis 1000 Ladezyklen und verliert dann an Leistungsfähigkeit. Ein neuer Akku ist oftmals nicht lohnenswert, da er bereits um die 500 Euro kostet.

Merke!

Das E-Bike hat Vor- und Nachteile. Informieren Sie sich gut. Wenn Sie sich nicht sicher sind, leihen Sie sich zunächst ein E-Bike zum Austesten.

Was sind die Risiken eines E-Bikes?

Mit der wachsenden Beliebtheit der E-Bikes steigt auch die Zahl der Unfälle. Der Unterschied zu Unfällen mit nicht motorisierten Fahrrädern: E-Bike-Unfälle enden häufiger tödlich. Insgesamt sind 2018 in Deutschland laut Deutscher Presse-Agentur 455 Radfahrer ums Leben gekommen, darunter 89 auf E-Bikes. Von Januar bis Ende Oktober 2018 ist die Zahl der tödlichen Unfälle mit elektrischen Fahrrädern um fast 30 Prozent gestiegen.

Gründe für die Unfälle sind in den meisten Fällen das Missachten der Vorfahrt, zu schnelles Fahren, Probleme mit dem Handling und eine falsche Straßennutzung.

Merke!

Unfälle mit dem E-Bike gibt es viele. Lassen Sie sich beim Kauf Ihr Bike genauestens erklären und informieren Sie sich über den Umgang im Straßenverkehr sowie die folgenden Sicherheitsmaßnahmen.

Worauf sollten Sie achten, um sicher E-Bike zu fahren?

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat auf seiner Website ein Video veröffentlicht, das Unfällen vorbeugen soll. Wer ein E-Bike besitzt oder sich eines zulegen möchte, sollte sich dieses Video unbedingt anschauen.

Die wichtigsten Tipps für sicheres E-Bike-Fahren haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Machen Sie sich mit Ihrem E-Bike an Orten ohne Verkehrsrisiko hinreichend vertraut.
  • Halten Sie die Verkehrsregeln ein.
  • Trotz fehlender Helmpflicht kann ein Helm Ihr Leben retten.
  • Je nach Antriebsart des Bikes kann sich das Fahrverhalten verändern. Lassen Sie sich beim Kauf ausführlich beraten.
  • Nehmen Sie keine Änderungen an dem Bike vor, sogenanntes „Tuning“ hat Konsequenzen.
  • Schützen Sie Ihren Akku vor Beschädigungen und zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen.
  • Fahren Sie nicht zu schnell. 
  • Wenn Sie Probleme mit Ihrem E-Bike haben, bauen Sie dieses nicht selbst auseinander, sondern suchen einen Fachmann auf.
  • Lassen Sie sich im Fachhandel zu den richtigen Kindersitzen beraten.

Wer sich ausführlich beraten lässt, beugt späteren Beschwerden beim Biken vor. Hierzu ist es auch wichtig, dass das E-Bike die passende Rahmengröße hat und Ihrer Körpergröße angepasst wird. Hier ein paar zusätzliche Tipps für angenehmes Fahren:

  • achten Sie auf die passende Sattelhöhe
  • passen Sie die Sitzposition entsprechend Ihrer Vorlieben und dem Einsatz des Bikes an
  • Griffe und Form – etwa gerade geschwungen, nach oben oder unten geneigt – sollten ergonomisch zum Fahrer passen
  • verwenden Sie gefederte Sattelstützen (Teleskop oder Parallelogramm)
  • wählen Sie einen zum Abstand der Sitzknochen und Sitzposition passenden Sattel

Merke!

Lassen Sie sich beim Kauf Ihres E-Bikes von einem Fachmann beraten. Überlegen Sie sich genau, wozu Sie das Bike nutzen möchten und lassen Sie es individuell auf Sie einstellen.

Wie finden Sie heraus, welches das richtige E-Bike für Sie ist?

Die Vielfalt an E-Bikes ist groß. Damit Sie das Modell finden, das zu Ihnen passt und größtmögliche Sicherheit bietet, sollten Sie sich in einem Fachhandel beraten lassen. Sich ein Bike über das Internet zu kaufen, ist nicht zu empfehlen. Zunächst sollten Sie mit einem Fachberater folgende Fragen klären:

  • Möchten Sie ein E-Bike oder ein Pedelec?
    Ein E-Bike ist voll motorisiert, beim Pedelec treten Sie auch selbst in die Pedale. Um das zu entscheiden, stellt sich die nächste Frage.
  • Wofür und wie oft nutzen Sie Ihr E-Bike?
    Auch bei elektronischen Bikes gibt es große Unterschiede – von City-Bike bis E-Mountainbike.
  • Welche Größe muss das E-Bike haben?
    Für ein sicheres Fahren ist die passende Größe wichtig. Wenn Sie im Sitzen die Ferse auf das Pedal stellen, sollte das Bein fast ganz gestreckt sein.
  • Möchten Sie Kinder beim Fahren mitnehmen?
    Über diesen Aspekt sollten Sie Ihren Berater für die richtige Wahl informieren.
  • Sind Sie häufiger mit Gepäckträger unterwegs?
    Wenn Sie etwa Einkäufe transportieren möchten, sollte Ihr Bike einen stabilen Gepäckträger haben.
  • Erfüllt das Bike die verkehrsrechtlichen Vorschriften?
    Lassen Sie sich unbedingt von Ihrem Berater dazu aufklären.

Merke!

Lassen Sie sich beim Kauf Ihres E-Bikes von einem Fachmann beraten. Überlegen Sie sich genau, wozu Sie das Bike nutzen möchten und informieren Sie sich vorab über die verkehrsrechtlichen Vorschriften.

Wissen zum Mitnehmen

E-Bikes sind nicht nur ein zeitweiliger Trend. Die elektronisch angetriebenen Fahrräder konnten sich längst auf dem Markt behaupten. Sie sind nicht nur praktisch, sondern halten fit und gesund. Grundsätzlich wird bei elektronischen Rädern zwischen Pedelecs, die nur dann Motorunterstützung bieten, wenn der Fahrer in die Pedale tritt und E-Bikes, die auf Knopfdruck fahren, unterschieden.

Wer sich für den Kauf eines elektronischen Bikes entscheidet, sollte sich genau überlegen, wann und wofür er dieses nutzen möchte. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass sich E-Bikes vor allem für Vielfahrer lohnen und nicht für diejenigen, die ab und zu mal eine Runde drehen möchten. Wer auch kurze Strecken mit dem Auto fährt, wäre mit einem E-Bike als umweltschonende Alternative gut beraten. Auch für ältere Menschen oder Biker, die viele Fahrradtouren machen, ist das E-Bike eine angenehme Form der Fortbewegung.

Beim Kauf sollten Sie sich von einem Fachmann beraten lassen. Legen Sie besonderen Wert darauf, sich über die Sicherheitsvorkehrungen aufklären zu lassen und machen Sie sich mit dem Bike zunächst an verkehrssicheren Orten vertraut.

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Bisherige Kommentare

 
Sehr interessanter und guter Artikel für jemanden, der sich noch nie damit beschäftigt hat. Was nicht ganz stimmt ist die Antwort, welche Größe ein Fahrrad haben muss. Das hat nichts mit der Sattelhöhe zu tun.

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