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Neues aus der Forschung Blog
01. April 2014

Kein Scherz: Bräute nehmen nach der Hochzeit zu

Ein langes, weißes Kleid, ein kleiner, entzückender Blumenstrauß, die Haare akkurat frisiert – so stellen sich die meisten Bräute ihren ach so sehr ersehnten Hochzeitstag vor. Perfekt soll er sein. Ganz so wie in den zahllosen Hollywood-Schmonzetten, in denen Mrs. Right stets ihren Mr. Right trifft und am Ende natürlich ehelicht. Doch so rosig wie in den Filmen sieht die Realität dann oftmals doch nicht aus. Zwar wollen die meisten Bräute am Tag ihrer Eheschließung eine besonders gute Figur machen und deshalb rechtzeitig ein paar Kilos abnehmen. Doch viele von ihnen scheitern mit dem Vorhaben – und legen nach der Hochzeit sogar weitere Pfunde zu, wie Forscherinnen der Flinders University im australischen Adelaide herausfanden.

Viele Bräute nehmen nach der Hochzeit zu. © Christian Malsch - Fotolia.com Viele Bräute nehmen nach der Hochzeit zu. © Christian Malsch - Fotolia.com

Für ihre Untersuchung befragten die Wissenschaftlerinnen Ivanka Pichard und Marika Tiggemann rund 350 heiratswillige Damen auf einer Hochzeitsmesse nach ihrem aktuellen Gewicht (10 Monate vor der Trauung) und ihrem Zielgewicht. Vier Wochen vor der Hochzeit und sechs Monate danach wurden die Probandinnen erneut befragt. Dabei kam heraus: Lediglich die Hälfte der Bräute nahm in den Monaten vor der Eheschließung ein paar Pfunde ab. Die anderen Teilnehmerinnen, die ebenfalls Gewicht verlieren wollten, legten sogar an Kilos zu.

Interessant ist auch: Nach den Feierlichkeiten kämpften beinahe alle Frauen mit dem Gewicht. Laut der Untersuchung hatten sie binnen sechs Monaten im Durchschnitt rund zwei Kilogramm mehr auf den Rippen! Ein gewichtiges Problem, das in Reihen der Frischangetrauten wahrscheinlich nicht gerade zu Jubelstürmen geführt haben dürfte.

Die Forscherinnen vermuten, dass die Probandinnen nach der Trauung weniger motiviert gewesen seien, auf ihr Gewicht zu achten, da sie sich nicht länger um einen Mann bemühen mussten. Ob sich dieses Prinzip angesichts der hohen Scheidungsquoten heutzutage tatsächlich als klug erweist? 2011 endeten laut Statistischem Bundesamt in der Bundesrepublik rund 187.000 Ehen vor dem Scheidungsrichter, 50 Jahre früher waren es nicht einmal 50.000...

Wie dem auch sei: Die australischen Forscherinnen haben angekündigt, den Gewichtsproblemen frisch getrauter Ehefrauen auf der Spur zu bleiben und eine Langzeitstudie durchzuführen, die Details über Ernährung und Fitnesszustand der Damen offenbaren soll. Es wäre doch gelacht, wenn man der Ansammlung überflüssiger Pfunde in der Ehe nicht auf die Schliche käme.

Wie viele Kilos die Herren der Schöpfung nach der Eheschließung zu- oder aber abnahmen, wurde übrigens nicht erforscht. Über die Gründe kann an dieser Stelle nur spekuliert werden. Doch ins Hochzeitskleid müssen sie sich ja glücklicherweise ohnehin nicht zwängen.

Die Studie erschien im Fachblatt „Body Image“.

Janina Darm

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Bisherige Kommentare

 
klar und die männer noch viel mehr........
 
Ist ja auch total nachvollziehbar, sich wegen 5kg mehr scheiden zu lassen. Ich mein, hallo? Das muss sich Mann doch echt nicht geben, bei der Auswahl. DAS nenne ich einen unreflektierten, unwissenschaftlichen und von der moralischen Aussage sehr zweifelhaften Artikel. Diese Unterschwellige Message "pass auf, wenn du zunimmst, sitzte nachher alleine da" ist wirklich ziemlich weit weg von "smarter" und haut so richtig in die Kerbe eigenartiger Einstellungen von Frauen zu ihren Körpern. Und dem Klischee, dass Männer sich scheiden lassen, weil ihre Frau zu dick ist. Ich stelle mal die provokante These in den Raum, dass die meisten Scheidungen andere Beweggründe haben, als Speckrollen.